Das Vorbild: Der Focke-Wulf TL-Jäger „Flitzer“ gehörte zu den deutschen Strahljägerprojekten der letzten Kriegsjahre. Entwickelt wurde der Entwurf ab 1943 bei Focke-Wulf unter Leitung von Kurt Tank. Ziel war die Entwicklung eines leichten, äußerst schnellen Abfangjägers mit verbesserter Start- und Landeeigenschaft gegenüber der Messerschmitt Me 262. Die Konstruktion besaß eine zentrale Rumpfgondel mit seitlichen Lufteinlässen, zwei Leitwerksträgern und einem hochgesetzten Höhenleitwerk. Das Layout ähnelte stark der britischen de Havilland Vampire, entstand jedoch unabhängig davon. Die projektierten Leistungen lagen bei bis zu 955 km/h Höchstgeschwindigkeit. Das Projekt erreichte den Bau eines großen Holzmodells.
Der Bausatz: Der Revell-Bausatz erschien ursprünglich 1996. Die Form entstand während einer Phase, in der Revell mehrere sogenannte „Luft ’46“-Modelle veröffentlichte. Eine Wiederauflage erschien 2008, die hier besprochen wurde.. Der Bausatz besteht aus 38 Kunststoffteilen und wird fertig gebaut eine Länge von 14,5 cm haben. Die Gravuren sind versenkt und fein ausgeführt. Zusätzlich finden sich dezente Nietdarstellungen. Das Cockpit fällt relativ schlicht aus. Enthalten sind Sitz, Instrumentenbrett und einfache Seitenkonsolen. Die Instrumente sind teilweise erhaben dargestellt, zusätzlich liegt ein Instrumentendecal bei. Mängel sind nicht erkennbar.

Der Bausatz enthält eine einteilige sauber gegossene Klarsichthaube. Die ordentlichen Decals enthalten fiktive Einsatzmarkierungen der Luftwaffe für ein hypothetisches Einsatzflugzeug.

Die Bauanleitung ist farbig und übersichtlich. Revell verwendet die hauseigenen Farbnummern mit RLM-Angaben. Da es sich um ein nie gebautes Projekt handelt, besitzt der Modellbauer große Freiheit bei alternativen „What-if“-Lackierungen. Der Bausatz ermöglicht den Bau einer fiktiven Einsatzversion des TL-Jägers „Flitzer“ in zwei Tarnschemata.




Fazit: Die Konstruktion, die elegante Linienführung und das „Luft ’46“-Thema machen den kleinen Jet zu einem attraktiven Exoten in jeder Sammlung. Die Detaillierung ist sauber umgesetzt. Ein kleines Modell für Anfänger, für experimentierfreudige Bemaler und für die Liebhaber von What-If-Modellen.
BK, Mai 2026

