Revell Constellation

Vorbild

Die Lockheed Constellation (englisch umgangssprachlich: „Connie“) ist ein viermotoriges Propellerflugzeug mit Kolbenmotoren, das Anfang der 1940er Jahre auf Anregung des Milliardärs Howard Hughes von Lockheed in den USA entwickelt wurde. Die im Februar 1946 erstmals im Linienverkehr eingesetzte Constellation war nach das zweite Langstreckenflugzeug mit Druckkabine und Klimaanlage.
Sie war das Grundmodell der äußerst erfolgreichen Constellation-Baureihe, die 1950 über die Super Constellation führte und 1956 mit dem Starliner endete. Eines ihrer markantesten Konstruktionsmerkmale ist die Auslegung mit drei Seitenleitwerken, die gewählt wurde, um das Flugzeug an die Höhe der damaligen Hangars anzupassen. Der Typ wurde sowohl in der Zivil- als auch in der Militärluftfahrt eingesetzt.
Die Lufthansa erhielt ihre erste Lockheed L-1049G „Super Constellation“, eine Super G, mit der Kennung „D-ALEM“ am 19. April 1955.  Insgesamt wurden es acht Super „G“ Constellation. Im Jahre 1957 erhielt die Lufthansa dann noch die L.1649A Superstar zur Überbrückung, bis im März 1960 die Boeing 707 eintraf.
(Auszug frei nach Wikipedia)

Bausatz

Es handelt sich um einen üblichen Revell-Spritzguss, dieses Mal in hellgrauem Plastik, eine Wiederauflage der bereits früher erschienen, neueren Bausatzform von Revell. Leider haben sich beim Guss etliche Entenhäute eingeschlichen, die der erfahrene Modellbauer aber gut entfernen kann.
Es gibt zwei Rumpfhälften mit offenen Fenstern und einem Ausschnitt für das Cockpit-Pass-Teil. Die Tragflächen und die Details haben feine Anschlüsse an den Gießästen. Es liegen beide Varianten für die Schnauze der Super-Constellation bei, die Radarnase und die Plattnase (bei den Klarsichtteilen), wie von Lufthansa geflogen.

Auch die Zusatztanks an den Tragflächenenden sind extra, so dass man insgesamt alle möglichen Varianten der Super-Conny bauen kann. Die Oberflächen sind durchgängig fein graviert, so dass man in den Flächen viele Effekte herausholen kann. Das gilt auch für die Details, Fahrwerk und Triebwerke.
Der Detailreichtum ist sehr gut und immer noch zeitgemäß. Auch im beiliegendem Cockpit.
Die neu gestaltete Bauanleitung ist umfangreich und ausführlich.


Die Decals für die Lufthansa-Maschine sind die gleichen wir bei der früheren Ausgabe, hier auch sauber gedruckt. Auf die TWA-Variante, die bei der vorigen Ausgabe mit dabei gewesen ist, hat man leider verzichtet.

Hier der Link zur ersten Auflage des Modells auf unserer alten Homepage:
Lockheed L-1049 Super Constellation „Lufthansa“ – Revell – 1/144

Infos zur Erstauflage / Bauerfahrung

Bei der Entwicklung und dem Übertrag der Zeichnungen in eine Bausatzform haben sich wohl, so wird vermutet, Fehler eingeschlichen. Wenn man das Model direkt aus der Kiste baut, werden die Tragflächen in eine komplett waagerechte Position gedrückt. Sie müssen aber einen steilen Winkel nach oben vom Rumpf weg haben. Dies lässt sich korrigieren, wie in meinem früheren Baubericht gezeigt, durch das Anpassen des Tragflächenansatzes am Rumpf des Modells.
Ansonsten passen die Teile toll, und es lässt sich flott ein schönes Modell basteln.

Hier der Link zum Baubericht der ersten Auflage des Modells auf unserer alten Homepage:
Lockheed L-1049G Super Constellation „Lufthansa“ und „TWA“ – Revell – 1/144

Kuriosität

Revell hat in der Bauanleitung einen Bemalungsvorschlag für das Cockpit hinterlegt, was mich erstaunt hat. Hier wird empfohlen, die Cockpitstreben in Anthrazit zu bemalen. Man sieht das auch in der Decalseite der Bauanleitung. Auf der Box sind die Streben weiß, so, wie ich es auch bei allen mir bekannten Originalen kenne. Sollte der Gestalter bei Revell oder ein anderer Luftfahrtenthusiast ein Foto von einer Original Lufthansa Constellation mit dieser Zorro-Maske haben, würde ich mich freuen, wenn man mir ein Bild davon zur Verfügung stellt. Vielen Dank!

Fazit

Viele freuen sich über diese Wiederauflage, sie kommt rechtzeitig zum 100. Geburtstag der Lufthansa 2026 auf den Markt.
Schade, dass es Revell versäumt hat, den Bausatz und seine Fehler zu verbessern. Das Decalblatt wurde leider um die TWA-Aufkleber gekürzt.
Toll wäre es gewesen, man hätte mit einem neuen Spritzgussrahmen die Tragflächen der L-1649 Starliner (Lufthansa: Superstar) ergänzt und damit dann auch gleich die Fehler des Bausatzes korrigiert. Dann hätte man einen in Spritzguss einmaliges Modell der wiedererstandenen Superstar der Lufthansa geschaffen, wie sie jetzt im neuen Besucherzentrum der Lufthansa in Frankfurt ausgestellt wird.

Dennoch: Mit ein bisschen Geschick lässt sich ein tolles Modell basteln, für das es viele Aufkleber für andere Fluggesellschaften auf dem Markt gibt.

Das Modell beim Hersteller findet man hier:
Super Constellation Lufthansa Modell: Maßstab 1:144

Dank an Revell für das Zuverfügungstellen des Musters.
Uwe Damaschek, Berlin im April 2026

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