Das Vorbild: Der Sikorsky UH-60 Black Hawk wurde in den 1970er-Jahren als Nachfolger der Bell UH-1 „Huey“ als mittelschwerer Transporthubschrauber entwickelt. Der Erstflug des Prototyps YUH-60A fand 1974 statt, die Einführung bei der US Army erfolgte 1979. Die frühe Serienversion UH-60A verfügte über zwei General-Electric-T700-Triebwerke und wurde vor allem als Transport- und Mehrzweckhubschrauber eingesetzt. Die typische Besatzung besteht aus zwei Piloten und einem Crew Chief beziehungsweise Bordschützen.Im Jahr 1993 spielte die UH-60 Black Hawk eine zentrale Rolle während der Schlacht von Mogadischu in Somalia. Während des Einsatzes wurden zwei Black-Hawk-Hubschrauber abgeschossen. Der Vorfall wurde international bekannt und später unter anderem im Buch sowie im Film „Black Hawk Down“ dargestellt (Quelle Wikipedia).
Der Bausatz: Der Bausatz erschien 2026 als Teil der neuen UH-60A-Familie. Die Basisform erschien zuvor als ICM 48361 „UH-60A Black Hawk“. Die Ausgabe 48364 ergänzt diese Form um drei Besatzungsfiguren. Das Titelbild ist ein schönes bearbeitetes Foto. Der Bausatz umfasst 285 Teile für den Hubschrauber sowie 32 Teile für die Figuren. Die Oberflächen zeigen feine versenkte Gravuren und vollständige Nietreihen. Besonders die Außenhaut des Heckauslegers und der Kabinenbereiche ist detailliert wiedergegeben. Cockpit, Sitze, Mittelkonsole und Kabinenstruktur sind vollständig ausgeführt. Die Seitenwände der Transportkabine besitzen Strukturdetails und separate Einbauten. Der Rotorkopf besteht aus zahlreichen Einzelteilen. Dadurch entsteht ein realistischer Eindruck, allerdings erhöht sich auch die Empfindlichkeit während des Zusammenbaus.












Die Figuren bestehen aus mehreren Einzelteilen und zeigen moderne US-Army-Ausrüstung. Zwei Figuren sind für das Cockpit vorgesehen, eine weitere für den Innenraum. Sie sind ausgezeichnet detailliert dargestellt.

Die Klarsichtteile sind separat verpackt und sauber transparent ausgeführt. Die Cockpitverglasung fällt relativ dünn aus und zeigt ganz leichte Verzerrungen. Die feinen Niete können begeistern.

Der Decalbogen enthält drei Markierungsoptionen für UH-60A-Maschinen der US Army. Enthalten sind Wartungshinweise, Kennungen und Instrumentendecals für das Cockpit.

Die Unterschiede beschränken sich hauptsächlich auf Kennnummern, Staffelmarkierungen und einzelne Beschriftungen. Strukturelle Unterschiede zwischen den Maschinen sind im Bausatz nicht vorgesehen. Die Wasserschiebebilder enthalten keine besonderen Grafiken, sondern beschränken sich auf einfache Markierungen und Wartungshinweise. Die Qualität ist gut.
Die Anleitung ist im wesentlichen schwarz-weiß gehalten. Viele, viele Pfeile machen sie recht unterhaltsam. Zu den Pfeilen gesellen sich die Farbangaben als Buchstaben. Die Bemalungsanleitung für das Äußere setzt dies fort, wobei sich die Anleitung für die anzubringenden Decals durch extrem kleine Zahlen auszeichnet. ICM braucht wirklich jemanden, der sich mit benutzerfreundlicher grafischer Gestaltung auskennt.



Farbangaben beziehen sich auf das eigene Farbprogramm. Für die Figuren sind separate Bemalungshinweise für Uniformen, Helme und Ausrüstung enthalten.

Der Bausatz ermöglicht die Darstellung mit geöffneter oder geschlossener Kabinentür.
Die drei darstellbaren Maschinen sind:
• UH-60A US Army Afghanistan 2005
• UH-60A Kentucky National Guard 2009
• UH-60A Montana National Guard 2013
Die drei Optionen unterscheiden sich hauptsächlich durch Kennungen und Einsatzmarkierungen. Unterschiede in Bewaffnung oder Außenlasten sind im Bausatz nicht vorgesehen.


Fazit: Der einwandfreie Bausatz basiert auf einer modernen UH-60A-Form mit feiner Oberflächendetaillierung und vollständiger Innenausstattung. Durch die schönen beigefügten Figuren bietet sich die Gestaltung eines kleinen Dioramas an. Der Bausatz richtet sich eher an erfahrene Modellbauer.
BK, Mai 2026

