Vorbild: 1939 platzierte das USAAC Anforderungen für ein Hochleistungsflugzeug. Hierfür sollten Entwürfe außerhalb der bisherigen Konventionen ausgearbeitet werden. Die Anforderungen waren extrem hoch. Es sollten bis zu 840 km/h erreicht werden. Diese Leistungen sollten mit dem neuen Pratt & Whitney X-1800 erreicht werden. Diese Entwicklung verlief aufgrund diverser Probleme im Sande. Die Teilnehmer an dieser Ausschreibung waren die Curtiss XP-55 Ascender, Northrop XP-56 und Vultee XP-54.


Curtiss baute als Vorversuch die Cw 24-B. Der Rumpf bestand aus Metall und die Tragflächen aus Holzmaterial. Angetrieben wurde das Testflugzeug von einem Menasco C68-5 mit 275 PS. Damit war das Testflugzeug untermotorisiert. Es flog erstmals am 2. Dezember 1941 auf dem Muroc Army Air Fielt. Bis Mai 1942 wurden 169 Flüge durchgeführt. Danach wurde das Cw 24-B in Langley für Windkanalversuche benutzt. Die XP-55 war letztendlich nicht erfolgreich, denn das ursprüngliche Triebwerk stand nicht mehr zur Verfügung.


Bausatz: Die Curtiss-Wright Cw 24-B erschien erstmals aus Bausatz in 1/72 bei Special Hobby unter dem Label PLANETmodels. In dem stabilen Stülpkarton befinden sich gut verpackt zehn graue Resinteile, drei gedruckte Teile aus schwarzem Material, sieben gedruckte graue Teile, zwei Vacukanzeln, ein Decalbogen und die mehrfarbige Bau- sowie Bemalungsanleitung.


Der Druck der Resinteile ist tadellos und die Angüsse wurden sehr gut gewählt. Blasen der Verzug konnte ich nicht entdecken. Diese Teile sind vor allem für das Äußere des Modells.

Die gedruckten Teile sind für das zweisitzige Cockpit. So gibt es eine gut detaillierte Wanne mit Seitenkonsolen und einigen Details. Die beiden Sitze haben anmodellierte Gurte. Weiterhin gibt es noch zwei gut gemachte Instrumentenbretter und einen Steuerknüppel. Unterlagen zum Original habe ich bisher nicht gefunden. Bemalt werden soll das Cockpit mit Curtiss-Cockpitgrün. Zwei Decals für die Instrumente runden die Ausstattung ab.
Das Cockpit wird in die beiden Rumpfhälften eingeklebt. Zuvor ist das Gegengewicht von 5 Gramm im Bug einzukleben. Tragflächen, Entenflügel sowie die Seitenleitwerke haben scharfe Hinterkanten. Der Zwei-Blatt-Propeller ist einteilig.
Vor der Montage der drei Fahrwerksbeine sind noch im Rumpfbug und der Tragfläche drei Bohrungen für die Zapfen einzubringen.


Die größte Herausforderung ist das Zuschneiden der Vacukanzel. Diese ist dünn und durchsichtig. Immerhin hat man zwei Versuche.


Leider gibt es die Farbangaben nur ohne weitere Referenzen auf ein System sondern nur in Tschechisch und Englisch. Die Decals sind sauber gedruckt.


Bemalung:
Cw 24B in der finalen Konfiguration, Testcenter auf der Muroc Dry Lake Basis (jetzt Edwards AFB, Kalifornien, USA, Anfang 1942.
Fazit: PLANETModels liefert einen gut gemachten Kleinserienbausatz der Curtiss Cw 24B in 1/72. Der Bau verspricht für den fortgeschrittenen Modellbauer nicht zu kompliziert zu sein. Die Anzahl der Teile ist jedenfalls überschaubar!
Volker Helms, Godern (Mai 2026)





