… wieder eine konsequente Erweiterung der Modell Palette von Miniart
Die Firma Miniart hat ihren Fuhrpark erweitert. Die Serie des hervorragend gelungenen US Bulldozers wurde um eine weitere Variante vervollständigt.
Es scheint wohl der Trend bei Miniart und auch bei ICM zu sein, wirklich alle Varianten eine Fahrzeuges mit allen vorhandenen Zubehör-Bausätzen zu kombinieren. Mit diesem Konzept ist es möglich in kurzen Abständen immer wieder einen „neuen“ Bausatz auf dem Modellbaumarkt herausbringen.
Aber das soll hier kein Klagen sein, denn jeder Bausatz von Miniart ist eine absolute Augenweide. Die Qualität ist auf einen sehr hohen Niveau. Die hier vorgestellte Variante ist bereits der neunte Bausatz. Die erste Variante ist bereits im Jahre 2015 an den Start gegangen. Davor gab es nur teure und schwierig zu bauende Resin-Bausätze. Ich denke, mit diesen Bausatz ist Miniart ein großer Wurf gelungen. Schon die Auswahl des Schwerpunktes auf zivile Fahrzeuge ist ein Volltreffer. Wer sich für dieses Modell entschieden hat, kann auf seiner Vignette einen echten Hingucker stellen. Somit ist auch die Baufreude gegeben.
Zum Original
Der D7 wurde von der amerikanischen Firma Caterpillar seit dem Jahr 1935 hergestellt – meist als Planierraupe. Es gab allerdings auch spezielle Fahrzeuge für die Landwirtschaft. Das augenscheinliche Merkmal war damals das kettengetriebene Laufwerk.
Für den Einsatz im zweiten Weltkrieg wurde das Fahrzeug auf die Bedürfnisse der amerikanischen Streitkräften mit einem eigenen Modell speziell angepasst.
Zum Bausatz
Nach dem Öffnen der Verpackung ist der erste Eindruck wie immer super. Das Modell präsentiert sich in einen Miniart typischen Karton. Das Deckbild wurde wieder Klasse dargestellt.
Der Bausatz präsentiert sich wie folgt.
Es gibt sage und schreibe 38 Spritzrahmen im A4, A5, A6 und sogar A7 Format. Es wurde bei den Spitzbögen der schöne graue und gut zu verarbeitende Kunststoff verwendet, den wir Modellbauer schon von Miniart gewohnt sind.




Die Spritzrahmen des Bausatzes sind alle sehr sauber gegossen und auch sehr ordentlich verpackt. Dies ist im Prinzip schon Standard bei Miniart. Absolut sauber, scharf gegossene Spritzrahmen, ohne Grat ohne Verzug, ohne Spannungen in den Rahmen. Man sieht dem Bausatz auch nicht die elf Lebensjahre der Spritzformen an.



Da das Fahrzeug offen konstruiert ist, wurden natürlich alle sichtbaren Fahrzeugteile dargestellt. Ein kompletter Motor samt allen Anbauteilen. Der Fahrzeugrahmen ist wirklich ein Gedicht. Beim Verbauen und Studieren der Bauteile kann man viel über die Funktion der Bauteile die damalige Fahrzeugtechnik lernen. Einige Komponenten dieser „alten“ Fahrzeug-Technik kann man auch noch heute in modernen Baumaschinen finden.
Die Antriebseinheiten sind in zwei Seitensegmenten aufgeteilt, so dass man auch alle gut einzeln lackieren kann. Dem Bausatz liegt eine Einzelgliederkette bei. Im Prinzip gut gelungen. Hier würde ich aber eine Metallkette von Friul ersetzen. Dann ist der Modellbauspaß auch wirklich garantiert.

Der Decal-Bogen ist einfach aber gut gestaltet. Alles randscharf gedruckt. Die winzige Schrift auf den Warntafeln ist sogar lesbar. Das sind am fertigen Modell die kleinen Eyecatcher. So macht Modellbau Spaß.

Eine Ätzteil-Platine ist schon fast Standard. Die Platine enthält die wichtigsten Bauteile, die man am überzeugendsten aus einen dünnen Blech darstellen kann. Absolut ausreichend.

Ein Bogen aus Klarplastik darf natürlich bei diesen Modell nicht fehlen. Enthalten sind die vier kleinen Scheinwerfergläser. Völlig ausreichend.

Dem Bausatz liegt ein Bindfaden bei. Gedacht für die Verbindung des Krangestänges für die Schaufelbewegung. Ich würde sagen, man kann diesen Bondfaden verwenden, auch bei genauerem Betrachten konnte ich keine Fussel sehen.

Im diesen Bausatz sind als Highlight noch zwei Figuren enthalten. Ein Fahrer und eine zweite Person, die die Pose eines Mechanikers eingenommen hat. Beide tragen zivile Kleidung. Die Haltungen der beiden Figuren sind gut gelungen.



Die Bauanleitung
Die Bauanleitung ist gut und sehr übersichtlich gestaltet. Sie ist ein schwarz/weiß Druck aus nur 18 Seiten und in 77 sehr übersichtlichen Baustufen untergliedert.

Es gibt zwei Farbgebungsvorschläge, diese sind in Hochglanz-Farbe gedruckt.


Literatur
U.S. WWII Caterpillar D7 -Technical Manual Series No. 6022
Fazit
Ein schönes Wiedersehen, mit einen gut gemachten Bausatz, von Miniart.
Sehr empfehlenswert!
Holger Syring, Berlin ( Mai 2026)

