Vorbild: Der VW Käfer (VW Typ 1) ist ein Pkw-Modell in Kompaktklassengröße der Marke Volkswagen mit luftgekühltem Vierzylinder-Boxermotor und Heckantrieb, das von Ende 1938 bis Sommer 2003 gebaut wurde. Mit über 21,5 Millionen Fahrzeugen war der Käfer das meistverkaufte Automobil der Welt, bevor er im Juni 2002 vom VW Golf übertroffen wurde. (Wikipedia)



Bausatz: Bei dieser VW Käfer Fire Patrol Variante handelt es sich um eine Wiederauflage. Sein Debut feierte das Modell Mitte der 90er Jahre, entstanden aus dem Basis Käfer-Bausatz von 1990. Der Käfer besteht aus ca. 89 Bauteilen, verteilt auf einem Spritzling, der Karosserie als Einzelteil, vier Vinylreifen, Polycaps, zwei Decalbögen sowie einem blauen Samtteppich in gestanzter Form. Die originalgetreu nachgebildete Karosserie weist feine Oberflächenstrukturen auf mit erfreulich durchbrochenen Belüftungsschlitzen. Sinkstellen sind auf der Karosserie nicht zu beobachten. Lediglich finden sich an den vorderen und hinteren Kotflügeln produktionsbedingte Trennlinien. Im vorderen Bereich ziehen sich diese Linien sogar über die Motorhaube und der vorderen Haube und erzeugen zusätzlich bei den Kotflügeln in Höhe der Scheinwerfer eine schon unschöne scharfkantige Vertiefung. Hier heißt es die Trennlinien zu versäubern und die Vertiefungen aufzufüllen. Die Karosserie verhält sich sehr formstabil. Die Motorhaube ist nicht zu öffnen da wir hier ein Curbside-Modell vor uns haben. Der Motor ist hier nur von der Unterseite erkennbar und dementsprechend einfach gehalten.






Nicht anders ergeht es den Achsteilen, wobei die Lenkung erfreulicher Weise beweglich gehalten ist. Hier ist beim Bau auf Links- oder Rechtslenker zu achten wie auch später der richtige Griff zum passenden Armaturenbrett. Im Innenraum geht es auch recht rudimentär zu. In wenigen Schritten kommt man zum Ziel. Highlight hier der blaufarbige selbstklebende Samtteppich. Die Sitze fallen sehr steif und unbenutzt aus. Die Türverkleidungen mit den angrenzenden Seitenteilverkleidungen wirken ebenfalls sehr „nüchtern“. Zwar sind Türinnengriffe, Fensterkurbel und Armstützen erhaben aufgeprägt, wirken aber in der Gesamtheit sehr unnatürlich. An der Plastikqualität gibt es jedoch nichts zu mäkeln. Keine Sinkstellen und die Auswurfmarkierungen befinden sich in später nicht sichtbaren Bereichen. Die anschließend zu verbauende Verglasung fällt von der Materialstärke recht massiv aus, ohne einen „Lupeneffekt“ zu erzeugen. Stoßstangen und andere Bauteile finden nach der Hochzeit von Karosserie und Chassis ihren Platz. Die zu verbauenden Chromteile fallen von der Beschichtungsqualität sehr gut aus und wirken auch nicht zu übertrieben brillant aus. Bemängeln kann man nur die dicken Angüsse an den jeweiligen Bauteilen.



Abschließend noch ein Kommentar zu den Rädern. Die Felgen gehen in Qualität und Detaillierung soweit in Ordnung, wenn die verchromten Radkappen mit verbaut werden. Über die Zahl der Lochungen kann man streiten. Zehn Löcher halte ich für zu viel in Verbindung mit den mitgelieferten Schmalspurreifen mit der leider vorhandenen Fischhaut auf der Lauffläche. Meines Wissens war zu damaligen Zeiten ein 155er Reifen auf einer 4 bis 4,5 Zoll mit maximal 8 Löcher verbaut. 10 Löcher waren ab 5 Zoll gebräuchlich mit demensprechend breiteren Reifen.



Bauanleitung/ Bemalung: Die Bauanleitung führt einfach und übersichtlich durch zwölf Bauabschnitte. Zwei randscharf gedruckter Decalbögen, einer mit den Ausstattungsvarianten der Feuerwehren in Zürich und Fire Dep. Japan sowie der Polizei Antwerpen, liegen bei. Ein anderer kleiner Bogen liefert das VW Markenlogo und den VW-Schriftzug. Die Bemalungsanleitung bezieht sich auf das Farbensortiment von Mr.Color und Aqueous Hobby Color.







Fazit: Ein Modell mit gewissem Spielzeugcharakter. Bei den Ausstattungsvarianten hätte man die deutsche Polizeivariante mit ins Boot nehmen sollen um den Bausatz für den deutschen Markt attraktiver zu machen. Die Wiederauflage kann man jedoch als begrüßenswert bezeichnen. Die Freunde von Einsatzfahrzeugen werden es danken.
Zu beziehen ist dieser Bausatz im gut sortierten Fachhandel oder bei Revell direkt.
Alexander Hilbig, Berlin (März 2026)

