Vorbild: Der Leopard 1 war der erste in Serie gefertigte Kampfpanzer, der nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland neu entwickelt wurde. Anfang der 1960er Jahre begann die Serienproduktion und bis 2003 blieb der Leopard 1 bei der Bundeswehr im Dienst. Im Laufe der Zeit erhielt er mehrere Kampfwertsteigerungen.

Der Leopard 1A5 war die letzte Entwicklungsstufe des Leopard 1, die tatsächlich bei der Bundeswehr in Dienst gestellt wurde. Von 1986 bis 1992 wurden insgesamt 1.339 Panzer auf diesen Stand umgerüstet. Besonderer Wert wurde dabei auf eine schnellere Reaktionszeit sowie eine deutlich gesteigerte Erstschusstrefferwahrscheinlichkeit gelegt. Hierfür erhielt der Leopard 1A5 unter anderem ein modernes Feuerleitsystem.

Darüber hinaus wurden Maßnahmen zur Verbesserung des ABC-Schutzes umgesetzt. Auch die Sichtverhältnisse wurden durch Winkelspiegel-Waschanlagen verbessert, zudem kamen verstärkte Schwingarme zum Einsatz. Eine weitere größere Änderung war die Einführung neuer Funkgeräte.

Der Leopard 1 wurde bei der Bundeswehr 2003 außer Dienst gestellt. Seitdem wurden viele Fahrzeuge verschrottet, während andere an Museen abgegeben oder an ausländische Nutzer verkauft wurden.

Bausatz: Ein weiterer Panzer der neuen Serie History on the Table von Zvezda. Die kleinen Modelle wurden speziell für Fans der Tabletop-Community entwickelt und Zvezda möchte sich damit offenbar ein Standbein in diesem Bereich aufbauen. Mit den Snap-Fit-Kits kann man beispielsweise Systeme wie Flames of War oder Team Yankee spielen.

Die Modelle sind schnell gebaut, was auch nötig ist, wenn man sich eine größere Armee für das Spiel aufbauen möchte.

Die kleinen Sets kommen in praktischen Schachteln mit Aufhängelasche, um sie gut im Laden präsentieren zu können. Der Leopard auf der Rückseite ist nicht wie z. B. der T-14 Armata bemalt worden. Wonach sich das bei Zvezda richtet, bleibt wohl ein Rätsel.

Im Inneren der Schachtel finden sich zwei kleine Gussrahmen sowie die Bauanleitung und ein kleiner Decalbogen. Alle Teile sind sehr gut gegossen und frei von Fehlern.

Typisch für diese Sets ist, dass viele Bauteile, die im klassischen Modellbau einzeln montiert werden müssten, bereits als ein Teil gegossen sind. Schwachpunkt waren bei diesen Bausätzen bisher immer die Ketten, und so ist es auch hier. Eine recht deutliche Gussnaht verläuft einmal ringsum, wirklich dramatisch ist das aber nicht.

Ansonsten sieht der Leopard wirklich gut aus.

Die Details, die Zvezda direkt an die kleinen Modelle bekommt, sind wirklich gut. Das Prinzip des Zusammenbaus ist immer das gleiche: Um eine „Wirbelsäule“ werden alle Teile angeclipst und halten im Idealfall dann dort ohne Kleber. Der Decalbogen ist der gleiche wie in jedem Set und besteht einfach nur aus Zahlen.

Anleitung: Die Anleitung ist ein kleiner Beipackzettel auf dem in wenigen schritten gezeigt wird, an welche Stelle die Teile kommen. Diese ist sehr simpel gehalten aber doch klar und deutlich. Im Gegensatz zu den anderen Sets wurden die einzelnen Bauschritte jedoch noch einmal detaillierter aufgeteilt und somit hat man nun drei Seiten anstelle einer. Das ist grade für Anfänger noch einmal einfacher.

Bauen: Natürlich habe ich auch den kleinen Leopard schnell gebaut und ich muss sagen, von allen Sets hat mir dieser am meisten Spaß gemacht. Alle Teile halten tatsächlich ohne Kleber und die Angusspunkte sind gut versteckt. Nach ca. 30 Minuten war ich fertig.

Fazit: Eine tolle Erweiterung des Angebotes von Zvezda und für mich das beste Modell bis jetzt aus dem Set. Perfekt für Anfänger.

Florian Schuster, Berlin (Juni 2026)

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