Vorbild: Der T-14 ist der neueste russische Kampfpanzer und eine komplett neue Entwicklung mit einem neuen Konzept. 2010 wurde mit der Entwicklung begonnen und 2015 wurde der Panzer der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Turm ist unbemannt und mit einer 125-mm-Glattrohrkanone ausgestattet. Die Russen halten sich mit Details jedoch sehr bedeckt. Bekannt ist, dass der Panzer mit dem aktiven Schutzsystem Afganit ausgerüstet sein soll, über dessen tatsächliche Fähigkeiten jedoch nur wenig bekannt ist. Die dreiköpfige Besatzung befindet sich in einem separaten Kampfraum, gut geschützt in der Wanne des Panzers.

Wie es aktuell um den T-14 steht, ist schwer zu sagen. Der Panzer ist sehr teuer in der Produktion und die ursprünglich angestrebten Produktionszahlen wurden im Laufe der Jahre deutlich nach unten korrigiert. Eine echte Serienproduktion im ursprünglich geplanten Umfang scheint bis heute nicht angelaufen zu sein. Stattdessen wurden bislang nur vergleichsweise kleine Stückzahlen gefertigt, wobei unklar ist, wie viele Fahrzeuge tatsächlich bei den russischen Streitkräften im Einsatz stehen.

Bausatz: Mittlerweile hatte ich schon einige Sets der neuen Serie History on the Table von Zvezda in den Händen. Die kleinen Modelle wurden speziell für Fans der Tabletop-Community entwickelt und Zvezda möchte sich damit offenbar ein Standbein in diesem Bereich aufbauen. Mit den Snap-Fit-Kits kann man beispielsweise Systeme wie Flames of War oder Team Yankee spielen.

Die Modelle sind schnell gebaut, was auch nötig ist, wenn man sich eine größere Armee für das Spiel aufbauen möchte.

Typisch für diese Serie kommt auch der T-14 in einer kleinen Aufhängeschachtel daher. Auf der Rückseite bekommt man einen Überblick über weitere mögliche Fahrzeuge für die eigene Armee. Bereits beim letzten Mal ist mir aufgefallen, dass der Churchill qualitativ nicht ganz an den T-90 herankommt.

Dieses Mal hatte ich zudem noch einen Leopard 1 zur Hand und dabei fiel mir auf, dass der T-14 auf der Rückseite der Schachtel nicht nur wie üblich gebaut gezeigt wird, sondern für ein 1/100-Modell auch erstaunlich aufwendig lackiert wurde. Gegebenenfalls liegt das aber auch einfach daran, dass es sich um ein brandneues Modell aus dem Jahr 2026 handelt, denn beim bauen war der Leopard 1 super.

Öffnet man die kleine Schachtel, findet man einen Beipackzettel, welcher als Anleitung dient, sowie zwei Gussrahmen mit den wenigen benötigten Teilen. Auch der T-14 sieht wieder gut aus, ein paar kleine Sinkstellen gibt es, aber nichts Dramatisches. Ansonsten sind die Details für diese Größe sehr gut.

Einzig die Kette, welche direkt an die Laufrollen angegossen ist, hat wie immer diese ärgerliche Gussnaht rundum.

Wie immer gibt es den Standard-Decalbogen mit den Nummern, also nichts Neues. Gebaut wird das Fahrzeug um eine „Wirbelsäule“, die sich in der Wanne befindet und an die Ober-, Unter- sowie Seitenteile der Wanne montiert werden. Der Turm entsteht ebenfalls aus zwei großen Ober- und Unterteilen.

Ein paar Kleinteile noch anbringen, und man ist fertig. Viel zu bauen ist es nicht, aber für Anfänger oder eben Tabletop-Spieler perfekt.

Anleitung: Die Anleitung ist wie immer ein kleiner, schwarz-weiß bedruckter Zettel, der auf minimalem Raum alle Bauschritte auf einer Seite unterbringt. Auf der Deckseite bekommt man tatsächlich noch ein paar kleine Infos zu dem Fahrzeug, das man bauen möchte.

Beim Bauen sollte man schon genau hinsehen, um kein Teil verkehrt herum anzubringen, sollte aber für jeden machbar sein.

Bauen: Wie immer bei diesen kleinen Sets habe ich es für euch natürlich schnell aufgebaut. Es dauerte ca. 30 Minuten und ich musste feststellen, dass die Teile nicht so gut snap-fitten, wie sie sollten, und ganz ohne Kleber ging es dann doch nicht. Die Teile der Wanne sollte man zur Sicherheit besser mit Kleber verstärken.

Ansonsten war es ein netter Bau ohne Schwierigkeiten.

Fazit: Mir machen diese Sets sehr viel Spaß und wenn ich einmal genug zusammen habe, suche ich mir vielleicht jemanden, um auch mal eine Runde damit zu spielen. Für Profimodellbauer sind sie natürlich eher nichts, aber für Tabletop ist es top – oder eben für Anfänger, die einfach mal ausprobieren wollen, ob ihnen Modellbau etwas gibt.

Florian Schuster, Berlin (Juni 2026)

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