Das Vorbild: Der Aston Martin Ulster zählt zu den bedeutendsten britischen Sport- und Rennwagen der 1930er-Jahre. Entwickelt wurde das Fahrzeug 1934 als straßenzugelassene Version der erfolgreichen Werksrennwagen. Seinen Namen erhielt der Wagen nach dem berühmten RAC Tourist Trophy-Rennen im nordirischen Ulster, bei dem Aston Martin 1934 einen viel beachteten Dreifachsieg erringen konnte. Besonders bei Veranstaltungen wie den 24 Stunden von Le Mans oder der Mille Miglia konnte sich der Ulster profilieren. Angetrieben wurde der Ulster von einem 1,5-Liter-Reihenvierzylinder mit obenliegender Nockenwelle. Je nach Abstimmung leistete der Motor rund 80 bis 95 PS – genug für Geschwindigkeiten von über 160 km/h. Das geringe Gewicht sowie das präzise Fahrverhalten machten den Wagen zu einem der erfolgreichsten britischen Vorkriegs-Sportwagen seiner Klasse. (Quelle: Wikipedia)

Der Bausatz: Die ursprüngliche Form stammt aus dem Jahr 1975 und erschien damals unter Matchbox PK-301. Weitere Wiederauflagen folgten 1979, 1986 und 1995 zunächst unter Matchbox beziehungsweise Matchbox/AMT, bevor Revell die Form 2026 erneut veröffentlichte. Fairerweise enthält die Verpackung den Hinweis, dass es sich um ein Modell aus der „Revell Classics“-Reihe handelt. Damit ist klargestellt, dass es sich nicht um ein taufrisches Produkt auf aktuellem Stand handelt. Der Bausatz besteht aus 72 Einzelteilen aus dunkelgrünem Kunststoff im heutzutage für Autos nicht mehr üblichen Maßstab 1:32. Das fertige Modell ist knapp 13 Zentimeter lang. Die Bauteile sind ordentlich gegossen. An wenigen Stellen findet man Ausblutungen vom Gußprozess. Die Detaillierung ist ausreichend.

Das Chassis ist mehrteilig aufgebaut. Der Innenraum wurde für die kleine Baugröße ordentlich umgesetzt. Sitzflächen, Armaturen und Lenkrad wirken gut. Die Speichen der Räder sind zu grob, doch ist dies bei vielen Modellen bis zum heutigen Tag der Fall. Die Klarsichtteile beschränken sich auf die kleine, ordentlich gegossene Frontscheibe. Die Reifen sind recht anständig gegossen, enthalten jedoch auf der Seite keine weitere Kennzeichnung.

Der kleine ordentliche Decalbogen enthält unter anderem Kennzeichen und die Startnummer 29.

Die Bauanleitung ist farbig und übersichtlich. Farbangaben beziehen sich auf die Revell-Farbpalette.

Fazit: Eine schöne Wiederauflage eines alten Modells. Revell stuft es als „Level 5“ ein. Dies leuchtet angesichts der geringen Teileanzahl nicht so recht ein. So schwierig sollte der Bau nicht sein. Man kann kein Modell erwarten, das mit Hilfe der neuesten Gußtechnik gefertigt wurde. Schlecht waren die Matchbox-Modelle aber nicht und auch dieses Modell zeigt keine gravierenden Schwächen. Wer Oldtimer-Modell in 1/32 mag, kann zugreifen.

BK, Mai 2026

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