Vorbild: Passend zum 90. Jahrestag des Beginns des Spanischen Bürgerkrieges 1936 erscheint diese frühe Bf 109. Sie dürfte eines der wenigen Muster sein, das praktisch noch im Prototypen- bzw. Vorserienstadium in Kampfeinsätze geschickt wurde. Erstflug war im Mai 1935. Nach erfolgreichem Test mit dem Jumo 210A wurden davon zehn Maschinen als Bf 109B in Auftrag gegeben. Im Dezember 1936 lieferte man vorab drei V-Muster nach Spanien. Ab März 1937 erhielt die Legion Condor die ersten Serienflugzeuge.

Bausatz: Nach seiner gelungenen Bf 109G Modellserie legte AZ Ende letzten Jahres die Einstiegsausführungen des Jägers vor. Die aus einer neuen Form stammenden Gussäste decken die Versionen A, B, C und D ab. Die gut gestaltete Faltschachtel enthält zwei graue Äste mit 56 Teilen, ein „super clear canopy“, Abziehbilder und Masken. Letztere führen zur Einstufung des Kits als „Premium“.

Alle Teile sind sauber abgespritzt und mit klaren detaillierten Gravuren versehen. Die Rumpfinnenwände zeigen erhabene Details für die Cockpitgestaltung. Die Teileanzahl dafür ist überschaubar. Für das Instrumentenbrett gibt es Decals, ebenso wie Gurte für den Sitz.

Durch die einteilige Tragflächenunterseite erhält man gleich den richtigen Einbauwinkel. Bei den Flächen ist bei der Versionswahl einiges zu beachten. Die Hinterkanten sind scharf, gleiches trifft auf die Ruder zu.

Propeller. Auspuffteile und Waffen liegen mehrfach vor. Hier liefert der Bauplan die entsprechenden Wahlmöglichkeiten.

Anleitung/ Bemalung: Die schlichte s/w Anleitung führt in 18 Schritten zum Ziel. Sie ist für alle Modelle von A bis D identisch. Es gibt sauber gedruckte Abziehbilder für zwei Maschinen der Legion Condor und eine der Franco-Luftstreitkräfte. Dazu kommt ein kleiner Bogen mit frühen Wartungs- und Sicherheitshinweisen.

Farbzeichnungen befinden sich auf der Kartonrückseite, die Farbangaben erfolgen in RLM und Humbrol. Ein kleiner Maskenbogen erleichtert die Bemalung von Cockpit und Rädern.

Fazit: Diese frühe Bf 109 ersetzt alle bisher erschienenen Modelle. Hellers 1978er Modell hat einen groben Formfehler im Motorbereich, und die anderen Mitbewerber fielen eher durch eine schlichte Detaillierung auf.

Jürgen Willisch, Potsdam (Februar 2026)

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