Vorbild: Die Saab 91 Safir wurde 1944/45 von Anders J. Andersson konstruiert. Am 20. November 1945 erfolgte der Erstflug mit einem de Havilland Gipsy Major IC und Zweiblatt-Propeller. Der Prototyp wurde später mehrmals umgebaut und für die Erprobung von Flügelformen benutzt.

Die erste Serienvariante war die A mit einem de Havilland Gipsy Major 10 mit 147 PS. Der Nachfolger, die Safir B, erhielt einen Lycoming O-435A und flog am 18. Januar 1949 erstmals. Ebenso erfolgte eine Änderung des Rumpfbugs und der Cockpitverglasung. Alle waren Dreisitzer.

Die Saab 91C war ein Viersitzer und in den Tragflächen wurden Kraftstoffbehälter eingebaut. Dadurch entfiel der Rumpftank. Ihr folgte 1957 die D-Variante. Diese erschien 1957. Bis zum Juli 1966 wurden 323 Exemplare zumeist mit Zweiblatt-Propeller gebaut. Die Lieferung erfolgte in 21 Länder und an insgesamt sechs Luftstreitkräfte.

Bausatz: KP geht hier in Konkurrenz zum Hellerbausatz. Die attraktive Faltschachtel enthält einen grauen Gussast mit 36 Teilen, ein Glasteil, Abziehbilder und die Anleitung.

Die Teile haben feine erhabene und versenkte Strukturen. Der Guss ist an einigen Stellen unsauber. Auch sind einige Angüsse sehr arbeitsaufwändig gemacht. Das Cockpit ist mit ca. acht Teilen spartanisch ausgestattet. Für die Sitze gibt es Gurte. Das Instrumentenbrett hat erhabene Strukturen und muss bemalt werden. Dafür wäre ein Abziehbild zeitgemäß.

Zahlreiche Austauschteile ermöglichen die Wahl zwischen verschiedenen Ausstattungsvarianten. Die Tragfläche ist einteilig, wodurch der richtige Einbauwinkel vorgegeben wird. Diese und die anderen Steuerflächen haben scharfe Hinterkanten.

Als Buggewicht werden 15 g angegeben. Das ist eine Menge Blei für den kleinen Bugraum, zumal dieser noch eine Motorattrappe enthält. Es gibt zwei Hauptfahrwerkräder als Alternativteil. Das Bugfahrwerk besteht aus einem Bauteil.

Die einteilige Verglasung der Safir ist klar und gewährt einen guten Einblick in das Cockpit.

Anleitung/Bemalung: Die KP typische s/w Anleitung führt in 12 Schritten zum Ziel. Die Wahlmöglichkeiten sind gut dargestellt.

Der sauber gedruckte Decalbogen ermöglicht die Dekoration von Maschinen der finnischen, schwedischen und norwegischen Luftstreitkräfte. Alle Abziehbilder haben einen großen klaren Rand. Die schwarzen Streifen der schwedischen Safir sind als ein Stück gedruckt.

Fazit: Ein interessanter Bausatz von Kovozavody Prostejov einer wenig beachteten Maschine, den es entsprechend der KP-Philosophie in mehreren unterschiedlichen Schachteln gibt. Obwohl mit modernerem Desigen und etwas mehr an Teilen, ist er keine Ablösung des Hellerbausatzes. Diese punktet vor allem durch die einfachere Montage und die elegantere Lösung bei der Tragfläche.

Jürgen Willisch, Potsdam (März 2026)

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