Vorbild: Am 25. Juni 1950 begann der Konflikt um die koreanische Halbinsel. Anfänglich kamen vor allem Veteranen des zweiten Weltkriegs zum Einsatz wie die North American P-51D Mustang. So wurden 79 Mustangs von der Nationalgarde abgerufen und nach Korea verschifft. Auf dem Flugzeugträger U.S.S. Boxer kamen ebenfalls 145 Maschinen nach Südkorea. Von Beginn an wurden koreanische Piloten für den Kampfeinsatz der Mustang ausgebildet. Auch Piloten der südafrikanischen und australischen Luftwaffen flogen sie unter UN-Mandat. Immer öfter trafen sie auf den sowjetischen Düsenjäger MiG-15, womit die Tage der Kolbenmotor-Jäger praktisch gezählt waren.

Bausatz: In dem prall gefüllten großen Karton befinden sich zwei komplette Bausätze der P-51D Mustang in zwei unterschiedlichen Varianten. Zum einen der bekannte Jagdbomber, zum anderen der Foto-Aufklärer RF-51D-25. Die Verarbeitung der Modelle ist traumhaft. Natürlich sind zwei Sets von teils farbig gestaltenden Messingteilen dem Bausatz beigefügt. Sie sind für die Aufwertung des Cockpits gedacht, aber auch für weitere Detaillierungen: z.B. am Rumpf und den Steuerflächen. Eine biegsame Schablone für eine Änderung am Hinterrumpf der Version A ist ebenfalls auf der Platine vorhanden. Wer doch Probleme mit dem Umgang der Teile bekommt, kann einfach neutrale Armaturenteile benutzen und diese mit den vorhanden Decals versehen. Auch Abdeckmasken für die Kabinen und die Räder sind vorhanden. Beginnen wir mit dem Besatzungsraum: dieser ist mit allem Zubehör bereits ein eigenständiges kleines Modell. Die Fahrwerksschächte bieten denselben hohen Standard an Details.

Die gesamte Oberflächendetaillierung der Zelle – also von Rumpf, Flügel und Leitwerk – ist kaum noch zu übertreffen. Negative Gravuren wechseln sich ab mit feinsten versenkten Nieten. Nirgendwo gibt es Sinkstellen. Sämtliche Ruder, sei es an den Leitwerken oder an den Tragflächen, liegen separat bei. Das gilt auch für die Landeklappen. Einzig bei den Abgasrohren muss man sich mit dem Vollguss zufrieden geben. Jedoch sind sie aber auch in mehreren Ausführungen vorhanden. Das trifft auch auf andere Teile zu. Seien es die Radkappen oder auch die unterschiedliche Bewaffnung in den Flügeln. Auch der Besatzungsraum hat kleine Unterschiede in seiner Bestückung. auf die zu achten ist. Und selbst der Schacht für das Heckrad ist ein kleines Modell. Als nächstes ist die Anbringung der verschieden Luftschrauben zu beachten.

Für die externe Bewaffnung gibt es zwei unterschiedliche Zusatztanks, Bomben und Raketen. Der Aufklärer hat eine etwas abgespeckte interne Bewaffnung. Unter den Flächen dürfte die Maschine mit Zusatztanks bestückt sein. Eine Kamera für das Rumpfinnere ist nicht vorgesehen.

Die ebenfalls zweimal vorhandenen Teile für die Kabinen sind dünn und schlierenfrei.

Anleitung/Bemalung: Das dicke Heft der Bauanleitung bietet neben zwei Seiten des historischen Hintergrundes mit Fotos in englischer Sprache, auch die Farbrisse mit Einsatzprofil der zehn verschiedenen Flugzeuge. Neben sieben USAF Mustangs sind auch Südafrika, Australien und Südkorea vertreten. Alles genau zu beschreiben, würde den Bericht sprengen. Alle Maschinen flogen in Aluminium. Unterschiedliche Farbmarkierungen in blau, rot oder gelb sind an den Flügelenden und dem Leitwerk versehen.

Drei Decalbogen höchster Qualität vervollständigen diesen tollen Bausatz. Das Anbringen von hunderten Wartungshinweisen dürfte die Grenzen der Geduld sprengen. Die amerikanischen Maschinen haben meistens eine individuelle Markierung am Bug. Am bekanntesten ist wohl das Flugzeug mit dem Haifischmaul am Bug.

Fazit: Diese Mustang in 1/48 ist wohl nicht mehr zu toppen.

H.J. Bauer, Berlin (Mai 2022)

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