Geschichte: Bei der F-6 handelt es sich um die Aufklärer-Version der P-51D, 136 in Dallas gebaut, später FP-51D, ab 1948 RF-51D. Umbau einiger Flugzeuge zu zweisitzigen TRF-51D. Sie besaß zwei K-24 Kameras, eine vertikal im Rumpf hinter dem Kühler und eine Schrägkamera darüber. Einsätze flogen die F-6D in Europa und im Pazifik.

Quellen:
Wikipedia. North American P-51. https://de.wikipedia.org/wiki/North_American_P-51
Pacificwrecks. North American P-51 Mustang. https://pacificwrecks.com/aircraft/p-51/tech.html

Set: Das vorliegende Set aus fünf hellgrauen, acht mittelgrauen und vier schwarzen 3D-gedruckten Teilen in drei kleinen Klarsichtbeuteln sowie einem kleinen Ätzteilerahmen ist zur Darstellung der Kameraanlage im hinteren Rumpf gedacht. Es bezieht sich dabei auf den Eduard-Kit 82103 North American F-6D/K, der bereits die erforderlichen Rumpföffnungen und Verglasungen für den Kameraeinbau bietet. Die Hauptteile stellen die Rumpfspanten und Montagerahmen für die Kameras dar, die Ätzteile sind für die Längsstreben und kleine Rahmen gedacht. Drei Kameras samt der Verkabelung können dargestellt werden, aber Eduard bietet sie nur als Alternativen A, B oder C an – A für die senkrechte, C für die schräg nach Backbord montierte und B für eine kleinere Kamera, deren Objektiv ebenfalls nach Backbord wies. Es ist nicht klar, ob man auch mehrere Kameras gleichzeitig einbauen kann. Hier benötigt man wohl mehr Vorbildinformationen.   

Die benötigte Chirurgie hält sich in Grenzen: so muss auf dem Steuerbord-Rumpfrücken eine kleine Wartungsklappe ausgesägt werden und von unten eine Klappe unter der Kamerainstallation geöffnet sowie ein Stück des Spornradkasten abgeschliffen werden.

Fazit: Dieser Kit von Eduard bietet zusätzlich zum hervorragenden Ausgangsbausatz noch einen eigenen Blickpunkt, der das Modell des amerikanischen Aufklärers stark aufwerten kann. Kein ganz einfach zu verwendendes Set, aber bei etwas Erfahrung im Umgang mit Teilen aus dem 3D-Drucker unbedingt zu empfehlen.

Utz Schißau, Berlin (Mai 2026)

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