Vorbild: Im Zweiten Weltkrieg wurde die Bedrohung durch feindliche Tiefflieger gegen 1944 für deutsche Panzer und Panzergrenadiereinheiten immer größer, sodass schnell eine Lösung gefunden werden musste. Das MG 151 wurde ursprünglich als Bordwaffe für Jagdflugzeuge entwickelt und war in großen Mengen verfügbar. Besonders die 20-mm-Minenmunition eignete sich hervorragend zur Bekämpfung von Flugzeugen. Daher montierte man das MG 151 auf speziellen Lafetten als Drillingsaufbau, welcher auf verschiedene Fahrzeuge gesetzt werden konnte. Hauptsächlich wurde das System jedoch auf dem Sd.Kfz. 251/21 eingesetzt.

Durch seine hohe Feuerrate war das System durchaus effektiv und konnte neben Luftzielen auch erfolgreich gegen Bodenziele eingesetzt werden. Gegen Kriegsende konnte jedoch selbst diese Bewaffnung die alliierte Luftüberlegenheit kaum noch entscheidend beeinflussen.

Bausatz: Wie gewohnt von MiniArt kommt dieser Bausatz in einem sehr stabilen Stülpkarton mit ansprechend gestaltetem Deckelbild. Im Inneren findet man alles, was man für den Bau des MG 151/20 Drilling benötigt. Die Bausatzform stammt aus dem Jahr 2024 und bietet einiges, was eine moderne Form interessant macht. So sind die Läufe einteilig gegossen und bereits innen hohl dargestellt, wodurch man auf gedrehte Metallrohre getrost verzichten kann.

Auch sonst sollte sich das Modell „out of the box“ gut bauen lassen und bietet für ein doch recht kleines Set einiges an Abwechslung. Man kann die Lafette mit oder ohne Schild bauen oder die Munitionskisten unterschiedlich kennzeichnen.

Die Qualität des Gusses ist ordentlich, setzt jedoch keinen neuen Maßstab, muss sie aber auch nicht. Es ist ein nettes kleines Set, das es ohne MiniArt so vermutlich nicht geben würde. Dafür gibt es definitiv einen Daumen nach oben.

Fehler im Guss sucht man vergebens. Insgesamt erhält man sechs Gussrahmen, wovon drei allein für die Holzkisten vorgesehen sind.

Eine kleine Platine PE-Teile liegt ebenfalls bei, welche z.B. das Zielvisier beinhaltet.

Bemalung: Man bekommt ganze vier Bemalungsvorschläge, andere Hersteller schaffen teilweise nicht einmal zwei bei deutlich größeren Sets. Eine Angabe zu möglichen Einheiten, welche diese Lackierungen eingesetzt haben, erhält man zwar nicht, jedoch bekommt man zumindest eine grobe geografische sowie zeitliche Einordnung.

Auf jeweils einer Seite der Anleitung gibt es eine sehr schöne farbliche Darstellung des jeweiligen Vorschlags aus vier Ansichten. Auf einer separaten Seite werden zusätzlich noch die Munitionskisten gezeigt, welche wahlweise mit Decals für panzerbrechende oder Sprengmunition versehen werden können.

Die Decals werden von Cartograf gedruckt, was eigentlich für beste Qualität steht. In diesem Fall muss ich jedoch sagen, dass ich schon Besseres gesehen habe. Die Decals sind dafür, dass sie im Maßstab 1/35 gehalten sind, doch recht unsauber gedruckt. Teilweise wirkt die Schrift abgebrochen und ist kaum lesbar.

Anleitung: In einem kleinen Heftchen werden alle 18 Bauabschnitte auf nur drei Seiten „gequetscht“. Hat man sich jedoch erst einmal etwas damit befasst, kommt man gut zurecht. Die Bauschritte sind klar dargestellt und sollten kein Problem darstellen.



Fazit: Für ca. 15 € bekommt man ein interessantes Set, das für viele Dioramen ein wirklich schönes Add-on ist. Hier kann man eigentlich nichts falsch machen, also eine klare Kaufempfehlung.

Florian Schuster, Berlin (Mai 2026)

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