X-Scale B737-200

Vorbild:

Die Entwicklung der B737 begann in den 60ziger Jahren um einen Kurz-und Mittelstreckenjet für kleinere Passagierzahlen auf den Markt zu bringen. Auf Basis der B707 und B727 wurde in Zusammenarbeit mit der Lufthansa Konzepte erarbeitet, die dann in der B737-100 mündeten und deren Erstflug am 9. April 1967 stattfand. Lufthansa übernahm das erste Flugzeug am 04. Februar 1968, das innerhalb der Flotte als „Cityjet“ bezeichnet. Die Variante B737-200 folge schnell, sie wurde zunächst für den amerikamischen Markt optimiert und erhielt einen etwas längeren Rumpf.
Der Erstflug der B737-200 fand am 08. August 1967 statt, die Indienststellung bei United Airlines am 10. Februar 1968. Delta Airlines bekam Ihre erste B737-200 im Dezember 1982.

Es folgten dann sehr viele Varianten der Boeing737, auch unter dem Druck des Airbus A320 und A320NEO. Die neusten Varianten firmieren und B737MAXX. Eine Variante, die übelst in Verruf gerat ist und wohl das Ende der Entwicklungs-Fahnenstange für die B737 sein dürfte.

Bausatz:

Es handelt sich um einen üblichen Spitzgussbausatz in grauem Plastik, hier als Niederdruckbausatz, mit der üblichen Aufteilung von Rumpfschalen, Tragflächen und Triebwerken.
Die Variante mit den Fensterglasstreifen entspricht der Technik, die schon bei Modellen von BPK und CRM Anwendung fanden. Man hat die Wahl diese einzuschleifen und Decals zu verwenden, oder man schneidet das Plastik des Rumpfes heraus und hat dann einen durchsichtigen Effekt. Mit den beiliegenden Fenstermasken kann man dann die Fenster einzeln abdecken für den Lackiervorgang.
Es gibt als Plastikalternative auch 3D-Druck Triebwerksschaufeln. Erstmals, zumindest soweit ich den Markt kenne, hat man in diesen kleinen Triebwerken auch den „Durchblick“. Schönes Detail.

Decal und Bauanleitung:

Die Bauanleitung ist bunt, zeigt übersichtlich aber knapp alles notwendige für den Bau des Modells.
Missverständlich finde ich die Darstellung der Alternativen für die Triebwerksschaufeln.

Die Decals zeigen die Auslieferungsvariante für Delta Airlines. Sie enthalten alle farblich wichtigen Aufkleber. Stencils besorgt man sich dann auf dem „Aftermarkt“. Der Fensterstreifen ist für offene Fenster gestaltet, das könnte klappen. Masken für das Cockpit und die Kabinenfenster liegen bei. Netterweise hat der Hersteller auch eine Maske für die schwarze Nase mit beigefügt. Auch schön.

Persönliche Schlussbemerkung:

Der ukrainische Hersteller X-Scale erweitert zusehends sein Programm um klassische Airliner. Und eine ordentliche B737-200 fehlte schon lange.
Airfix begann 1969 den Reigen, dann folge lange nichts.
Eastern Express aus Russland entwickelte dann eine B737-100 und -200, deren Ähnlichkeit mit der von Airfix nicht zu leugnen war, wenn auch gut geupdatet, wie man neudeutsch so sagt.
In Resin kam Authentic Airliner dann mit einer wirklich schönen B737-200 heraus.
Als Plastikmodell ist das Modell von X-Scale die erste echte Neuentwicklung. Die Ähnlichkeit bei diesem Modell mit den B727 von CRM ist sicher nicht zufällig.
Decals für alle möglichen Fluggesellschaften gibt es schon. Viele Hersteller passen gerade diese für das neue Modell von X-Scale an. Ich bin auf den Bau sehr gespannt.

Der Bausatz kann bei X-Scale direkt oder einigen Onlinehändlern bezogen werden.
Boeing 737-200 bei X-Scale

Viel Spaß beim Basteln!
Uwe Damaschek im Mai 2026

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