Das Original: Die Standardversion des luftverladbaren „Wolf“ wurde erstmalig 1988 von der Bundeswehr beschafft, um den „Iltis“ von VW abzulösen. Dieser Geländewagen, mit einer Nutzlast von 0,5 t, ist eine Sonderentwicklung der G-Klasse von Mercedes-Benz. Inzwischen zur 3. Fahrzeuggeneration der Bundeswehr gehörend, ist der „Wolf“ höchst geländegängig und flexibel in allen Truppenteilen einsetzbar. Der Wolf mit kurzem Radstand ist sowohl in der Transall C-160 als auch dem Transporthubschrauber CH-53G/GS luftverladbar. Auch bei anderen Streitkräften ist der „Wolf“ im Einsatz, so z.B. mit nur geringen Unterschieden als Puch G im Österreichischen Bundesheer. Insgesamt wurden bis heute fast 200000 Exemplare hergestellt.
Er zeichnet sich im Gelände durch seinen zu- und abschaltbaren Allradantrieb, Geländeuntersetzung und Differentialsperre aus, so dass er auch in Auslandseinsätzen ein zuverlässiges Fortbewegungsmittel ist. Mittlerweile sind auch Modelle beschafft worden, die sich durch Rüstsätze, Radstände, Motoren und Aufbauten unterscheiden. Standartmäßig angetrieben wird der Wolf von einem Mercedes-Benz OM 602 Dieselmotor mit 68 kW/92 PS, der eine Höchstgeschwindigkeit von ca. 123 km/h und eine Reichweite von 600km erlaubt.
Der Bausatz: Revell hat diesen Bausatz bereits 2008 erstmals unter der Nummer 03069 mit einem identischen Verpackungsbild auf den Markt gebracht. Dieser verschwand dann irgendwann jedoch wieder, bis 2016 dieses Modell in einer „Limited Production“ bei MBK Models unter der Nummer 35069 angeboten wurde. Nun kommt dieser Bausatz jedoch wieder direkt von Revell als Neuauflage auf unsere Basteltische.

Nach dem Öffnen des Laschenkartons, kommen folgende Bauteile ans Licht:
- 3 Spritzlinge aus grauem Polystyrol
- 1 Spritzling aus klarem Polystyrol
- 5 Vinylreifen
- 1 Antenne aus Metalldraht
- 1 Decalbogen
- Bauanleitung
Die Details der einzelnen Bauteile sind wirklich sehr schön umgesetzt worden. Auswerfer bzw. Sinkstellen finden sich nur an später nicht mehr sichtbaren Stellen des fertigen Modells.


Der Spritzling A enthält den Rahmen sowie die Teile für das Fahrgestell. Hier gefällt besonders die gelungene Umsetzung der Felgen, welche sogar die Radschrauben sowie den markanten Stern aufweisen. Hier ist auch daran gedacht worden die Lenkung beweglich darzustellen, damit das Modell nicht so statisch wirkt und sich besser in Szene setzten lässt.

Auf dem Spritzling B befinden sich die Teile der Innenausstattung und die Bodenplatte des Aufbaus. Hier sind dann, wie bereits erwähnt, einige Sinkstellen vorhanden die später jedoch nicht mehr zu sehen sind.


Auf dem Spritzling C finden sich neben den Seitenteile des Aufbaues auch zwei verschiedene Frontmasken mit dem Kühlergrill, die neben der Deutschen Ausführung auch einen Lizenzbau der Steyer/Puch Werke des Österreichischen Bundesheeres darstellbar macht. Beachtenswert ist hier auch das sogar die Scheinwerferbirnen in den Reflektoren vorhanden sind. Gerade solche kleinen Details wissen zu gefallen. Der Wolf kann sowohl offen als auch mit einem Verdeck gebaut werden, das gut umgesetzt ist. Leider wirkt die Planenabdeckung für das Reserverad sehr strukturlos und sollte entweder überarbeit oder auch einfach weggelassen werden.


Der klare Spritzling D enhält die Verglasung, welche absolut klar und streifenfrei gefertigt wurde. Revell hat sogar die Riffelung in den Scheinwerfergläsern umgesetzt, was die Detailierung noch zusätzlich erhöht. Die beiligenden Vynilreifen besitzen zwar ein gutes Stollenprofil, jedoch leider keinerlei weiterer Markierungen auf den Flanken.
Bemalung: Der beiligende Dacalbogen ist sauber und durchgehend randscharf umgesetzt worden. Neben vielen feinsten Typschildern und Armaturen, sind Markierungen für vier verschiedene Versionen bzw. Einsatzgebiete dieses Fahrzeuges darstellbar. Wer ein spezielles Kennzeichen wünscht, kann sich dieses hier sogar mit einzelnen Ziffern selbst gestallten.



Bis auf die Version des Österreichischen Bundesheeres in einem klassischem Nato Oliv, besitzen alle anderen Ausführungen das gleiche Tarnschema in Bronzegrün, Lederbraun und Teerschwarz, ausschlieslich aus dem hauseigenem Revell Farbsortiment.
Fazit: Mit seiner gut und sehr einfach aufgebauten Bauanleitung erhält man nach insgesamt 33 Baustufen ein wirklich feines Modell dieses klassischen Geländewagens, der inzwischen seit rund 38 Jahren nicht nur bei der Bundeswehr im Einsatz ist und mit diesem hervorragenem Bausatz eine gute Würdigung erhält.

Für die sehr gute Detailierung und Umsetzung sowie einem verhältnismäßig günstigen Kaufpreis, gibt es dafür eine klare Kaufempfehlung. Revell hat hier wirklich einen guten Job gemacht und ein feines Modell abgeliefert.
Sehr Empfehlenswert++
Reiner Janick, Berlin (März 2026)

