Das Vorbild: Informationen zum Original sind im entsprechenden First Look hier zu finden.
Das Bauprojekt: Wie bereits in der Beschreibung des Bausatzes angemerkt, hat mich die Detaillierung und das Design so positiv beeindruckt, dass ich das Modell unbedingt bauen musste. Nach dem Studium des Panzer-Tract Heftes, in dem man einige sehr gute Fotos vom Original finden kann und natürlich auch perfekte Maßstabszeichnungen vom VK 16.01, ging es dann los mit dem Bau des Modells
Verwendete Artikel:
- Flyhawk, Pz.Kpfw. II Ausf. J (VK 16.01), 3005
- CMK, Figur

An dieser Stelle will ich nochmals die beiden wirklich sehr schön gemachten Hauptteile, bestehend aus Turm und Wanne, zeigen. Neben der Tatsache, dass alles perfekt mit dem Original übereinstimmt, muss der Modellbauer sich hier auch nicht damit beschäftigen die Einzelteile fugengenau zusammen zu kleben. Darüber hinaus liegt aber noch ein kleiner Bogen mit Ätzteilen bei, der es in sich hat, was eine optionale Superdetaillierung betrifft. Dies betrifft in erster Linie die maßstabsgetreue Darstellung der Halterungen für die Kettenabdeckbleche und die Hebehaken, die am Turm anzubringen sind. Im Fall der Hebehaken liegen alternativ auch entsprechende Plastikteile für diejenigen, die ihre Augen schonen wollen bei.



Nach dem Zusammenbau entsprechend den Vorgaben des Bauplanes habe ich mit einem scharfen Bastelmesser noch die Schweissnähte an den Turmkanten entsprechend den Fotos vom Original ergänzt und das eher schlichte 2cm Kanonenrohr durch ein Metallrohr von Aber ausgetauscht. Eine weitere Änderung betrifft die auf dem Kettenabdeckblech angebrachte Staukiste. Nach Abgleich mit den Originalaufnehmen ist die Orientierung in Bezug auf die Scharniere im Bauplan nicht korrekt, was aber problemlos angepasst werden konnte. Man muss die Kiste nur um 180° gedreht ankleben. Die filigranen Link-and Length Ketten waren auch vergleichsweise schnell zusammengefügt und passen perfekt auf das Zahnrad und um die Laufwerksteile. An dieser Stelle nochmals ein großes Lob an Flyhawk. Viel besser kann man es nicht machen.



Es folgte eine Waschprozedur in lauwarmem Wasser (mit etwas Spülmittel) wonach die Teile einen ersten Farbauftrag mit leicht aufgehelltem Panzergrau von Tamiya erhielten. Einige Bereiche wurden anschließend noch mit weiter aufgehellter Farbe behandelt, wodurch das Modell noch dreidimensionaler wirkt. Die Ketten erhielten einen Anstrich in braunschwarzer Farbe (Vallejo Schwarz + Braun) mit dem Pinsel. Ebenso habe ich die Gummibandagen um die Laufräder mit dem Pinsel bemalt, wobei hier Rubber Black von Tamiya zum Einsatz kam.


Nach der obligatorischen Versiegelung mit Future und einer Trockenzeit von 24 Stunden, konnte ich die Decals anbringen. Hier war nicht viel zu tun, denn es handelt sich lediglich um die drei Balkenkreuze, die an den Seiten und am Heck anzubringen sind und dann noch die beiden Abzeichen der 13. Verstärkten Polizei-Panzer-Kompanie.
Nach der Bemalung der Werkzeuge und dem Anbringen der Funkantenne aus gezogenem Gussast folgte eine abschließende Versiegelung mit transparentem Mattlack.



Bevor es mit der Alterung weiterging, habe ich noch nach einer passenden Figur gesucht, die ich in der Panzerkuppel platzieren wollte. In meiner Restekiste fand sich eine Figur von CMK, der ich mit Magic Sculp, und Plastikmaterial noch ein Panzerschiffchen und eine Head-Set verpasste.



Weiter ging es dann mit Washings, Pin-Washes und Dry-Brushing, um dem Fahrzeug ein gebrauchtes Aussehen zu verleihen
Im unteren Bereich der Fahrzeugwanne und am Laufwerk habe ich dann noch mit Pastellkreide und der Airbrush Staubspuren ergänzt.



Um das Ganze noch angemessen präsentieren zu können, entschloss ich mich wieder zum Bau einer kleinen Vignette. Der Untergrund besteht dabei aus Magic Sculp, feinem Sand, Steinchen, Gras von Mininatur und einem kleinen Teil von einem Ast, der als Baumstamm inklusive Wurzeln in die Szenerie integriert wurde. Die Bemalung erfolgte mit diversen Farbtönen von Tamiya und mehreren Washings mit Ölfarben.



Fazit: Auch dieses kleine Bauprojekt verlief völlig problemlos und beweist, dass man mit einem perfekten Design auch im Maßstab 1:72 wirklich tolle Modelle bauen kann. Mich hat das Ganze so begeistert, dass mit Sicherheit noch weitere Bausätze von Flyhawk auf meinem Basteltisch wandern werden.
Gert Brandl, Berlin (Mai 2026)

