Vorbild: Die Kunstflugstaffel “Blue Angels” der Navy und Marine Corps der USA ist eine der bekanntesten der Welt. Sie wurde 1946 gegründet und tritt heute jedes Jahr vor über 8 Millionen Zuschauern bei Air Shows auf. Vier Flugzeuge der Blue Angels bleiben während der Flugshow meistens in verschiedenen Formationen zusammen, die anderen beiden fliegen als Solo-Maschinen auch Einzelmanöver oder in spektakulärer Weise auf die anderen zu. Stationiert sind die Blues Angels auf der Naval Air Station Pensacola in Florida und unterstehen dem für die Ausbildung von Piloten zuständigen Kommandobereich der US Navy. Seit 2021 treten die „Blue Angels“ mit der Boeing F/A-18E/F Super Hornet auf. (Luftfahrtlexikon)

Bausatz: Das Set enthält zwei alte Bekannte: die F/A-18E Hornet von Revell (2009) und die F6F-5 Hellcat von Eduard (2011). Neben den Bausätzen enthält der Klappkarton Klebstoff, Farben, Abziehbilder und die Bauanleitung.

Für die F-18E gibt es fünf graue Gussäste mit über 100 Teilen, von denen aber nur 60 gebraucht werden, sowie drei Glasteile.

Guss und Gravuren sind sauber und klar ausgeführt. Das Cockpit besteht aus sieben Teilen. Die Sitzgurte sind aufgeprägt und für die Instrumente gibt es Abziehbilder.

Wie bei diesen Flugzeugtypen üblich ist der Rumpf in Ober- und Unterhälfte geteilt. Da die Tragflächen Bestandteil dieser Teile sind, gibt es glatte Übergänge, die die Form der F-18 ohne Stufe wiedergeben. Lufteinläufe und Schubdüsen haben eine realistische Tiefe, die durch die entsprechenden Triebwerksteile betont wird. Das Höhenleitwerk ist beweglich, während alle anderen Steuerflächen angegossen sind. Alle haben scharfe Hinterkanten. Die Fahrwerkklappen liegen für die geschlossene Ausführung bei. Wer das Fahrwerk ausgefahren darstellen möchte, muss diese an den Trennlinien zerschneiden.

Das umfangreiche Waffenset wandert in die Restekiste.

Die F6F-5 besteht aus drei dunkelgrauen Spritzlingen mit 70 Teilen und einem klaren Spritzgussrahmen mit acht Teilen. Einige Teile sind für andere Versionen bestimmt und wandern in die Restekiste.

Alle Teile sind sauber gespritzt und haben feine versenkte Strukturen und Details. Das schön detaillierte Cockpit entsteht aus acht Teilen. Die Instrumentenbretter werden durch acht Abziehbilder vervollständigt. Bei Revell fehlen leider die bei Eduard vorhandenen Sitzgurte.

Die Fahrwerksschächte in den Tragflächenunterseiten sind schön detailliert. Für die MG-Bewaffnung gibt es ein separates Bauteil. Der Aufbau Der Tragfläche sorgt für scharfe Hinterkanten. Das Fahrwerk ist ausreichend detailliert. Die Verkabelung des achtteiligen Motors muss man selbst ergänzen. Die alternativen Motorhauben wandern ebenso wie die Abwurfwaffen in die Restekiste.

Anleitung/Bemalung: Die Anleitung erscheint mir noch klarer als bisher üblich. Sie führt bei der Hellcat in 14 und bei der Hornet in 38 Schritten zum Ziel.

Die sauber fast randlos gedruckten Abziehbilder liefern Material für sechs F-18 und drei F6F der Blue Angels. Diese unterscheiden sich nur in der Bordnummer.

Mit den sechs wichtigsten hauseigenen Farben können die Modelle gestaltet werden. Ich hätte mir allerdings wenigstens noch die Zugabe einer der Metallfarben gewünscht.

Fazit: Die beiden sehr guten Bausätze sind z.Z. nicht einzeln zu haben. Es ist ein gutes, wenn auch nicht unbedingt preiswertes Angebot.

Jürgen Willisch, Potsdam (Juni 2026)

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