wieder eine konsequente Erweiterung der Modell Palette von Miniart
Die Firma Miniart hat ihren Fuhrpark erweitert. Die Serie des hervorragend gelungenen Panzerspähwagen wurde um eine weitere Variante vervollständigt.
Es scheint wohl der Trend bei Miniart und auch bei ICM zu sein, alle Varianten eine Fahrzeuges mit vorhandenen Zubehör-Bausätzen zu kombinieren. So kann man in kurzen Abständen immer wieder einen „neuen“ Bausatz auf dem Modellbaumarkt herausbringen.
Aber das soll hier kein Klagen sein, denn jeder Bausatz von Miniart ist eine absolute Augenweide. Die Qualität ist auf einem sehr hohen Niveau.
Die hier nun vorgestellte Variante ist bereits der elfte Bausatz. Die erste Bausatz wurde bereits vor zwei Jahren ausgeliefert. Nicht zu vergessen sollte man dabei, dass auch andere Top-Bausatzhersteller hervorragende Modelle dieses Fahrzeugtyps anbieten.
Wir Modellbauer können uns also über eine große Auswahl freuen.
Zum Original
In Deutschland wurde bereits kurz nach dem ersten Weltkrieg mit der Entwicklung von schweren Radpanzerfahrzeugen begonnen. Es war eine Besonderheit, da die Entwicklung und Erprobung dieser Fahrzeuge nicht in die Beschränkung des Versailler Vertrages fielen.
Die wichtigsten Merkmale dieses Fahrzeuges war, dass alle acht Räder angetrieben wurden und auch alle acht Räder gelenkt werden konnten, Monocoque-Bauweise. Als Motor wurde ein bewährter zwölf Zylindermotor von Tatra eingebaut.
Zum Bausatz
Nach dem Öffnen der Verpackung ist der erste Eindruck wie immer super. Das Modell präsentiert sich in einem für Miniart typischen Karton. Das Deckbild wurde wieder Klasse dargestellt.





Der Bausatz präsentiert sich wie folgt.
Es gibt 22 Spritzrahmen in A4, A5, A6 und sogar A7 Format. Es wurde bei den Spitzbögen der schöne graue und gut zu verarbeitende Kunststoff verwendet, den wir Modellbauer schon von Miniart gewohnt sind.




Die Spritzrahmen des Bausatzes sind alle sehr sauber gegossen und auch sehr ordentlich verpackt. Dies ist im Prinzip schon Standard bei Miniart. Absolut sauber, scharf gegossene Spritzrahmen, ohne Grat ohne Verzug, ohne Spannungen in den Rahmen.
Da das Fahrzeug offen konstruiert ist, ist ein guter Einblick ins Fahrzeuginnere gegeben. Es gibt eine komplette Inneneinrichtung für das Modell. An alles wurde gedacht. Alle Fahrzeugteile wurden dargestellt. Ein kompletter Motor, samt allen Anbauteilen. Der Fahrzeugrahmen ist wirklich ein Gedicht. Beim Verbauen und Studieren der Bauteile kann man viel über die Funktion der Bauteile die damalige Fahrzeugtechnik lernen. Einige Komponenten dieser „alten“ Fahrzeug-Technik kann man auch noch heute in modernen Baumaschinen finden.
Die Antriebseinheiten sind in zwei Seitensegmenten aufgeteilt, so das man auch alle gut einzeln lackieren kann.
Dem Bausatz liegen Spritzguss Räder bei. Das grobe Reifenprofil ist gut dargestellt.

Sehr schön für den Geldbeutel das Modellbauers, man braucht keine teuren Resinräder sich zu besorgen.
Der Decal-Bogen ist einfach aber gut gestaltet. Alles randscharf gedruckt. Die winzige Schrift auf den Warntafeln ist sogar lesbar. Das sind am fertigen Modell die kleinen Eyecatcher. So macht Modellbau Spaß.

Eine Ätzteil-Platine ist schon fast Standard. Die Platine enthält die wichtigsten Bauteile, die man am besten aus einem dünnen Blech darstellen kann. Absolut ausreichend.

Ein Bogen aus Klarplastik darf natürlich bei diesen Modell nicht fehlen. Enthalten sind die vier kleinen Scheinwerfergläser. Völlig ausreichend.

Die Bauanleitung
Die Bauanleitung ist gut und sehr übersichtlich gestaltet. Sie ist ein schwarz/weiß Druck aus 24 Seiten und in 77 sehr übersichtlichen Baustufen untergliedert.


Es gibt vier Farbgebungsvorschläge, diese sind in Hochglanz-Farbe gedruckt.



Literatur
Nuts & Bolts Nr. – Schwere Panzerspähwagen
Für mich ist diese Buch-Serie immer die Nummer Eins
Fazit
Ein schönes Wiedersehen, mit einen gut gemachten Bausatz, von Miniart.
Empfehlenswert
Holger Syring, Berlin (Juni 2026)

