Vorbild: Der Fordson N ist ein in den USA entwickelter und vor und im Zweiten Weltkrieg in Irland und Großbritannien hergestellter Traktor. Die Massenproduktion dieses Modells begann 1929 und endete 1945. Etwa 200.000 Traktoren dieses Typs wurden in dieser Zeit gebaut. Der Antrieb erfolgte durch einen Motor mit einer Leistung von 25-27 PS. Der Fordson N wurde von der Ford Motor Company als Nachfolger des Fordson Model F entwickelt. Im Vergleich zu seinem Vorgänger hatte er vor allem einen stärkeren Motor. Die Produktion des neuen Modells begann im Werk in Cork, Irland. 1933 wurde die Produktion in das neue Ford-Werk in Dagenham, Großbritannien, verlegt. Vor dem zweiten Weltkrieg wurden Traktoren dieses Typs in die USA exportiert und auf europäischen Märkten verkauft. Während des Zweiten Weltkriegs war er der beliebteste Traktor auf den britischen Inseln, der auch von den britischen Streitkräften, besonders von der RAF, eingesetzt wurde.

Bausatz:  Der Fordson-Bausatz besteht aus einer überschaubaren Teileanzahl.  Diese verteilen sich auf sechs kleine Spritzrahmen, einem Ätzteilbogen, einem kleinem Decalbogen und die Bauanleitung. Die Plastikteile sind alle sauber gespritzt. Nacharbeiten sind keine zu erwarten.  Auswurfmarkierungen, wenn vorhanden, verschwinden nach dem Zusammenbau in nicht sichtbaren Bereichen. Der Zusammenbau beginnt bei dem Traktor mit der Antriebseinheit Motor, Getriebe und Differential. Die Antriebseinheit ist sehr komplex gehalten, das heißt mehrteilig und mit einer außerordentlichen Präzision. Lediglich drei Leitungen werden in Scratchbuild-Bauweise zu dem Motor ergänzt. Die Bauanleitung liefert dazu die nötigen Informationen.  Nach dessen Fertigstellung erfolgt die Montage von Kühler und Tank. Auch hier Detaillierung pur. Besondere Augenweiden sind die feinen Fordson-Schriftzüge am Kühler sowie zum Fahrer hin am Tank der Aufdruck „Ford Motor Company Ltd. England“. Die Vorder- und Hinterräder sind mehrteilig aufgebaut. Hier sollte man mit dem Kleber sorgfältig umgehen, um das feine Profil nicht zu beschädigen. Der Reifenlieferant bei dem Traktor ist die Firma Firestone. Abschließende Montagen beziehen sich auf Lenkung mit dem Lenkgestänge. Auch hier sind die Teile in feinster Präzision gehalten. Für den weiteren Feinschliff sorgen noch PE-Teile. Allerdings werden einige Teile davon nur für bestimmte Varianten verwendet. Bei den beiliegenden Klarsichteile handelt es um die Scheinwerfergläser. Beide klar und ohne Riffelung.

Bauanleitung / Bemalung: Die 12-seitige Bauanleitung im DIN A5 Format führt durch 26 Bauabschnitte. Die meisten einzelnen Bauabschnitte werden mit sehr wenigen Teilen abgehandelt. Anspruchsvoll hingegen ist der Motorenbereich mit einigen Leitungen in Scratchbuild-Bauweise.

Bei der Bemalungsanleitung erfolgt mit vier „Painting Guides“ für drei zivile und eine militärische Variante. Bei den Farben bezieht sich MiniArt auf die Farbenhersteller Vallejo, Mr. Color, AK, Mission Modells, Ammo Mig und Tamiya. Der kleine Decalbogen ist sauber und randscharf gedruckt und ermöglichen den Bau einer der vier genannten Varianten:

• Industrial Tractor Standard N – Late 1930´s

• Industrial Tractor Standard N – United Kingdom, England Late 1930´s

• Industrial Tractor Standard N – United Kingdom, 1940´s

• British Army, Egypt Autumn 1940

Fazit: Klein und fein. Auch der siebente Fordson-Traktor aus dem Hause MiniArt macht einen souveränen Eindruck. Interessant bei dieser Version ist die Hinterachse mit den Zwillingsrädern. Preislich liegt der Traktor bei ca. 30 Euro.

Zu beziehen ist dieser Bausatz im gut sortierten Fachhandel oder im Versandhandel.

Alexander Hilbig, Berlin (Mai 2026)

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