… wieder eine konsequente Erweiterung der Modell Palette von Miniart
Die Firma Miniart hat ihren Fuhrpark erweitert. Die Serie des hervorragend gelungenen Raupen-Schleppers Ost wurde um eine weitere Variante vervollständigt.
Es scheint wohl der Trend bei Miniart und auch bei ICM zu sein, wirklich alle Varianten eine Fahrzeuges mit allen vorhandenen Zubehör-Bausätzen zu kombinieren. So kann man in kurzen Abständen immer wieder einen „neuen“ Bausatz auf dem Modellbaumarkt veröffentlichen.
Aber das soll hier kein Klagen sein, denn jeder Bausatz von Miniart ist eine absolute Augenweide. Die Qualität ist auf einen sehr hohen Niveau.
Die hier nun vorgestellte Bausatz ist bereits die zehnte Variante. Die Erste ist vor zwei Jahren an den Start gegangen. Ich denke die Qualität von den Miniart-Bausätzen ist um einiges höher, als die Bausätze von Dragon, wobei diese auch schon Top waren. Das alte Italeri-Modell hat nun auch endgültig keine Berechtigung mehr auf den Modellbaumarkt.
Zum Original
Der Raupen Schlepper Ost war ein Vollkettenfahrzeug. Er wurde speziell entwickelt für die Wehrmacht an der Ostfront. Das Fahrzeug sollte mit den sehr schwierigen Straßenverhältnissen besser zu recht kommen als die bekannten LKW Fahrzeugen, die bis dato die Truppe verwendete und sehr viele Probleme mit dem speziell im Winter aufgeweichten Böden hatten.
Die ersten Entwürfen und Produktion entstanden bei der österreichischen Firma Steyr. Später erfolgte auch bei anderen Fahrzeugherstellern die Lizenzproduktion um den Bedarf der Truppe zu decken.
Zum Bausatz
Nach dem Öffnen der Verpackung ist der erste Eindruck wie immer super. Das Modell präsentiert sich in einen Miniart typischen Karton. Das Deckelbild wurde wieder Klasse dargestellt.
Der Bausatz präsentiert sich wie folgt.



Es gibt sage und schreibe 21 Spritzrahmen im A4, A5, A6 und sogar A7 Format. Es wurde bei den Spritzbögen der schöne graue, gut zu verarbeitende Kunststoff verwendet, den wir Modellbauer schon von Miniart gewohnt sind.






Die Spritzrahmen des Bausatzes sind alle sehr sauber gegossen und auch sehr ordentlich verpackt. Dies ist im Prinzip schon Standard bei Miniart. Absolut sauber, scharf gegossene Spritzrahmen, ohne Grat ohne Verzug, ohne Spannungen in den Rahmen.
Das Modell verfügt über eine komplette Inneneinrichtung samt einen schön gestalteten Motor und allen Anbauteilen. Der Fahrzeugrahmen ist wirklich ein Gedicht. Beim Verbauen und Studieren der Bauteile kann man viel über die Funktion der Bauteile die damalige Fahrzeugtechnik lernen. Teilweise hat sich heutzutage bei einigen Komponenten in der LKW-Technik nicht viel geändert.
Die Antriebsräder und Laufrollen sind klasse dargestellt. Ich würde hier die Bauteile nicht austauschen.

Dem Bausatz liegt eine Segmentkette bei. Im Prinzip gut gelungen. Hier würde ich aber eine Metallkette von Friul bevorzugen.


Der Decal-Bogen ist einfach aber gut gestaltet. Alles randscharf gedruckt. Die winzige Schrift auf den Warntafeln ist sogar lesbar. Das sind am fertigen Modell die kleinen Eyecatcher. So macht Modellbau Spaß.

Eine Ätzteil-Platine ist schon fast Standard. Die Platine enthält die wichtigsten Bauteile, die man am besten aus einen dünnen Blech darstellen kann. Absolut ausreichend.

Ein Bogen aus Klarplastik darf natürlich bei diesen Modell nicht fehlen. Enthalten sind die vielen Fenster und die kleinen Frontscheinwerfer. Diese sind komplett aus Klarplastik dargestellt.

Die Bauanleitung
Die Bauanleitung ist gut und sehr übersichtlich gestaltet. Sie ist ein schwarz/weiß Druck aus nur 20 Seiten und in 78 sehr übersichtlichen Baustufen untergliedert.


Es gibt drei Farbgebungsvorschläge, diese sind in Hochglanz-Farbe gedruckt.



Literatur:
Allied Axis – RSO – No. 20
Nuts & Bolts – Raupenschlepper Ost – No 29
Fazit
ein schönes Wiedersehen, mit einen gut gemachten Bausatz, von Miniart.
Holger Syring, Berlin Mai 2026)

