Das Vorbild: Die Bofors 37 mm Kanone war eine Panzerabwehrkanone, die vom schwedischen Produzenten Bofors in den frühen 1930er-Jahren konzipiert wurde. Die Bofors 37 mm wurde hauptsächlich zu Beginn des Zweiten Weltkriegs von den Armeen vieler Staaten genutzt.

Die PaK wurde ursprünglich vom schwedischen Hersteller Bofors hauptsächlich zu Exportzwecken entwickelt. Der erste Prototyp wurde im Jahr 1932 gefertigt, der Entwicklungsprozess, bis zur Produktion, dauerte jedoch bis 1934 an. Die Niederlande waren die ersten Abnehmer mit zwölf Stück im Jahr 1935 und später folgten noch viele weitere Bestellungen. In Dänemark, Finnland, den Niederlanden und Polen wurden Lizenznachbauten gefertigt.

Der Lauf war ein Einzelblocktyp mit einem halbautomatischen zusammenschiebbaren Verschluss und einer kleinen Mündungsbremse. Er war auf einer Lafette montiert, die Metallaufhängungen und auch Metallräder mit Gummireifen besaß. Um dem bedienenden Personal ein wenig Schutz vor Schusswaffen und Geschosssplittern zu gewähren, wurde die Kanone mit einem 5 mm dicken Metallschild ausgerüstet.(Auszug aus Wikipedia)

Der Bausatz: Da die Panzerabwehrkanone 37mm Bofors im Zweiten Weltkrieg von vielen Nationen sowohl als normales Geschütz, wie auch auf Fahrzeugen montiert als Selbstfahrlafette eingesetzt wurde, hatte der eine oder andere Modellbauer den Wunsch, dies auch als Modell umzusetzen. 1999 veröffentlichte die polnische Firma Mirage den ersten Bausatz in Plastikspritzguss und ein Jahr später folgte der Bausatz in zwei Varianten auch von Tom Modellbau. Mit Hilfe des Bausatzes war es damit zwar möglich ein Modell zu erstellen das wie ein 37 mm Bofors Geschütz aussah, deren Teile aber vergleichsweise grob und vereinfacht ausgeführt waren.

Seit 2024 gibt es dafür endlich eine Alternative vom asiatischen Hersteller Thunder Models. Der Bausatz wird in einem eher ungewöhnlich aussehenden flachen, aber sehr stabilen Klappkarton angeboten. Im Inneren befinden sich zwei Gussäste mit insgesamt 52 Teilen und ein Bogen mit Ätzteilen. Auf dem Gussast D befindet sich alles, was man für den Bau der Waffe benötigt. Zwei Teile einer Ladefläche eines Fahrzeuges deuten darauf hin, dass dieser Spritzling auch für den Verbau der Waffe auf einem Fahrzeug vorgesehen ist. Gussast C enthält die Teile für die Spreizlafette und die Räder. Die gewölbten unteren Abdeckungen des Schutzschildes und die Radaufhängung sind im Ätzteilebogen enthalten. Damit ist es möglich, diese Teile in originalgetreuer Dicke darzustellen.

Im Gegensatz zu dem Bausatz von Mirage/Tom sind alle Teile sehr gut detailliert und sauber ausgeführt. Endlich! Einige davon sind extrem filigran (zum Beispiel die Anhängerkupplung), weshalb man beim Zusammenbau darauf achten muss, diese nicht zu beschädigen.

Die Bauanleitung: Als Bauanleitung liegt ein 8-seitiges Heft im Format DIN A4 bei, das mit einer kurzen Einleitung mit Hintergrundinformationen zum Original beginnt und dann in 5 Abschnitten problemlos und klar mit Hilfe von 3D Grafiken durch die Montageschritte führt.

Für die Bemalung liegt ein beidseitig und farbig bedrucktes Blatt bei, auf dem die Varianten in einheitlichem Portland Stone sowie eine in Light Stone und Slate zu finden sind. Beide Optionen weisen auf die Verwendung britischer Mannschaften hin. Natürlich kann man das Geschütz in Abhängigkeit vom Kriegsschauplatz und dem Nutzer auch anders bemalen. Für die Farben wird auf das Sortiment von AK referenziert.

Fazit: Mit diesem Bausatz hat man endlich eine Option für den Bau eines gut detaillierten 37 mm Bofors Geschützes, das in Bezug auf dessen Einsatz diverse Optionen ermöglichst.

Schön wäre es noch passende Figuren Sets dafür zu erhalten. Wer weiss, vielleicht findet sich ein Kleinserienhersteller, der diese Lücke füllt.

Erhältlich im gut sortierten Modellbaufachhandel.

Gert Brandl, Berlin (Januar 2026)

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