… wieder eine konsequente Erweiterung der Modell Palette von Miniart
Die Firma Miniart hat ihren Fuhrpark erweitert. Die Serie der hervorragend gelungenen Opel Blitz Fahrzeugen wurde um eine weitere Variante vervollständigt.
Es scheint wohl der Trend bei Miniart und auch bei ICM zu sein, wirklich alle Varianten eines Fahrzeuges mit allen vorhandenen Zubehör-Bausätzen zu kombinieren. So kann man in kurzen Abständen immer wieder einen „neuen“ Bausatz auf dem Modellbaumarkt herausbringen.
Aber das soll hier kein Klagen sein, denn jeder dieser Bausätze von Miniart ist eine absolute Augenweide. Die Qualität ist auf einen sehr hohen Niveau.
Die hier nun vorgestellte Variante ist bereits der dreizehnte Bausatz zum Thema Opel Blitz. Die erste Variante ist aber erst im Jahre 2024 an den Start gegangen. Man sieht also den Einfallsreichtum der Miniart Bausatz-Schmiede.
Nicht vergessen sollte man dabei, dass es vor diesen Zeitraum bereits eine Vielzahl von Opel Blitz Bausätzen verschiedener Hersteller gab. Auch die Besten wie Dragon und Tamiya waren dabei und veröffentlichten Bausätze von diesem bekannten Fahrzeug.
Zum Original
Der Opel Blitz war mit einer der am meist produzierten Fahrzeuge der Wehrmacht. Die ersten Fahrzeuge liefen ab den Jahr 1933 vom Band. Bereits in den ersten Kriegsjahren wurde der Opel Blitz das wichtigste Fahrzeug für die Versorgung der Wehrmacht. Diese Fahrzeug mussten daher auch viele andere Automobilhersteller nach Diktat als Lizenzbau herstellen.
Zum Bausatz
Nach dem Öffnen der Verpackung ist der erste Eindruck wie immer super. Das Modell präsentiert sich in einem für Miniart typischen Karton. Das Deckelbild wurde wieder Klasse dargestellt.
Der Bausatz präsentiert sich wie folgt:
Es gibt sage und schreibe 31 Spritzrahmen in A4, A5, A6 und sogar A7 Format. Es wurde bei den Spitzbögen der schöne graue und gut zu verarbeitende Kunststoff verwendet, den wir Modellbauer schon von Miniart gewohnt sind.





Die Spritzrahmen des Bausatzes sind alle sehr sauber gegossen und auch sehr ordentlich verpackt. Dies ist im Prinzip schon Standard bei Miniart. Absolut sauber, scharf gegossene Spritzrahmen, ohne Grat ohne Verzug, ohne Spannungen in den Spritzrahmen.




Das Fahrzeug ist in verschiedene Bausegmente aufgeteilt. Man kann also Rahmen, Fahrerkabine und Pritsche einzeln bauen.



Doch Vorsicht, beim Einzelbau der Kabine. Immer wieder probieren, ob man die Fahrerkabine auch wirklich zum Abschluss des Zusammenbaus des Modells auf den Fahrzeugrahmen montiert bekommt. Ich hatte da mal ein schreckliches Erlebnis bei einem anderen Projekt. Modellbauhorror.


Der erste Schritt wäre also das Zusammensetzten des Fahrzeugrahmens. Er ist wirklich sehr gut entworfen und detailliert. Alles sehr stimmig beim Vergleich mit meiner Literatur.
Am Modell sind alle relevanten Fahrzeugteile dargestellt. Ein kompletter Motor samt allen Anbauteilen. Beim Verbauen und Studieren der Bauteile kann man viel über die Funktion der Bauteile die damalige Fahrzeugtechnik lernen. Einige Komponenten dieser „alten“ Fahrzeug-Technik kann man auch noch heute in modernen Baumaschinen finden.
Dem Bausatz liegen Reifen als Spritzguss bei. Sehr gut.


Das Profil ist sehr schön wiedergegeben. Der obligatorische Schriftzug wurden natürlich auch nicht vergessen, man kann deutlich „Continental Extra Gelände“ lesen. Da ist der Modellbauspaß auch wirklich garantiert.
Der Decal-Bogen ist einfach aber gut gestaltet. Alles sauber gedruckt. Die ganz winzige Schrift auf den Warntafeln ist allerdings nicht mehr lesbar. Aber das würde auch kein Betrachter auf einer Ausstellung schaffen….

Bei den normalen Warnschildern ist alles gut lesbar und das ist dann auch am fertigen Modell ein kleiner Eyecatcher. So macht Modellbau Spaß.
Eine Ätzteil-Platine ist schon fast Standard. Die Platine enthält die wichtigsten Bauteile, die man am besten aus einem dünnen Blech darstellen kann. Absolut ausreichend.

Ein Bogen aus Klarplastik darf natürlich bei diesen Modell auch nicht fehlen. Enthalten sind die Fensterscheiben und die Scheinwerfergläser. Völlig ausreichend.

Nun zum Drilling Geschütz
Den Bausatz des Drilling Geschützes gibt es bereit seit zwei Jahren von Miniart.
Hinweis: Dieser Bausatz wurde bereits hier auf unsere Modellbauseite besprochen.
Die Bauanleitung
Die Bauanleitung ist gut und sehr übersichtlich gestaltet. Sie ist ein schwarz/weiß Druck aus nur 16 Seiten und in 55 + 18 übersichtlichen Baustufen untergliedert. Ja, richtig gelesen, man hat einfach die Bauanleitung vom Drilling Bausatz übernommen. Kopieren und Einfügen, einfach am Ende der „ersten“ Bauanleitung.


Es gibt zwei Farbgebungsvorschläge, diese sind in Hochglanz-Farbe auf der Rückseite der Anleitung gedruckt.
Literatur
WWP – Special Museum Line Nr. 1 – Opel Blitz in Detail
Fazit:
ein schönes Wiedersehen, mit einen gut gemachten Bausatz, von Miniart.
Sehr empfehlenswert!
Erhältlich im gut sortierten Fachhandel
Holger Syring, Berlin (August 2026)

