Autor: Daniel Kowalczuk
Verlag: Guidline Publications 2026
Seiten: 46
Preis: 16,00 GBP
ISBN: 978-1916759329
Der Band 152 der Warpaint-Reihe hat das deutsche Passagier- und Kampflugzeug Junkers Ju 86 zum Inhalt. Daniel Kowalczuk war mir bisher nicht als Autor aufgefallen. Nach dem Lesen der Buches war ich begeistert über die andere Sichtweise auf die Junkers Ju 86.
Die Junkers Ju 86 begann ihr Dasein, ebenso wie die Heinkel He 111, auf Anregung der Reichswehr. Am 4. November 1934 flog der erste Prototyp. Es gab zwei parallele Entwicklungslinien. Das Bombenflugzeug hatte für die entstehende deutsche Luftwaffe Priorität und das Passagierflugzeug entwickelte über eine Alibikonstruktion hinaus. Die letzte Ju 86 flog bis 1955 in Schweden. Der Einsatz als mittlerer Bomber war bei der Luftwaffe schon zu Beginn des WK II überholt. Es folgten Umbauten als Höhenbomber und Aufklärer in der P- und R-Version.
In den 1930er Jahren wurde die Ju 86 weltweit exportiert. So flogen u.a. beide Varianten in Südafrika, Schweden und Chile. Südafrikanische Junkers flogen in Abessinien Einsätze gegen italienische Truppen. Diesen Teil und auch viele andere der Geschichte der Ju 86 betrachtet der Autor ausführlich.
Im Text findet man gut illustriert viele Informationen über die Entwicklung und die Einsätze der Junkers Ju 86. Einen echten Modellbauteil enthält dieses Heft nicht aber trotzdem sind ein paar Maßstabszeichnungen in 1/144 enthalten.
Neben den aussagekräftigen umfangreichen Texten gibt es viele zeitgenössische Fotos. Ergänzt wird das Ganze durch eine Menge Farbprofile. Abgerundet wird der Band durch Detailfotos der erhaltenen Museumsmaschine in Schweden.
Fazit: Auch der 152. Band der erfolgreichen Warpaint-Reihe über die Junkers Ju 86 ist dem Modellbauer und dem historisch Interessierten sehr zu empfehlen. Der Leser erhält einen sehr gelungenen umfassenden Überblick über dieses heute zu Unrecht etwas unbekannte deutschen Flugzeug.
Volker Helms, Godern (Mai 2026)

