Das Original: Der Citroën H war ein Kleintransporter, der den Typ TUB und den Typ 32 ablöste. Abhängig von der zulässigen Zuladung wurden verschiedene Bezeichnungen verwendet (H, HY, HX, HW, HZ und 1600). HY wird häufig als Bezeichnung für alle H-Modelle gebraucht. Der Typ H war einer der am weitest verbreiteten Kleintransporter in Frankreich, denn er wurde von Juni 1948 bis Dezember 1981 gebaut – also 33 Jahre lang, zeitweise auch in Belgien und den Niederlanden. Die späteren Modellbezeichnungen HX, HY, HW und HZ bezeichneten die Varianten mit verschiedenen Nutzlasten. Die verschiedenen Verlängerungen von Radstand und Überhang hinten, die nicht von Citroën selbst, sondern nur von Karosseriebauunternehmen wie Currus, Gruau, Heuliez oder SAPA gebaut wurden, hatten die Bezeichnungen Modification A (40 Zentimeter Überhang) bis Modification F (1,2 Meter Radstandverlängerung und 60 Zentimeter Überhang). Dacherhöhungen gab es mit 10 Zentimetern (für Krankenwagen), 20 und 40 Zentimetern und jeweils mit oder ohne Erhöhung des Dachs über dem Fahrerhaus. Große Verbreitung fanden Varianten des Typs H im öffentlichen Dienst, wie beispielsweise für die Polizei, Feuerwehr, Post und als Krankenwagen. Das Angebot der Karosseriebauer richtete sich vor allem an mittelständische Betriebe, mit Planenwagen (auch mit Doppelkabine), Autotransportern, Niederflur-Hubwagen, Verkaufswagen, Kleinbussen, Kühlwagen, Wohnmobilen, Tiertransportern, Bestattungswagen, rollenden Laboren und vielem mehr. Es gab auch Varianten mit der hydropneumatischen Federung der DS an der Hinterachse, die meisten davon waren Krankenwagen des niederländischen Karosseriebauers Akkermans. (Wikipedia)

Zum Bausatz: 2015 erstveröffentlicht erfährt der HY in diesem Jahr eine optische Auffrischung mit neuen Abziehbildern. Hauptaugenmerk hier die Citroën Garage Acier in Neuville Saint Remy vor den Toren von Cambrai. Ein Bausatz der neuen Generation der den Bau eines Fahrzeuges aus dem Jahr 1957 oder aus dem Jahr 1964 ermöglicht. Diese unterschieden sich unter anderem durch einen veränderten Kühlergrill mit Logo, hintere Radausschnitte, Stoßfänger, Front- und Heckscheibe.

Der Bausatz besteht aus insgesamt 138 Bauteilen. Die originalgetreu nachgebildete mehrteilige Karosserie weist sehr gut die Wellblechoberflächenstrukturen sowie eine hervorragende Innendetaillierung auf. Sämtliche Türen lassen sich geöffnet oder geschlossen darstellen und gewähren so einen Einblick ins Innere.

Das Fahrzeug hat keine klassische Motorhaube. Der Zugang zum Kühler erfolgt durch die Abnahme des Kühlergrills. Arbeiten am Motor wurden im Innenraum durchgeführt. Dazu wurde eine Abdeckhaube, die sich zwischen beiden Vordersitzen befand, abgenommen. So auch beim Modell. Hier soll aber laut Bauplan diese Haube mit dem Wagenboden verklebt werden. Schade, denn der Motor ist außergewöhnlich gut detailliert. Hier wird sich eine Alternative finden.

Die Detaillierung im Innenraumbereich fällt wie eingangs gesagt hervorragend aus. Innenwände Top, das spartanische Armaturenbrett, Lenkrad und Sitze Top. Positive Eindrücke hinterlassen auch der Fahrwerks- und Unterbodenbereich. Der Rahmen nimmt Motor, Getriebe samt der Abgasanlage auf. Die Vorder- und Hinterachse sind mit allen Fahrwerkskomponenten ausgestattet. Die Lenkung sollte beweglich sein. Reifen aus weichem Vinyl weisen ein feines Profil auf. Da die Verglasung teilweise Bestandteil der Karosserie ist, sollten die Glasteile maskiert werden.

Anleitung/Bemalung: Die 20-seitige Bauanleitung führt einfach und übersichtlich durch 60 Bauabschnitte. Bei der Bemalung greift der Hersteller auf das firmeneigene Farbsortiment zurück.

Der hervorragende Decalbogen bietet zeitgenössische und realistische Werbung für Citroën Acier in Neuville St. Remy und die Keksmanufaktur Biscuiterie de l´Abbaye aus der Normandie. Die Kennzeichen sind ebenfalls authentisch, die Nr. 61 für das Departement Orne in der Normandie und die Nr.59 für das Departement Nord.

Fazit: Empfehlenswert! Die Decal-Auffrischung des HY hat gutgetan. Heller bleibt seiner Tradition treu und beliefert weiterhin den Modellbaumarkt mit Modellen französischer Automarken. Dafür beide Daumen hoch. Preis und Leistung gehen hier voll in Ordnung. Aufruf an Heller: Es fehlen nur die Maskierfolien!

Alexander Hilbig, Berlin (Dezember 2021)

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