Das Vorbild: Eine ausführliche Beschreibung des Originals kann man hier im First Look zum AH-6J Bausatz von Florian Schuster finden.
Der Bausatz: Die Firma Zimi bietet nun auch die unbewaffnete Ausführung des Little Birds Nightstalkers in einer attraktiv gestalteten Stülpbox an, die den leichten Helikopter im Einsatz darstellt. Die Graphik ist aus meiner Sicht sehr gut gelungen und wirkt durch die verwischten Konturen der Rotorenblätter dynamisch und attraktiv.

Inhaltlich – also die Gussäste betreffend – unterscheidet sich der Bausatz nicht von dem Bausatz der AH-6J Version. Sofern man will, kann man damit also auch eine bewaffnete Version bauen, wobei damit allerdings weder Metall- noch Ätzteile für die Bordwaffen enthalten sind.
Die Gussäste bestehen aus:
A: Rumpf- und Kleinteile
B: Kleinteile
C: Cockpitteile und Rotoren
GP: Klarsichtteile



Darüber hinaus befinden sich in in der Box noch ein kleiner Ätzteilebogen mit den Gurten für die Piloten, ein Bogen mit Abziehbildern und – als Knüller – ein gedruckter Rahmen für die beiden im 3D-Verfahren gedruckte Rotorenaufnahmeteile!
Auch in Bezug auf die Firmengeschichte und die generelle Bewertung des Bausatzes verweise ich auf den First Look von Florian, will jedoch auch noch meinen persönlichen Eindruck ergänzen.



Die Passgenauigkeit des Bausatzes kann ich nicht beurteilen, jedoch machen die Spritzgussäste in Bezug auf die Schärfe der Details und deren Granularität einen sehr guten Eindruck auf mich. Ungewohnt ist tatsächlich die schwarze Farbe des Plastikmaterials, aber spätestens nach einer Grundierung sollte man Unsauberkeiten, die eine Nacharbeit erfordern, problemlos erkennen können. Wahrscheinlich wurde die schwarze Farbe aber bewusst so gewählt, weil die Helikopter dieser Baureihe in der Regel auch schwarz waren.



Bei den Klarsichtteilen schließe ich mich völlig dem Urteil von Florian an. Besonders die große vordere Abdeckung ist perfekt und ohne störende Mittelnaht, die man abschleifen müsste. Auch der kleine PE-Bogen weiß zu gefallen, und man hat auch an die Sitzgurte gedacht, die man meist separat zukaufen muss, da der Trend besteht, diese lediglich als „platte“ Abziehbilder beizulegen.


Der absolute Knaller bei diesem Bausatz besteht allerdings in den 3D-gedruckten beiden Teilen des Rotormittelsegments. Hier muss man allerdings extrem aufpassen, um zu vermeiden, dass man nicht versehentlich beim Befreien der Teile von den Stützästen ein Detail versehentlich abknipst.
Ist diese Hürde überwunden, hält man dann zwei wirklich beeindruckende Teile in Händen, die die auch beiliegenden Alternativen aus Plastik deutlich in den Schatten stellen. Weniger schön dabei ist allerdings, dass die Rotorblätter mit Hilfe einer Anleitung manuell zu bearbeiten sind, damit diese mit den 3D-gedruckten Teilen zusammen passen. Warum man die 3D-Teile nicht so gestaltet hat, dass diese keine Nacharbeiten an den Plastikteilen erfordern, kann ich nicht ganz nachvollziehen.
Die Bauanleitung: Das beiliegende Heft zur Unterstützung des Bauprozesses ist sehr professionell und hochwertig gestaltet und führt auf 18 Seiten in 25 Baustufen zum Ziel. Für die 3D-gedruckten Teile liegt separat ein beidseitig bedrucktes Papier bei, auf dem man die Bauteile auch farblich sehr gut zur Unterscheidung von den Stützästen hervorgehoben hat. Sehr gute Idee!


Für die Gestaltung des Modells liegt ein entsprechender Abziehbilderbogen mit generischen Nummern bei. Der Bemalungsvorschlag zeigt die Maschine 95-25371 der US-Army, die bei der Operation in Somalia genutzt wurde. Die Bemalung ist – natürlich – in diesem Fall schwarz.


Fazit: Zimi liefert mit diesem Bausatz eine wirklich interessante Option eines Nightstalker Helikopters ab und steigert dessen Attraktivität mit dem Beilegen des im 3D-Druck hergestellten Mittelsegments für die Rotoren.
Obwohl die Abziehbilder für die Anzeigen im Cockpit und die PE-Sitzgurte nicht schlecht sind, werde ich mir noch einen passenden Zurüstsatz (K35033) von von Kelik kaufen.
Sehr empfehlenswert.
Erhältlich im gut sortierten Einzelhandel oder für Händler direkt bei Glow2b.
Gert Brandl, Berlin (September 2026)

