Vorbild: Während des Zweiten Weltkrieges wurden in der besetzten Tschechoslowakei Messerschmitt Bf 109 in unterschiedlichen Versionen produziert und repariert. Bei Kriegsende befanden sich noch für ca. 500 Exemplare Material, ebenso wie 1000 Motoren DB 605 in den Werken bzw. Depots. Damit stieg die ČSR in die Flugzeugproduktion ein und baute eine geringe Menge Jäger auf Basis der Bf 109G.

Da nach dem Brand des Motorendepots die DB 605 fehlten, verstärkte man Fahrwerk und Zelle für den Jumo 211. Am 25. April 1947 flog die S-199 erstmals. Hierbei zeigte sie schlechtere Flugleistungen als ihr Vorläufer mit dem Originalmotor. Bis 1950 entstanden 551 Maschinen, von denen 25 an Israel verkauft wurden.

Bausatz: Mit diesem Bausatz rundet Eduard nicht nur seine Bf 109-Reihe ab, er startet unter dem Label „Hybrid“ auch eine neue Fertigungsreihe. Diese besteht aus 59 Spritzgussteilen für Rumpf, Trag- und Steuerflächen, zahlreichen Klein- und zehn Glasteilen. Hinzu kommen 37 3D-Druckteile für das Cockpit, den Fahrwerkbereich und den Auspuff. Alle Teile sind sehr fein detailliert, daher Vorsicht beim Abtrennen.

Die Spritzgussteile zeichnen sich durch fein versenkte Gravuren, sehr gut dargestellte Oberflächendetails und dezent angedeutete Nietenreihen aus. Die Passgenauigkeit ist sehr gut, so dass der Zusammenbau problemlos vonstattengeht.

Das Cockpit kann ohne weiteres aus der Schachtel gebaut werden. Die Instrumente können bemalt oder mit Abziehbildern gestaltet werden.

Die Qualität der Klarsichtteile ist einwandfrei, die Teile sind dünnwandig und von hoher Transparenz. Positionsleuchten und Visiere befinden sich ebenfalls am Ast. Gleichzeitig finden wir hier das titelgebende besondere Detail (Erla Haube).

Wer es ganz genau will: Die Fußraste auf der rechten Seite ist überflüssig, der Zugangsdeckel für den Mutterkompass wurde mit einem Schnellverschluss verriegelt und nicht mit Schrauben befestigt.

Bemalung: Die hauseigenen Abziehbilder liefern Markierungen für je drei israelische und tschechoslowakische Maschinen. Leider sind die Farben Rot und Blau nicht deckend, was den guten Gesamteindruck etwas vermiest. Ein zweiter Bogen liefert die Wartungs- und Warnhinweise auf Tschechisch und Englisch.

Fazit: Es ist der einzige moderne Bausatz der Avia S-199 in 1/48 und uneingeschränkt zu empfehlen.

B. Purschke (Januar 2026)

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