Das Vorbild: Die Mighty Eighth oder offiziell auch Eighth Air Force ist die Bezeichnung des äußerst bekannten und angesehenen Truppenteils der amerikanischen Air Force, die im Zweiten Weltkrieg für die Luftraumüberwachung und Begleitung von Bomberverbänden über Europa zuständig war. Neben der 66th und 67th Fighter Wing gehörte auch die 65th Fighter Wing zu dieser Einheit, die insbesondere für den Begleitschutz von B-24 Liberator-Bombern der 2nd Bomber Division zuständig war. Die Besonderheit der Flugzeuge der 65th Fighter Wing sowie der 66th FW waren spezielle bunte Kennzeichnungen an Nase und Leitwerk, auf dessen Basis sich die Flugzeuge schnell erkennen und zuordnen ließen. Darüber hinaus zierten auch unterschiedlichste Nose Arts diese Begleitjäger. Im Zeitraum von Mai 1942 bis Juli 1945 erzielte diese Einheit einen beeindruckende Leistung, denn von den Piloten erwiesen sich 556 als Fliegerasse, wovon 31 mehr als 15 oder mehr Luftsiege errangen.

Der Bausatz: Bei dem neuesten Bausatz der P-51D als Sonderedition handelt es sich bis jetzt um die 16. Iteration, aber in diesem Fall als Sonder-Edition und mit völlig neuen Abziehbildern. Unter der Bezeichnung Mighty Eighth erschien bereits 2023 ein entsprechender limitierter Bausatz unter der Nummer 11174, jedoch war dieser der 66th Fighter Wing gewidmet und ist wahrscheinlich wegen den bunten und interessanten Abziehbildern inzwischen vergriffen. An Stelle eine Wiederauflage erhalten wir nun eine Neuauflage mit der Möglichkeit eine von 13 verschiedenen sehr farbenfrohen und spannenden Originalen im Modell umzusetzen.

Die knapp 207 Einzelteile findet man auf insgesamt sechs Gussästen aus blaugrauem Plastik, die sicher verpackt in einem sehr schön gestylten Stülpkarton geliefert werden. Auf der Box sind vier Maschinen der 65th Fighter Wing abgebildet, die sich mit dem für diese Einheit typisch bunten Markierungen im Front- und Heckbereich im Formationsflug zeigen. Bei der Limited Edition erhält man dem obligatorischen Ätzteilebogen und dem Masken-Set noch zusätzlich neun Resinteile der Brassin-Reihe und Decals für 13 verschiedene Flugzeuge!

Die Teilezuordnung sieht dabei wie folgt aus:
A: Klarsichtteile
B: Flügel
D: Rumpfteile
F: Außenlasten
G: Fahrwerksteile
H: Innenausstattung und Propeller

Resinteile: Räder und zwei verschiedene Auspuffanlagen

Masken
Ätzteilebogen


Alle Gussrahmen und auch die Resinteile kennt man bereits aus bereits veröffentlichten Bausätzen. Hier kann man sich nur wiederholen, wenn man die Bauteile als „Erste Sahne“ bezeichnet. Mir persönlich gefallen insbesondere die feinsten Gravuren und Niete auf den Rumpfteilen, und die Detaillierung des Cockpits erfordert keine zusätzlichen Optimierungssets.


Die Formen sind weiterhin gut in Schuss, denn man findet keinerlei Versatz oder Fischhaut. Beim Betrachten der Bauteile bekommt man so richtig Lust, das aktuelle Bauprojekt liegen und stehen zu lassen und sofort mit diesem Bausatz loszulegen. Beim Einbauen der Ätzteile muss man sich sicherlich etwas Zeit nehmen und vorher Atemübungen absolvieren, denn hier sind wieder kleinste Hebelchen und Plaketten enthalten, die nur mit ruhiger Hand optimal angeklebt werden können. Aus eigener Erfahrung empfehle ich dafür neben der Verwendung von Weißleim als Klebstoff, der auch Korrekturen erlaubt, die Verwendung eines Sticks für Kleinteile. Dabei handelt es sich um einen Stab, der an der Spitze einen leicht klebrigen Tropfen enthält. Dieser besteht bei einigen Modellen aus einer wachsartigen Substanz. Wer Kinder hat, kennt dieses Werkzeug eventuell von Diamond Painting Sets.

Die Resinteile für das Laufwerk sind tatsächlich noch etwas feiner als die Plastikteile, und die Auspuffanlagen weisen aufgebohrte Enden auf. Wer es perfekt will, wird diese Teile sicherlich bevorzugen.

Der Bauplan: Für die Limited Edition hat man sich ins Zeug gelegt und einen 32-seitigen Bauplan konzipiert. Die ersten vier Seiten sind darin einem historischen Überblick über die Mighty Eighth gewidmet, in dem sich auch einige interessante Abbildungen befinden. Dann startet das Bauprojekt, das in sehr klaren Abbildungen auf zehn Seiten optimal begleitet wird.

Neben den interessanten und farbenfrohen Markierungen liegt dem Bausatz noch ein Boden mitt Wartungshinweisen bei.

Folgende verschiedenen Ausführungen der Maschinen von 65th Fighter Wing können dargestellt werden:

– 2ndLt. Arthur R. Bowers, 334th FS, UK, 1945
– Capt. Ted Lines, 335th FS, UK, 1944
– Maj. Frederick W. Glover, 336th FS, UK, 1944
– Col. Claiborne H. Kinnard Jr., 355th FG, UK, 1945
– Capt. Fred R. Haviland, 355th FG, UK, 1944
– Capt. John F. Tullocjh, 355th FG, UK, 1945
– Lt. Col John A. Brooks III, 355th FG, UK, 1945
– Lt. Col Wallace E. Hopkins, 361th FG, Belgium, 1945
– Lt. Urban L. Drew, 361th FG, UK, 1944
– Lt. Donald F. Vulgamore, 361 FG, UK, 1944
– Capt Barkley Holister, 479th FG, UK, 1944
– Lt. Philip D. Gossard, 479th FS, UK, 1944
– Col. Hubert Zemke, 479th FG, UK, 1944


Fazit: Wer beim der Vorgänger Limited Edition Mighty Eighth den Bausatz verpasst hat, aber unbedingt einen der bunten Vögel mit interessanten Nose-Arts bauen will, hat mit dem neuen Bausatz wieder eine Chance.
Also – zugreifen!

Absolut empfehlenswert

Erhältlich im gut sortierten Fachhandel oder direkt bei Eduard.

Gert Brandl, Berlin (Mai 2026)

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