Original: Splitterschutzzellen wurden zu Zehntausenden während des zweiten Weltkriegs im gesamten Deutschen Reich aufgestellt. Sie wurden überall dort eingesetzt, wo einzelne Personen keinen geeigneten Schutzraum erreichen konnten wie beispielsweise an Arbeitsplätzen, Bahnanlagen, landwirtschaftlichen Einrichtungen, in der Nähe wichtiger öffentlicher Einrichtungen, aber auch in Versorgungseinrichtungen der Wehrmacht. In Fabriken dienten sie als geschützte Beobachtungsstände um wichtige Geräte und Maschinen zu beobachten und bei Luftangriffen diese notfalls bergen oder löschen zu können. Zu diesem Zweck wurden sie sogar zusätzlich mit Telefon und elektrischem Licht ausgestattet. Die ersten Einmannbunker wurden noch vollständig aus Metall produziert. Das Material genügte jedoch den Anforderungen nicht, so dass alsbald ausschließlich Beton zur Herstellung verwendet wurde. Bekannte Hersteller von SSZ waren zum Beispiel, DYWIDAG (Dyckerhoff & Widmann) deren Bauart die Vorlage für diesen Bausatz darstellt. (Nach Wikipedia)

Bausatz: Nachdem die Firma Hauler vor einigen Monaten bereits solch eine Splitterschutzzelle im Maßstab 1/72 herausgebracht hat, lag es nahe, dass dieses Modell auch im größeren Maßstab hochskaliert wird und genau das ist hier geschehen. In einem stabilen Karton finden sich neun gut verpackte 1/35 Resinbauteile, die sich auf drei Angussblöcken verteilen.

Sehr schön ist, dass die Türöffnungen sowie Sehschlitze auf dem Haupteil bereits soweit ausgearbeitet wurden und nur mit einem dünnen Resinfilm versehen sind. Somit kann dieser kleine Bunker wahlweise geschlossen oder auch mit geöffneten Türen gebaut werden, wie es das Packungsbild zeigt.

Die weiteren Bauteile sind hervorragend gefertigt und für die beiden Einstiege liegen sowohl die Aussen- als auch die Innenriegel der Verschlüsse bei.

Auch die Teile für der Boden sowie Deckenplatte sind sehr sauber gefertigt und besitzen sogar die Gewindebolzen und Muttern der Verschraubungen.

Alle Bauteile sind mit einer gut umgesetzten rauen Betonstruktur gefertigt und brauchen somit keinerlei Nachbearbeitung.

Bemalung: Obwohl bei der sehr geringe Teileanzahl eigentlich keine Bauanleitung notwendig ist, hat Hauler dennoch eine beigelegt, die genau den Zusammenbau beschreibt. Als Farbangabe wird einzig auf „Betongrau“ verwiesen ohne genaue Farbnummern verschiedener Anbieter.

Fazit: Ein sehr interessantes Zubehör, das sich sicherlich für viele Vignetten eignet und sich auch als kleines Zubehör auf vielen Dioramen sehr gut machen dürfte. Mir kommen hier gleich einige Ideen für die Verwendung. Für die gute Fertigungsqualität und die feinen Details gibt es von mir daher eine klare Kaufempfehlung.

Reiner Janick, Berlin (Mai 2026)

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