Vorbild: Das ST-70-Angriffsschiff Razor Crest ist ein Kanonenbootmodell, das vor dem Aufstieg des Imperiums von einem Militär genutzt wurde, um lokale Gebiete zu patrouillieren. Gegen Ende des Galaktischen Bürgerkriegs behielten die Neue Republik und das Restimperium ein Auge auf die Kanonenboote, die wegen ihrer alten Technik unberechenbar waren. Das etwa 14,5 Meter lange Angriffsschiff besitzt zwei an dorsalen Auslegern sitzende Triebwerke und einen Hyperantrieb. An den Seiten des von einer Person bedienten Cockpits, das über eine Leiter erreicht wird, sitzt je eine schwere Laserkanone. An der Backbordflanke befindet sich eine Einstiegsluke, und das Heck kann als Rampe gesenkt werden.

Nach der erfolgreichen Serie „The Mandalorian“ kommt im Mai 2026 ein Kinofilm, in dem der namensgebende Mandalorianer Din Djarin und sein Ziehkind Grogu sich auf ein neues Abenteuer begeben. Sein Schiff, die Razor Crest, wird eine heimliche Hauptrolle im Film spielen.

Bausatz: Die hier vorliegende Ausgabe der Razor Crest basiert auf dem 2021 bei Revell erschienenen Bausatz. Verändert hat sich so gut wie nichts. Es liegt nur ein leicht veränderter Triebwerkseinlauf für eine Seite bei. Im ursprünglichen Bausatz war hier eine Beschädigung dargestellt, jetzt sind beide Triebwerke unbeschädigt. Weiterhin gibt es einen kleinen Aufsteller zum Danebenstellen, auf dem der Filmtitel per Decal zu lesen ist.

Revell hat an alles gedacht. Das Schiff kommt mit einem vollständigen Frachtraum, Cockpit sowie einer kleinen Pilotenfigur. Heck- und Seitenluke kann man beweglich halten, gleiches gilt für die Waffen. Entweder baut man die Razor Crest mit ausgefahrenem Fahrwerk oder im Flug. Gerade für Letzteres ist ein steckbarer Displayständer dabei.

Die in der Erstausgabe bemängelten leichten Problem mit dem Formenversatz sowie mit Sinkstellen sind immer noch vorhanden. Die Fischhaut allerdings ist deutlich weniger geworden. Ansonsten ist die Detaillierung weiterhin hevorragend. Daraus lässt sich ein ansprechendes und auf dem Tisch sehr präsentes Modell bauen.

Anleitung/Bemalung: Die Anleitung ist wie immer in letzter Zeit bei Revell übersichtlich. Da das Vorbild des Filmmodells wohl aus einer anderen und deutlich saubereren Zeit stammt als das Serienmodell, gibt es es auch viel mehr Stencils und unabgewetzte Bemalung auf dem Decalbogen. Die Decals kommen, wenn man der Bogennummer glauben darf, von Cartograf aus Italien und versprechen beste Qualität.

Fazit: Wie Rotwein ist dieser Kit mit den Jahren ein bisschen besser geworden. Star Wars-Modelle dieser Größe und Präsenz gibt es nicht viele, von daher Hut ab vor Revell für dieses Wagnis und weiterhin eine Empfehlung an alle SF-Modellbauer. Dieses Modell kann ein echter Hingucker in der Vitrine sein, ist damit aber auch nicht für blutige Anfänger geeignet. Das ist der Weg.

Christian Höcherl, Berlin (April 2026)

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