Beim „Rumbasteln“ mit der Ni-17 in 1/32 von CSM kam mir die Idee: Was hier geht, geht auch in 1/72. Das Eduard-Modell mit Zubehör liegt rein zufällig im Schrank, und so beginnt der Spaß. Diesmal nicht mit dem Cockpit, sondern mit „Laubsägearbeiten“, Bohren und Schleifen.

Überraschenderweise geht der Bau der Rumpfhälften mit dem Innenleben recht schnell voran. Im nächsten Schritt erhält die obere Tragfläche neue Querruder und bei der unteren wird eine verbesserte Schottwand angeklebt sowie alles lackiert.

Für ein halbwegs korrektes Aussehen der Motorverkleidung sind zwei Versuche notwendig, und als diese endlich fertig ist, treffe ich beim Ausstellungsbesuch in Prag auf einen neuen Kleinserienhersteller, der genau diese Teile als 3D-Druck anbietet. Da sich das Modellflugzeug mit der Zeit nur noch mit dem Besten zufrieden gibt, muss dieser angebaut werden. Der Motor darunter stammt von FPW Models.

Weiter geht’s mit der farblichen Gestaltung der einzelnen Komponenten und deren Zusammenbau. Fehlen nur noch die Abziehbilder. Das erste Ergebnis war so frustrierend, dass alle Decals sowie die Farbe am Rumpf wieder runter mussten. Auf Resignation folgen Motivation und der Kauf neuer Abziehbilder. Die Qualität ist ähnlich, aber nun vorgewarnt erlebt das Modell auch seine zeitnahe Fertigstellung. (Bedingt durch die Verarbeitung der Decals variiert der Abstand zwischen Skelett und Sonne gegenüber dem Original.)

Im Frühjahr 1917 errang André Herbelin, Escadrille N.102, einige seiner elf Luftsiege mit diesem Flugzeug.

Daniel Fritsch, Berlin (Dezember 2025)

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