Das Museum in Kürze
Das Museum heißt offiziell „Musée Royal de l’Armée“ oder „Koninklijk Legermuseum“ und ist ein Militär- und Luftfahrtmuseum. Es wurde bereits 1923 eröffnet. Es befindet sich in den nördlichen Hallen des Museumskomplexes im Jubelpark in direkter Näher zur U-Bahn-Station „Merode“. Die Flugzeugausstellung befindet sich in einer etwa 100 m langen Halle, die an sich schon als Stahlkonstruktion sehenswert ist.
Zudem gibt es in den Nachbarhallen viel Militaria, wie Rüstungen, Schwerter, Uniformen, Flaggen und Waffen. Die Ausstellung deckt dabei die Militärtechnik vom Mittelalter bis in die Moderne ab.
Die in fünf Sälen mit insgesamt rund 40.000 Quadratmetern Fläche ausgestellte Sammlung soll eine der umfangreichsten weltweit sein.
Besuch des Museums
Als ich die Luftfahrthalle betretene habe, war ich schon begeistert. Eine Menge Flugzeuge auf engem Raum geparkt. Auf den zweiten Blick stellte ich aber schnell fest, dass alles sehr „eingestaubt“ ist. Es gibt einen deutlichen Sanierungsbedarf. An einigen Stellen wird auch schon saniert, andere Orte, wie auf die Flugzeuge auf den Galerien, sind zur Zeit gar nicht besuchbar. Leider.
Mich störte das gar nicht, im Gegenteil. Ich mag diese etwas angestaubte Ausstrahlung des Ganzen sehr.
Wer also eine Hochglanzausstellung erwartet, wird enttäuscht. Noch.
Der Schwerpunkt der Flugzeuge liegt natürlich im Militärbereich.













Es gibt auf den Galerien etwas zu den Anfängen der Luftfahrt, Teile von Luftschiffen, etc. zu sehen.


Auch auf die belgischen Polarmissionen wird eingegangen.


Natürlich interessierte mich vor Allem die Geschichte der Sabena. Die ehemalige, staatliche Fluggesellschaft von Belgien, heute operierend als Brussels Airlines, Teil des Lufthansa-Konzern.





Ein besonderer Leckerbissen ist natürlich die SE210-VI-N Caravelle, die dereinst für die Sabena flog. Leider hängt die an der Decke und ist nur schwer im Detail zu erkennen.




Zusatzempfehlung: Buchladen
Ganz in der Nähe gibt einen erstklassigen Buchladen, ein Antiquariat samt kleiner Modellauswahl, in einem Hinterhof. Betrieben von einer Journalistin, die sich gerne die Zeit nimmt, bei der Suche zu unterstützen. Ein tolles Antiquariat. Nicht billig, aber erlebenswert.
Die Inhaberin hat im Übrigen auch das Buch zum Museum geschrieben, in dem tatsächlich alle 145 Flugzeuge detailliert beschrieben werden.
Also: Ab nach Brüssel. Sehr empfehlenswert!
Uwe Damaschek,
Berlin im Mai 2026

