Vorbild: Die HMS Queen Elizabeth ist der erste von zwei neuen Flugzeugträgern der gleichnamigen Klasse der britischen Royal Navy. Sie wird zusammen mit ihrem Schwesterschiff Prince of Wales die drei Flugzeugträger der Invincible-Klasse ersetzen. Die Queen Elizabeth gehört neben der russischen Admiral-Kusnezow-Klasse zu den größten jemals in Europa gebauten Kriegsschiffen. Die Baukosten betrugen 3,1 Mrd. GBP (ca. 3,5 Mrd. EUR).

Das Zwei-Insel-System ist weltweit einmalig und soll zu besseren und reibungsloseren Abläufen auf dem Flugdeck führen. Die Ski-Jump-Rampe des Schiffes ermöglicht den Flugzeugen beim Start nicht nur eine Vorwärts-, sondern auch eine Aufwärtsbeschleunigung.

Der Bau der HMS Queen Elizabeth begann 2009; aufgrund der Sektionsbauweise kann man dabei nicht von einer klassischen Kiellegung sprechen. Am 4. Juli 2014 wurde das Schiff durch Königin Elisabeth II. getauft, in Erinnerung an das gleichnamige Schlachtschiff aus der Zeit der Weltkriege, das nach Elizabeth I. benannt war.

Das Schiff verließ am 17. Juli 2014 das Trockendock und wurde bis 2016 schwimmend ausgerüstet. Am 7. Dezember 2017 wurde es in Dienst gestellt. Die volle Einsatzfähigkeit wurde 2021 erreicht. Am 22. Mai 2021 brach die Trägerkampfgruppe zur ersten Mission in Richtung Südchinesisches Meer auf. ( Wikipedia)

Bausatz: 2025 legte Trumpeter das Modell aus einer komplett neuen Form vor. Es besteht aus rund 357 Teilen, verteilt auf 24 Spritzlinge. Die Teile sind aus grauem Kunststoff gefertigt und sauber sowie detailreich ausgearbeitet. Der Rumpf ist als Wasserlinienmodell ausgeführt. Es gibt zahlreiche Anbauteile mit diversen Plattformen für Bewaffnung und Rettungsinseln.

Ein Innenleben ist grundsätzlich darstellbar, wird jedoch durch die Bauteile K9 wieder verschlossen. Vermutlich besteht dennoch die Möglichkeit, diesen Bereich offen darzustellen.

Das Flugdeck ist eine echte Neuerung: Es ist bereits ab Werk mit Markierungen bedruckt (vermutlich Tampondruck). Das erleichtert besonders Einsteigern den Bau enorm, da aufwendiges Abkleben oder Decals entfallen. Allerdings empfiehlt sich eine leichte Mattierung, da die Oberfläche glänzt. Auch die großen Aufzüge sind bereits bemalt und sehr fein detailliert.

Die eigentliche Komplexität liegt in den beiden Inseln. Diese sind sehr gut detailliert und im Slide-Mold-Verfahren hergestellt, erfordern aber trotz nur weniger Bauabschnitte viel Zeit aufgrund der filigranen Teile. Die Fotoätzteile bestehen aus zwei Platinen mit insgesamt rund 33 Teilen, hauptsächlich für die Inseln.

Der Bausatz enthält außerdem sechs Hubschrauber vom Typ EH-101 sowie zwölf F-35B. Diese können in Start- oder Parkposition dargestellt werden. Ergänzt wird das Ganze durch verschiedene Wartungsfahrzeuge, darunter auch Gabelstapler.

Zusätzlich liegt eine Plakette bei.

Anleitung/Bemalung: Die Bauanleitung ist typisch für Trumpeter: schwarz-weiß im DIN-A4-Format, übersichtlich und klar strukturiert. Über 20 Bauabschnitte gelangt man zum Ziel. Dabei variiert der Aufwand stark – von einfachen Schritten mit wenigen Teilen bis hin zu komplexeren Bauphasen. Insgesamt ist es kein schneller Bau, aber dank der guten Anleitung ein angenehmes Projekt.

Der Bemalungsvorschlag ist einfach, aber übersichtlich gestaltet. Die Farbangaben beziehen sich auf bekannte Hersteller. Der Decalbogen ist von sehr guter Qualität – insbesondere das Wappen des Schiffes (eine goldene Tudor-Rose) ist gestochen scharf. Auch Flaggen, Wasserpassmarkierungen sowie Kennungen für Flugzeuge und Hubschrauber sind enthalten.

Fazit: Ich bin kein ausgewiesener Kenner dieses Trägers und habe bislang noch keinen Flugzeugträger gebaut. Umso positiver bin ich von den Neuerungen überrascht, die Trumpeter hier umgesetzt hat.

Das bereits bedruckte Flugdeck ist für meinen Geschmack ein großes Plus, und die Detailqualität ist insgesamt sehr hoch. Der Bausatz richtet sich eher an fortgeschrittene Modellbauer – für Anfänger kann er durchaus eine Herausforderung darstellen und man kann noch hoffen, dass die Schwester „Prince of Wales“ als nächstes vom Stapel gelassen wird.

Der Bastelspaß ist jedoch enorm, und es gibt viele Möglichkeiten, den Träger individuell zu gestalten. Insgesamt spreche ich eine klare Kaufempfehlung aus.

Daniel Eifler, (März 2026)

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