Vorbild: Zum Original dieses Flugzeugmusters wurde von unserem Vereins-Mitglied Andreas Beck schon alles in seiner hervorragenden Bausatzbesprechung auf unserer alten Homepage geschrieben, weshalb ich an dieser Stelle auf diesen Artikel hinweisen möchte.


Bausatz: Bei diesem Bausatz in der ProfiPack-Ausführung handelt es sich exakt um den gleichen Kit, den schon unser Modellbaukollege Andreas Beck in seinem o.a. Artikel im Jahr 2020 bereits besprochen hat. Kleine Änderungen gab es nur beim Design des weiterhin stabilen Kartons und in geringem Umfang bei der Bauanleitung. Auch hier finden sich fünf graue Spritzlinge, ein klarer Gussrahmen, eine farbig bedruckte Ätzplatine, Masken sowie Bauanleitung und Decals.
Auch die damals schon angesprochenen Sinkstellen an einigen Wurzeln der Propellerblätter sowie an den Auspuffpötten sind nach wie vor vorhanden. Hinzu kommt an einigen Stellen ein klein wenig Grat. Insgesamt nichts Dramatisches und einfach zu beheben. Die Oberflächen mit ihren vielen Details sind aber nach wie vor sehr schön anzuschauen. Versenkte und erhabene Strukturen wie Niete und Panellines stellen einen für alle tragbaren Kompromiss dar. Eduard gibt dem Modellbauer die Möglichkeit, den zwei- sowie den dreiblättrigen Propeller darzustellen und somit unterschiedliche Rüststände zu bauen. Hierbei seien eine Recherche im Netz oder der Literatur empfohlen, um vorhandene weitere Unterschiede der einzelnen Varianten korrekt darzustellen. Auch die oben genannte Bausatzbesprechung gibt hier erste Anhaltspunkte.



Die klaren Bauteile für die Cockpithaube sind sehr gut gelungen. Nicht zu dick und wirklich transparent. Man kann die Canopy im offenen oder geschlossenen Zustand bauen. Da es sich bei diesem Kit um einen Profi Pack handelt, liegt auch eine Platine mit bedruckten Ätzteilen bei. Sie enthält unter anderem Teile für das Instrumentenbrett sowie das Gurtzeug. Diverse Teile dieses Bausatzes werden für diese Version der Spit nicht benötigt und wandern in des Modellbauers berühmte Grabbelkiste. Die im Bausatz vorhandenen Masken für die Cockpithaube erleichtern die Lackierung ungemein.



Bauanleitung/Bemalung: Wie bei Eduard gewohnt, liegt die Bauanleitung im Format A4 auf hochwertigem Hochglanzpapier bei. Nach Informationen zum Original und der Übersicht über die Bauteile, wird man auf zwölf Seiten sehr schön durch den Bau begleitet. Die einzelnen Bauschritte wirken dabei nicht überladen und es sollten keine Fragen offen bleiben. Unterschiede zwischen den einzelnen Bemalungsvarianten werden gleich in den Bauschritten mit angesprochen. Es stehen folgende sieben Bemalungsoptionen zur Auswahl:
- No. 54 Squadron RNZAF, P/O Colin F. Gray, RAF Hornchurch UK, März 1940
- No. 92 Squadron, P/O Allan R. Wright, RAF Croydon UK, Mai/Juni 1940
- No. 609 Squadron, P/O John C. Dundas, RAF Middle Wallop UK, August 1940
- No. 603 Squadron, F/O Brian J. Carbury, RAF Hornchurch UK, August 1940
- CO of No. 19 Squadron, S/Ldr Brian J. Lane, RAF Fowlmere UK September 1940
- No. 611 Squadron, P/O Wilfrid G.Duncan Smith, RAF Hornchurch UK, Februar 1941
- No. 303 Squadron, F/Lt Wojchiech Kolaczkowski, RAF Speke UK, September 1941
Eduard nimmt dabei Bezug auf die Farbsysteme Gunze Aqueous, Mr. Color und Mr. Color Super Metallic. Die Decals machen auf mich einen guten Eindruck. Sie sind von Eduard im Jahr 2025 fast randlos gedruckt und weisen einen angenehm dünnen Trägerfilm auf.














Fazit: Es handelt sich bei diesem Bausatz um eine Wiederauflage aus dem Jahr 2020, die für mich aber weiterhin ihre Berechtigung besitzt. Bis auf Kleinigkeiten, wie etwas Grat an wenigen Bauteilen, finden wir hier eine hohe Qualität vor. Da es sich um einen ProfiPack handelt, finden wir alles, um ein sehr schönes Modell entstehen zu lassen. Und das zu einem sehr guten Preis. Typisch Eduard eben.
Sven Bednareck, Berlin (Januar 2026)

