Die Firma ICM hat eine weitere Variante der Panhard Serie herausgebracht. Nach dem Prinzip: Nimm die alte Form, nimm ein paar Änderungen am Bausatz vor und schon hat man kostengünstig einen „neuen“ Bausatz. So handhaben es auch andere Hersteller und das ist im Prinzip auch nicht schlecht Damit haben wir Modellbauer auch eine gewisse Auswahlmöglichkeit bei der Wahl des nächsten Modellbau Projektes.

Neu an dieser Variante ist nun der Funkaufbau. Diese filigrane Funkantenne gab es bis dato nur in der Schienenausführung des P202s zu erwerben. Bereits vor 8 Jahren erschien diese Ausführung bei ICM. Nun gibt es die Funkausführung also auch als „normale“ Straßenversion.

Das Original

Der Panhard war ein allradgetriebener Panzerspähwagen. Die interne Projektnummer lautete 178 und dieser „Name“ wurde einfach übernommen. Die französische Armee beauftragte die Firma Automitrailleuse de Découverte – kurz AMD – mit der Entwicklung des Fahrzeuges. Nach der Besetzung von Frankreich durch die Wehrmacht im Jahre 1940 wurde die Produktion des Panhard weitergeführt. Allerdings wurde ab diesem Zeitpunkt der „Name“ Panhard 204 geführt. Der Panhard hatte eine Besatzung von vier Mann und war mit einer 25-mm-Kanone und einem 7,5-mm-MG ausgestattet. Nach dem Krieg wurde der Panhard weiter produziert, nun aber wieder unter der Bezeichnung 178 B.

Der Bausatz

ICM verwendet für den Verkauf des Bausatzes wieder die bekannte stabilen Faltschachtel. Sehr gut für unsere Kartonsammler von uns, (ich kenne ja keinen..)

Es gibt drei Spritzrahmen im A5 Format und weitere drei kleine im A7 Format. Alle Spritzrahmen bestehen aus grauem Kunststoff. Die Spritzrahmen zeigen keinen Grat und keinen Verzug. Ich würde sagen, dass der graue Kunststoff viel besser zu verarbeiten ist als der gelbe Kunststoff, der die ersten Jahre von ICM verwendet wurde.

Das Modell verfügt über einen Motor samt der Anbauteile. Der Arbeitsplatz des Fahrers und der Innenraum ist einfach dargestellt, aber es ist alles stimmig wiedergegeben.

Das Fahrzeug war ja im Original genietet und dies wurde auch beim Modell sehr gut umgesetzt. Die Darstellung der Nieten ist dabei gut gelungen.

Die Räder sind leider aus Vinyl. Hier würde ich auf jeden Fall zu einen Austausch von Resinrädern raten, aber das muss jeder Modellbauer für sich entschieden.

Es gibt keinen Bogen aus Klarplastik, denn es gibt auch keine Scheinwerfer bei diesen Fahrzeug.

Der Decalbogen enthält Decals für drei Varianten, wobei es sich um Fahrzeuge handelt, die im Dienst der Wehrmacht waren.

Die Bauanleitung

Die Gestaltung der Bauanleitung ist gut gelungen. Alle Baustufen sind übersichtlich untergliedert.

Leider ist alles nur in Schwarz /Weiß gedruckt. Nach 65 kleinen Bauabschnitten ist das Modell dann fertig. Es gibt drei Farbgebungsvorschläge, in Farbe gedruckt.

Fazit

Ein sehr guter Bausatz. So kommt Bastelspaß auf. So soll Modellbau sein. Man kann selber noch hier und da seine eigenen Änderungen vornehmen.

Weiter so ICM.

Holger Syring, Berlin (Januar 2026)

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