Vorbild: In den 1960er Jahren auf Anforderung der Bundeswehr entwickelt, wurden sie im Laufe der Jahre mehrfach technisch weiterentwickelt. Es gibt Varianten mit 2, 3 oder auch 4 permanent angetriebenen Achsen und mit einer modellabhängigen Nutzlast von 5, 7, 10 oder 15 Tonnen. Der MAN mil gl wird außer von der Bundeswehr auch von den Streitkräften anderer Nationen sowie von der UNO und dem technischen Hilfswerk eingesetzt. Die Bezeichnung mil und gl stehen dabei für militarisiert und geländegängig. Die Militarisierung umfasst dabei unter anderem Abweichungen von der Beleuchtung und den Instrumentenanzeigen von zivilen Varianten, sowie eine Dachluke mit Drehringlafette und Gewehrhalterungen. Alle LKW sind nach einem Baukastensystem aufgebaut. Eine Besonderheit ist das Fahrerhaus, welches in Fahrerraum und Motorraum unterteilt ist, wobei der Motor hinter dem Fahrerraum eingebaut ist. Dadurch konnte eine Höhe über Führerhaus von knapp 2,9 m realisiert werden, was die Verladung auf Standard-Eisenbahnwagen ermöglicht. Der LKW 10t mil gl 8×8 ist ausgerüstet mit einem 320 PS Deutz-Motor und wird von den Versorgungseinheiten der Bundeswehr zur Verladung von Mengenverbrauchsgütern wie Munition und Kraftstoff eingesetzt. Der LKW verfügt über einen 1 Tonnen-Ladekran, der auf der linken Seite der Ladefläche mittig montiert ist. Auf der Ladefläche ist Platz für 9 Europaletten. (Wikipedia)

Bausatz: Der Bausatz erschien zunächst im Jahr 2000 als 10 t mit Kran auf der Ladefläche. Regelmäßig wurden anschließend 5-Tonner, 7-Tonner und 10-Tonner veröffentlicht. Der Karton enthält fünf beige und einen klaren Gussast mit über 200 Teilen, neun Reifen, Abziehbilder und die Bauanleitung.

Die Qualität der Bauteile ist insgesamt als sehr gut zu bezeichnen. Mir sind keinerlei Fischhaut oder irgendwelche Fehler im Guss aufgefallen. Auswerfermarken sind so platziert, dass sie nach Montage der Teile nicht mehr zu sehen sind. Sehr viele schöne Details, zum Beispiel der Fahrerraum ist erstklassig wiedergegeben. Auch die auf der Ladefläche montierte Krananlage ist sehr detailreich dargestellt.

Die Klarsichtteile sind fast perfekt, aber an einer Stelle kann man etwas polieren. Die Reifen sind sehr gut profiliert und ohne Fehler. Ob man die Gummiausführung gut findet oder nicht ist Geschmackssache. Es sind keine Herstellerangaben vorhanden (die Reifendruckangaben liegen als Decal vor) und die Reifen im belasteten Zustand darzustellen ist so eine Sache.

Bauanleitung/Bemalung: Die Bauschritte sind angenehm groß, nicht mit Bauteilen überfrachtet und übersichtlich. Es ist sehr gut zu erkennen, wo welches Bauteil anzubringen ist. In Unterbauschritten wird die Montage kleinerer Baugruppen gezeigt. Auch die verschiedenen Lackierungen sind detailreich wiedergegeben. Die Farbangaben beziehen sich ausschließlich Revellprodukte. Die Anbringung der Abziehbilder wird sehr gut erklärt.

Fazit: Revell hat sein Sortiment an Bundeswehr Transportfahrzeugen nach der 5t und 7t-Ausführung sinnvoll um die 10t-Variante erweitert. Dabei ist ein sehr guter Bausatz für fortgeschrittene Modellbauer entstanden. Für alle Bundeswehrfans und ehemalige Soldaten eine gute Empfehlung.

Ronny Fischer, (Oktober 2025)

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