Vorbild: Die Hawk Major, der Nachfolger der Miles Hawk, wurde von einem de Havilland Gipsy III angetrieben und hatte ein verkleidetes Fahrwerk. Der Prototyp  flog 1934 erstmals und belegte im gleichen Jahr mit 238 km/h den zweiten Platz beim King’s Cup Race. Das Renn- und Reiseflugzeug fand zahlreiche private Betreiber. Die M.2F wurde durch die M.2H abgelöst. Als Verbindungsflugzeug flog die Hawk Major bei der RAF, in Rumänien, Australien und Spanien.

Bausatz: Erneut legt KP ein bisher vernachlässigtes Modell mit einer neuen Form vor und liefert in gewohnter Manier den gleichen Gussrahmen mit unterschiedlichen Verpackungen und Dekorationen.

Die KP-typische attraktive, gelb-rote Schüttbox enthält einen hellgrauen Spritzling mit 28 Bauteilen, einer Folie für die Windschutzscheibe, Abziehbilder und die farbige Bauanleitung.

Cockpit (neun Teile) und Fahrwerk sind schlicht, aber ausreichend detailliert. Für Sitzgurte und Instrumente gibt es Abziehbilder. Die Windsschutzscheibe muss man sich aus Folie selbst gestalten. Tragflächen, Höhen- und Seitenruder sind einteilig ausgeführt. Die Angüsse sind ebenfalls mit Vorsicht zu behandeln. Einige Teile zeigen etwas Flash.

Anleitung/Bemalung: Die kleine mit Bemalungshinweisen versehene Anleitung zeigt in sechs Schritten den Bau. Farbzeichnungen der drei angebotenen spanischen Maschinen befinden sich wie immer auf der Kartonrückseite. Die Farbangaben sind allgemein gehalten.

Die Abziehbilder sind sauber, aber mit einem geringen Rand gedruckt.

Fazit: Kovozavody Prostejov erweitert sein Angebot an Exoten und schließt damit eine Lücke. Dieser Bausatz ist für fortgeschrittene Modellbauer zu empfehlen.

Jürgen Willisch, Potsdam (Mai 2022)

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