Vorbild: Die LFG überarbeitete die D.I im zweiten Halbjahr 1916. Obwohl die jetzt D.II genannte Maschine schlechtere Flugleistungen zeigte als die Albatrosse, ging sie in Produktion. Die ersten Maschinen kamen ab Februar 1917 an die Front. Das mit einem 180 PS-Argusmotor ausgestattete Muster erhielt die Bezeichnung D.IIa. Dazu musste der Rumpf angepasst werden. Der Fronteinsatz erfolgte im Juni. Bereits im Dezember 1917 zog man die Haifische von den Kämpfen ab. Es entstanden ca. 320 Flugzeuge.

Bausatz: 2021 brachte KP das erste brauchbare Spritzgussmodell der LFG Roland D.II heraus. Die rot-gelbe Faltschachtel enthält einen grauen Rahmen mit 27 Teilen. Sie fallen recht sauber aus, es müssen nur wenige Überstände entfernt werden. Problematischer sind die Angüsse, die besonders bei den Kleinteilen stark mit dem Modell verbunden sind. Hier ist viel Fingerspitzengefühl beim Abtrennen erforderlich.

Die Gravuren sind deutlich und die Detailierung ausreichend. Das spartanische Cockpit besteht aus vier Teilen und Abziehbildern für die Sitzgurte. Der kleine Motor ist ausreichend, da er fast völlig im Rumpf verschwindet. Den Verspannungsverlauf muss man sich aus dem Bausatzcover zusammenreimen.

Bauanleitung/Bemalung: Die einfache mehrfarbige Bauanleitung führt in sieben Schritten zum Ziel. Sauber auf blauem Trägerpapier gedruckte Abziehbilder haben einen relativ breiten klaren Rand. Sie liefern Material für drei Maschinen verschiedener Jasta.

Die Bemalungsvorschläge befinden sich auf der Kartonrückseite. Farbangaben sind allgemein gehalten.

Fazit: Aufgrund seiner ungewöhnlichen Tragflächenbefestigung fällt die LFG Roland D.II etwas aus dem Rahmen. KP hat hier einen etwas vergessenen Typ für den Modellbauer zugänglich gemacht. Der Bausatz wird sowohl als D.II als auch D.IIa angeboten. Unterschiede zeigt die Bauanleitung nicht. Inwieweit sich die Veränderungen am Rumpf der D.IIa bei diesem Maßstab widerspiegeln müsste, kann ich nicht sagen. Für Liebhaber der fliegenden Drahtverhaue sehr zu empfehlen.

Jürgen Willisch, Potsdam (März 2022)

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.