Vorbild: Die Bell P-39 Airacobra war eine der bemerkenswertesten Konstruktion als Jagdflugzeug im WK II. Sie hatte ein Bugfahrwerk und einen in der Rumpfmitte befindlichen Reihenmotor. Dieser trieb über eine Fernwelle die Luftschraube an. Der Pilot betrat das Cockpit wie ein Kraftfahrer durch eine Tür. Weiterhin hatte die P-39 eine durch die Luftschraubenwelle schießende Kanone. Gemeinsam mit dem Nachfolgemuster P-63 Kingcobra wurde die Airacobra kaum von der USAAF eingesetzt, sondern exportiert. In der Sowjetunion war das Flugzeug sehr erfolgreich. Weiterhin wurde es in größeren Stückzahlen von den freien Franzosen und den auf alliierter Seite kämpfenden Italienern eingesetzt. Von mehreren Versionen gab es Aufklärer.
Bausatz: ArmaHobby erweitert seine P-39 Airacobra-Reihe um eine Aufklärervariante. In der bekannten Faltschachtel befinden sich sehr gut verpackt zwei graue Spritzlinge mit 82 Teilen, ein klarer Spritzling mit fünf Teilen, drei Stahlkugeln, eine gelbe Maske, zwei 3D-Teile, Abziehbilder und die mehrfarbige Bau- sowie Bemalungsanleitung.

Die sauber gespritzten Bauteile haben feine versenkte Strukturen und sehr feine Details. An den Spritzlingen befinden sich Alternativteile für andere Varianten, die in die Restekiste wandern. Dadurch ist der Bausatz auch etwas komplexer, und man muss aufpassen, welche Teile man verbaut. Weiterhin müssen einige Gravuren aufgefüllt bzw. die Öffnungen für Kameras hergestellt werden. Hierfür gibt es auch ein Resinteil.


Das detaillierte Cockpit entsteht aus 13 Teilen. Für das erhaben gestaltete Instrumentenbrett liegen Abziehbilder bei. Diese gibt es auch für die Sitzgurte. Für die drei als Gegengewicht gedachten Stahlkugeln befinden sich im Bugfahrwerksschacht die entsprechenden Vertiefungen.

Die Tragfläche besteht aus drei Großbauteilen. Leider haben die Querruder keine scharfen Hinterkanten. Das Fahrwerk samt Klappen ist gut detailliert. Die Räder sind einteilig und haben daher kein Profil. Beide Auspuffteile werden von außen eingeklebt. Beide Cockpittüren kann man öffnen. Das dreiteilige Höhen- und Seitenleitwerk verfügt über scharfe Hinterkanten. Die Glasteile sind auch richtig klar und recht dünn.

Anleitung/Bemalung: Die übersichtliche Anleitung führt in 23 Schritten zum Ziel. Der sauber gedruckte Decalbogen liefert neben Wartungshinweisen alles für die Dekoration von drei US-Maschinen. Bei den Farbhinweisen stehen die Firmen Hataka, AK RC, Humbrol, AMMO, Mr. Color, Vallejo und Tamiya zur Auswahl.



Fazit: ArmaHobby liefert einen hochdetaillierten Bausatz, der den Modellbauern mit Erfahrung sehr zu empfehlen ist.
Jürgen Willisch, Potsdam (Oktober 2026)

