Vorbild: Die Mitsubishi A6M war ein japanisches propellergetriebenes Trägerjagdflugzeug, das von den Kaiserlich Japanischen Marineluftstreitkräften während des 2.Weltkrieges eingesetzt wurde. Mit ca. 11000 gebauten Exemplaren ist es das meistgebaute japanische Flugzeug des Krieges. Das Flugzeug war durch sein geringes Gewicht sehr wendig und besaß eine für Jagdflugzeuge ungewöhnlich große Reichweite, was jedoch durch Verzicht auf Schutzvorrichtungen wie Panzerung oder selbstabdichtende Treibstofftanks erkauft wurde. Der Erstflug fand am 1. April 1939 statt. Es gab insgesamt acht Ausführungen A6M1 bis A6M8, die sich durch unterschiedliche Modifikationen voneinander unterschieden. Die Version A6M5 Typ 52a war etwa 9 m lang und besaß eine Spannweite von 12 m. Bei dieser Variante wurde auf den Klappmechanismus der Tragflächen verzichtet. Zusätzlich wurden Querruder, Querrudertrimmklappen und Landeklappen überarbeitet. Der 14-Zylinder-Sternmotor mit ca. 1130 PS beschleunigte das Flugzeug auf maximal etwa 560 Km/h. Die Reichweite betrug dabei etwa 1560 km. Die Bewaffnung bestand aus 2×13 mm MG in den Tragflächen sowie 2x 20mm Kanonen, ebenfalls in den Tragflächen. Zusätzlich konnten bis zu 318kg Bomben mitgeführt werden. Trotz der erkannten und dokumentierten Stärken der A6M, waren nach dem Angriff auf Pearl Harbor die amerikanischen Piloten von der Leistungsfähigkeit der Maschinen überrascht und mussten zum Teil schwere Verluste hinnehmen. Erst durch Entwicklung verbesserter Luftkampftaktiken und später der Einführung neuer Flugzeugtypen wie F6F Hellcat, F4U Corsair, P-51 Mustang und P-38 Lightning in großen Stückzahlen, konnte die Überlegenheit der A6M gebrochen werden. Ab 1944 war die A6M kaum noch konkurrenzfähig und wurde in großer Zahl bei Kamikaze-Angriffen eingesetzt.
Quelle: Wikipedia


Bausatz: Bei diesem Bausatz handelt es sich um einen Profipack. Nach mehreren herausgebrachten Versionen, beginnend im Jahr 2021, hat Eduard diesen Bausatz 2025 mit neuen Teilen versehen. Das heißt, es ist alles enthalten, um daraus ein ansprechendes Modell zu bauen. Der Kit kommt im für Eduard typischen Stülpkarton daher. Das sehr ansprechende Deckelbild zeigt die Zero in sehr gebrauchter Optik kurz nach Abschuss einer amerikanischen Maschine. An der Seite des Kartons sind die fünf möglichen Bemalungsvarianten dargestellt. Im Bausatz sind vier Spritzlinge aus grauem Kunststoff, einer aus klarem Kunststoff für die Kanzel, ein Bogen bedruckter Ätzteile, Masken, zwei Bögen mit Decals sowie die Bauanleitung. Alle Teile sind sicher und geschützt in Folie verpackt. Über die Gussqualität muss man, wie bei Eduard zu erwarten, nicht viele Worte verlieren. Kein Grat, keine später sichtbaren Auswerfer oder störende Sinkstellen. Einfach perfekt. Stattdessen erfreut sich der Sehnerv des Betrachters an herrlich knackigen Details, versenkten und erhabenen Strukturen und unzähligen schönen Nieten, soweit das Auge reicht.


Das sehr detaillierte Cockpit besteht aus diversen Bauteilen und ist fast schon ein Bausatz im Bausatz. Dabei werden auch diverse PE-Teile verbaut. So auch die Gurte für das fliegende Personal. Sehr löblich. Das Cockpit wird dann als ganzes in die Rumpfschalen montiert. Der untere Teil der Tragflächen besteht aus einem Bauteil, auf den die oberen beiden Tragflächenteile aufgesetzt werden. Das sorgt für den richtigen Einbauwinkel der Tragflächen. Sämtliche Ruder liegen als Extrateil bei und können ausgelenkt dargestellt werden. Das gefällt. Die gesamte Tragflächenkonstruktion wird dann am Rumpf montiert. Der Motor wird aus sechs Bauteilen zusammengebaut und macht einen hervorragenden Eindruck. Die Cowling besteht aus zwei Halbschalen, die durch zwei PE-Teile ergänzt werden. Auch Fahrwerk und Fahrwerksschacht sind sehr detailliert und werden durch mehrere Ätzteile aufgewertet. Die Räder des Hauptfahrwerks bestehen aus drei Teilen, was die Bemalung erleichtert.

Die Cockpit-Verglasung kann im offenen oder geschlossenen Zustand gebaut werden. Sie ist dabei wirklich glasklar und ohne Schlieren gespritzt.


Bauanleitung/Bemalung: Die Bauanleitung liegt dem Bausatz, wie bei Eduard gewohnt, als Heft im Format A4, auf hochwertigem, festem Papier bei. Das Deckblatt beschäftigt sich mit dem Original. Auf der folgendenden Seite gibt es die Übersicht über den Inhalt des Bausatzes, die Erklärung der Piktogramme und die benötigten Farben. Dabei nimmt man Bezug auf die Farbsysteme Gunze Aqueous und Mr. Color. In der Bauteileübersicht fällt auf, das viele Teile blau hinterlegt sind und somit in des Modellbauers Restekiste wandern. Auf den folgenden zwölf Seiten der Bauanleitung wird man sicher durch den Bau des Modells geführt. Dabei sind die einzelnen Bauschritte sehr übersichtlich gehalten und wirken nicht überladen. Auf Heftseite 14 ist eine Übersicht der im Bausatz enthaltenen Masken und deren Anbringung farbig dargestellt. Das erleichtert die Bemalung des Modells ungemein.








Im Anschluss folgen die fünf möglichen Bemalungsvarianten. Alle sehr gut recherchiert mit Orten und Zeiträumen des Einsatzes.
Mögliche Varianten sind:
- Lt. Shinya Ozaki, Kotukai 343, Agana Airfield, Guam, Juni 1944
- Hikotai 166, Kokotai 653, Oita Base, Japan, September 1944
- Hikotai 407, Kokutai 221, Philipinen, Februar 1945
- ENS Sada-aki Akamatsu, Kokutai 302, Atsugi, Japan, Februar 1945
- CPO Takanobu Obata, Tsukuba Kokutai, Japan, Februar 1945






Auf der letzten Seite der Bauanleitung folgt die Platzierung aller Stencils. Die beiden Bögen mit den Abziehbildern sind von Eduard im Jahr 2025 selbst gedruckt und machen einen sehr guten Eindruck. Mit einem winzig kleinen Rand und angenehm dünn auf hellblauem Trägerpapier.



Fazit: Eduard stellt uns mit diesem Profipack einen Bausatz auf den Basteltisch, der alles enthält, was man braucht und an dem der Bastelfreund mit etwas Erfahrung sehr viel Freude haben wird. Und das Ganze zu einem attraktiven Preis. Von mir eine klare Kaufempfehlung.
Sven Bednareck, Berlin (November 2025)

