Original: Der Porsche 928 ist ein Sportwagen, den Porsche von 1977 bis 1995 produzierte. Er ist ein Gran-Turismo-Wagen mit V8-Frontmotor und Hinterradantrieb. Getriebe und Differential liegen in einem gemeinsamen Gehäuse an der Hinterachse (Transaxle).
Der 928 war das Spitzenmodell von Porsche, das Anfang der 1980er-Jahre den Porsche 911 ablösen sollte. (Wikipedia)
Bausatz: Der 928er ist keine Modellneuheit sondern ein Griff in die Formenschublade aus den 70ern des vergangenen Jahrtausends. 1979 als Bausatzneuheit erschienen blieben die Formen im Laufe der Jahre ausschließlich in den Händen von Heller und Heller/ Humbrol. In diesen Jahren änderte sich lediglich das Aussehen der Verpackung. Die Formen selbst wurden nicht überarbeitet. Der Porschebausatz besteht aus 45 Teilen die sich auf 5 Spritzäste verteilen. Dazu gibt es die Bauanleitung, einen Decalbogen und in dieser Auslieferungsversion drei Heller-Farben, Pinsel und Kleber.


Schauen wir uns die Karosserie an. Diese wirkt auf den ersten Eindruck stimmig und weist sehr feine Oberflächendetaillierungen auf. Die minimal sichtbaren Trennlinien auf der Oberfläche sollte man versäubern. Am Heck gibt es einen dicken formtechnischen Anguss. Beim Entfernen des Angusses ist Vorsicht geboten, da die Karosserie relativ dünnwandig ist. Innen befinden sich noch einige Auswurfmarkierungen in Fischhautqualität. Diese lassen sich problemlos mit dem Fingernagel entfernen. Ansonsten sind kaum Unregelmäßigkeiten auf der Karosserie zu beobachten.




Der Fahrzeugboden ist einfach gehalten, ähnlich preiswerter Diecast-Modelle in diesem Maßstab. Motorunterseite, Antriebsstrang, Abgasanlage sowie Vorder- und Hinterachse sind zu erkennen und können farblich hervorgehoben werden. An dem Fahrzeugboden befinden sich auch die jeweiligen Achszapfen für die Rädermontage. Die auf dem Deckelbild gezeigten „Gullideckel“-Felgen sind nicht Bestandteil der Lieferung. Der Modellbauer erhält die „Telefon“-Felgen. Die zweigeteilte Bereifung ist Teil der Felgenrückseite und wir lediglich durch eine kreisrunde Reifenhälfte mit Felgenvorderseite ergänzt. Auf der Lauffläche hätte man sich ein Profil gewünscht. Der Innenraum ist ebenfalls in der Detaillierung und Montage einfach gehalten. Komponenten wie Armaturenbrett, Lenkrad, Schalthebel sowie Sitze vorn und hinten sind vorhanden und können mit demensprechend guter Lackierung bestens in Szene gesetzt werden. Für den Durchblick in den Innenraum sorgen in Qualität und Materialstärke zufriedenstellend produzierte Klarsichtteile. Auf deren Oberflächen sind die Scheibenwischer vorn und hinten schemenhaft zu erkennen. Die Fahrzeugbeleuchtung vorn und hinten wird ebenfalls durch Klarsichtteile dargestellt. Die Hauptscheinwerfer können in abgesenkter beziehungsweise in aufgestellter Position montiert werden. Bei allen Teilen sind bis auf die später nicht sichtbaren Auswurfmarkierungen keine Unregelmäßigkeiten zu erkennen.


Bauanleitung/ Bemalung: Ein Faltblatt führt einfach und übersichtlich durch acht Bauabschnitte. Bei der Bemalung greift der Hersteller auf das firmeneigene Farbsortiment und das von Revell. Drei der acht vorgeschlagenen Farben sowie ein Pinsel und Kleben finden sich im Karton wieder. Der kleine Decalbogen liefert das Dekor für eine Straßen- bzw eine Rennversion. Die Straßenversion kommt mit einem Gummersbacher Kennzeichen in alter Form daher. Die Decals hierfür sind sauber und randscharf gedruckt.




Fazit: Ein empfehlenswerter Bausatz für kleines Geld. Ideal als Einstieg für den Modellbaunovizen und für Kleinprojekte zwischendurch. Trotz hohen Alters macht der Porsche 928 eine sehr gute Figur. Bei den Reifen hätte man sich eine Überarbeitung gewünscht.
Erhältlich ist der Bausatz bei gut sortierten Modellbauhändlern oder im Versandhandel.
Alexander Hilbig, Berlin (September 2026)

