Vorbild: Die DG-1000 ist ein zweisitziges Segelflugzeug des deutschen Segelflugzeugherstellers DG Flugzeugbau. Sie ist die Weiterentwicklung der DG-505, ihr Erstflug fand am 27. Juli 2000 statt. Neben der neuentwickelten Tragfläche wird optional ein neues Fahrwerk angeboten, welches so weit nach vorn schwenkt, dass auf ein Bugrad verzichtet werden kann. Bei den Bedienelementen kam als Neuheit der „Piggott-Haken“ dazu, der das unbeabsichtigte Ausfahren der Bremsklappen verhindert. Die Tragflächen bestehen aus CFK. Der Segelflug-Index beträgt 110. Bei der Variante S gibt es die Möglichkeit, mit unterschiedlichen Flächenenden 20m bzw. 18m Spannweite zu erzielen. Entsprechend beträgt die Gleitzahl dieses Musters 46,6 bzw. 42. Mit den kürzeren Flächen ist voller Kunstflug möglich.
Quelle: Wikipedia
Bausatz: 2020 hat Brengun die DG-1000S als Bausatz in Maßstab 1/48 auf den Markt gebracht. Möglicherweise hat man diese Daten genutzt und liefert den Freunden des kleinen Maßstab 1/144 einen neuen Kit. Geliefert wird der Bausatz in einen Art Umschlag mit einem schönen Titelbild. Auf der Rückseite werden in einer farbigen Grafik die beiden möglichen Markierungen gezeigt. Die 14 Teile befinden sich an einem Spritzrahmen aus grauem Plastik sowie einen sehr kleinen Gussast aus klarem Kunststoff. Augenscheinlich handelt es sich um eine Short-run Form. Was bedeutet, dass an der einen oder anderen Stelle etwas Mehrarbeit bei der Versäuberung und Anpassung notwendig werden kann. Aber nichts, was auch nicht so versierte Modellbauende vor große Herausforderungen stellt.


Die Aufteilung der Hauptbaugruppen ist in der für Flugzeugmodelle typischen Ausführung gewählt. Der Bau beginnt mit dem Cockpit, welches hier als einteilige Wanne ausgeführt ist. Die beiden Instrumentenbretter werden separat verklebt. Da auch das Vorbild eher spärlich ausgestattet ist, reicht die Detailierung für diesen Maßstab völlig aus. Wer will, kann ja noch aus dünnem Draht die beiden Steuerknüppel ergänzen. Die Wanne wird dann in eine der beiden Rumpfhälften verklebt und der Rumpf anschließend verschlossen. Das Seitenleitwerk ist komplett an der linken Hälfte anmodelliert und verfügt damit über eine einteilige Hinterkante, was auch für das Höhenleitwerk und die beiden Tragflächen gilt. Für das Fahrwerk können die Modellbauenden zwischen einer ausgefahrenen oder der eingezogenen Stellung wählen. Wie schon oben erwähnt, sind die beiden Tragflächen jeweils einteilig. Etwas ungünstig finde ich die Position der Angüsse an der Vorderkante. Hier muss man vorsichtig arbeiten, damit das angedeutete Profil nicht wellig beim Versäubern wird. Ein Nachmessen meiner Seite ergab, dass das Modell mit 18m Spannweite dargestellt wird.



Den Abschluss des Baus bildet das Anbringen der beiden Klarsichthauben. Meiner Meinung nach, ist das Verkleben auch in geöffneter Stellung möglich. Die Gussqualität ist nicht perfekt, aber für diesen Maßstab in Ordnung. Die Materialstärke ist erstaunlich dünn.
Anleitung: Die Bauanleitung in s/w Druck zeigt den Aufbau des Modells klar und deutlich in wenigen Schritten. Auf der Rückseite des A5 großen Faltblatts befindet sich nochmal die Grafik in s/w Druck für die beiden möglichen Markierungen, welche wir auch auf der Verpackung finden. Als mögliche Maschinen hat man sich für die beiden folgenden entschieden:
- DG-1000S, OK-1066, c/n 10-656, ehemalige D-1066, Aeroclub Vyskov, Flugplatz Vyskov Tschechien seit März 2013
- DG-1000S, D-1066, c/n 10-656 gebaut 2002, AeroClub Saar e.V., Marpingen Deutschland


Der kleine Decalbogen enthält dafür alle notwendigen Markierungen. Der glänzende Druck ist von guter Qualität.

Fazit: Vor rund acht Jahren erschien die Let L-13 Blanik bei Mark I Models. Nun bekommt das Thema Segelflugzeuge in 1/144 dankt Brengun Zuwachs. Mit dem vorliegenden Kit liefert der tschechische Hersteller einen einfachen, aber attraktiven Bausatz ab.
Erhältlich sind die Produkte von Brengun u.a. direkt auf der Seite des Herstellers.
Sebastian Adolf, Wettstetten (September 2026)

