Das Vorbild: Die Geschichte des Mercedes-Benz Typ 170 begann bereits 1931 und bis zum Ausbruch des Krieges wurden von diesem PKW rund 70.000 zivile Fahrzeuge in verschiedenen Ausführungen gefertigt. Das „V“ in der Bezeichnung steht für Frontmotor und das „K“ für die militärische Ausführung als Kübelwagen. Diese Version wurde ab 1938 bis 1942 für Polizei, zivile Behörden sowie überwiegend für verschiedene Militäreinheiten und Ausführungen, in einer Anzahl von über 19.000 Fahrzeugen gefertigt. Damit war dieses robuste Fahrzeug, nach dem von Volkswagen, der meistgebaute Kübelwagen des zweiten Weltkriegs. (Nach Wikipedia)
Der Bausatz: Mini Art ist ja bereits dafür bekannt ihre Bausätze, mit einigen Veränderungen, in immer wieder neuen Versionen auf den Markt zu bringen. Der MB170 dürfte dabei inzwischen zur Spitze gehören. Seit dem Erscheinen der ersten PKWs 2012, der seinerzeit übrigens in der geschlossenen und Cabrio SaloonVersion noch als MB 170V deklariert wurden, gab es nur noch 170V ohne das MB. Seither sind von dieser zivilen Version insgesamt 18 Bausätze in verschiedenen Ausführungen erschienen. Ab 2025 brachte der Hersteller erstmals nun auch die militärische Ausführung als Kübelwagen heraus, von dem inzwischen die hier beschriebene, auch bereits die fünfte Version darstellt.





Die Fertigungsqualität und Detaillierung der einzelnen Bauteile ist auch hier wieder einmal echt Oberklasse. MiniArt ist ja inzwischen bekannt dafür, wirklich hervorragend Bausätze zu fertigen. Schon das Betrachten der Einzelteile auf den insgesamt sieben Spritzlingen, lässt echte Bastelfreude aufkommen. So findet man den Kühlergrill z.B. sogar in zweifacher Version die mit ihren feinen Strukturen wirklich Klasse umgesetzt sind. An den Seiten der Reifen wurden neben der Herstellerangabe sogar auch die Ventile an den Reifen umgesetzt. Wirklich Klasse gemacht, da solche kleinen Details meist nicht berücksichtigt werden.



Die Bauteile für das Verdeck besitzen einen sehr schönen und realistischen Faltenwurf. Auch die Klebeflächen wurden so platziert, dass die Übergänge so wie beim Original aussehen und nicht noch zusätzlich verspachtelt werden müssen. Selbstverständlich gibt es aber auch ein offenes Verdeck, um die vielen Details im Innenraum zeigen zu können. Wie hochwertig die Bausätze dieses Hersteller sind, zeigen auch die klaren Scheiben sowie die Gläser der Scheinwerfer, welche sogar die Rillen zeigen, wie sie auch im Original vorhanden sind.

Der beiligende Ätzteilebogen enthält viele weitere feinste Details wie Gewehrhalter, die Scheibenwischer und sogar ein Hufeisen, das an dem Kühlergrill als Glücksbringer angebracht werden kann.
Bemalung: Die Bauanleitung führt incl. Optionen in insgesamt 52 Baustufen zum fertigen Modell. In Farbe sind hier auch vier Versionen baubar, von denen zwei in einer Winterversion sowie eine des DAK darstellbar sind. Ob letztere bei den dortigen Temperaturen wirklich jedoch mit geschlossenem Verdeck und Scheiben genutzt wurde, sei mal dahingestellt. Die Farbangaben beziehen sich auf die Sortimente von sechs bekannten Herstellern.



Der beiligende Decalbogen von Cartograf besitzt feinste und randscharfe Decals die neben den Reifendruckangaben und Armaturenanzeigen, sogar auch die Zulassungsstempel auf den Kennzeichen zeigen.
Fazit: MiniArt hat hier mal wieder so richtig einen rausgehauen und uns ein toll detailiertes Modell dieses interessanten Kübelwagens beschert das separat oder auch auf vielen Dioramen verwendbar ist und eine gute Alternative zu dem bekannten Volkswagen Kübel sein dürfte.
Von mir gibt es dafür ein klares Daumen hoch. Obwohl der Hersteller bereits so viele zivile Versionen des 170V sogar als Lieferwagen herausgebracht hat, wundert es mich jedoch etwas, dass noch keine Krankenwagen Version davon erschienen ist. Der würde die Serie dann kompletieren und bestimmt auch viele Käufer finden. Mal sehen!
Sehr empfehlenswert
Reiner Janick, Berlin (August 2026)

