Vorbild: Am 14. September 2022 wurde die 7. Generation des Ford Mustang (interner Code S650) auf der Detroit Motor Show vorgestellt. Der neue Mustang wird seit 2023 als Auto des Modelljahres 2024 produziert. Seit Februar 2024 wird er auch in Europa verkauft. Die neue Generation steht auf derselben Plattform wie bereits die Vorgängergeneration von 2014. Das Außendesign so wie auch der Innenraum sind jedoch gänzlich neu. Das Design des neuen Mustang ist dabei stark an den Vorgänger angelehnt. In der Front dominieren flache, breite LED-Scheinwerfer sowie Lufteinlässe und ein großer Kühlergrill. Die Motorhaube hat je nach Motorisierung einen zentralen Lufteinlass. Im Heck gibt es keine schwarze Heckblende mehr, die LED-Rückleuchten mit den drei Mustang-typischen vertikalen Balken sind weiterhin vorhanden. Die Heckpartie mit den Leuchten ist dabei insgesamt nach innen gekehrt. (Wikipedia)

Bausatz: Revell hat das Erscheinen des 2024er Ford Mustang GT für den November 2025 angekündigt. Es handelt sich hier um ein Snap-Kit, der heutzutage von Revell als Click System Bausatz angeboten wird. Mehrfarbige, präzise gefertigte Bauteile werden durch einfaches Zusammenstecken stabil verbunden und mit Decals oder Stickern dekoriert. Der Bausatz besteht aus 65 Teilen und bietet die Möglichkeit zwei Modellvarianten, nämlich das Serienmodell GT oder das Jubiläumsmodell 60th Anniversary, zu bauen. Hauptsächlich unterscheiden sich die Varianten durch unterschiedliche Felgentypen, einem Heckspoiler beim GT und Farbenspiele bei den Außenspiegeln und im Kühlergrillgereich.

Gestartet wird mit dem Innenraumbereich. Die Montage gestaltet sich mehr als überschaubar und einfach. Bei Betrachtung der Teile mit Aufnahmen des Originals (siehe auch „mustangfanclub.com“) kommt es zum ersten Aha-Effekt. Hier wurde so gut wie alles eins zu eins umgesetzt. Stimmiges Armaturenbrett mit Mittelkonsole und Lenkrad. Alle Bedienelemente sind wiederzuerkennen. Nicht anders geht es bei den Tür- und den Fondverkleidungen zu. Lautsprechergitter und Türöffner sind einwandfrei zu erkennen, genauso wie die unterschiedlichen Felder an den Türverkleidungen für die unterschiedliche Farbgebung. Hier lässt sich mit Farbe noch jede Menge herausholen. Sinkstellen oder andere Unregelmäßigkeiten sind in diesem Bereich nicht aufgefallen. Genauso mängelfrei präsentiert sich die Karosserie. Bei der Komplettierung der gut detaillierten Karosserie werden Front- und Rückleuchteneinheiten montiert. Das Frontscheinwerfergehäuse sollte auf alle Fälle farblich nachgearbeitet werden, da es sonst nach dem Aufsetzen der Scheinwerferverglasung zu plastikhaft aussieht. Die ebenfalls einzusetzende Fahrzeugverglasung sorgt für den nächsten Aha-Effekt. Hier besticht die Verglasung mit einer fertigen schwarzen Umrandung wie beim Original. Die Umrandung cachiert beim Original die Verklebung von Metall mit Glas. Die Verglasungsteile sind ohne Schlieren und weisen auch eine exzellente Materialstärke auf.

Nach Montage der Dachkonsole wird die Innenraumwanne in die Karosserie mit der Bodengruppe eingesetzt. Die Bodengruppe ist vereinfacht dargestellt. Sie weist im Grunde genommen die Merkmale eines Curbside-Modelles auf. Ein aufgeprägtes Getriebe, eine zweiflutige Abgasanlage, Tank sowie eine Vorder- und Hinterachse wirken trotz der Vereinfachung immer noch recht ordentlich. Mit Farbe und Pinsel und das zusätzliche Aufbohren der Auspuffendrohre kann man eine optische Steigerung erzielen. Die Bodengruppe und Karosserie werden miteinander durch Stifte verbunden. Die Bodengruppe erhält dann die Brembo-Bremsanlage. Diese sollte ebenfalls einen Farbanstrich erhalten, da sie es verdient zur Geltung gebracht zu werden. Hier wurde trotz Einfachheit an Details nicht gespart. Die Brembo-Decals auf den Sätteln sind das I- Tüpfelchen und durch die sternförmigen Felgen wunderbar sichtbar. Die Felgen sollten ebenfalls einen Anstrich erhalten, da sie sonst zu plastikhaft aussehen. An der Bereifung gibt es an sich nichts zu mäkeln. Ob der Profiltyp beim Original zu Einsatz kommt, ist mir nicht bekannt. Verbaut werden Continental und Pirelli-Reifen. Aber wen interessiert dies letztendlich. Abschließend werden die Hauben, der Kühlergrill, Spiegel usw. montiert. Bei den Außenspiegeln sollte die Spiegelgläser für einen besseren Effekt am besten mit einer Chromfolie oder ähnlichem aufgearbeitet werden. An den Bauteilen selber gibt es nichts zu beanstanden. Keine Sinkstellen, keine Fischhaut oder sonstige Unregelmäßigkeiten.

Bauanleitung/ Bemalung: Die leicht verständliche Bauanleitung mit 30 Bauabschnitten ermöglicht einen unproblematischen Zusammenbau. Eine Bemalung ist nicht notwendig und wird auch in der Anleitung nicht angesprochen. Optional kann das Modell zusätzlich bemalt werden und wird damit zum ganz persönlichen Unikat. Der Decalbogen wie auch der Stickerbogen sind in hervorragender Qualität gedruckt und erlauben den Bau beider Modellvarianten. Der Decalbogen liefert erfreulicher Weise noch zusätzlich einige fahrzeugspezifische Decals, die im Innenraum, an Bremssättel und Felgen Verwendung finden. Wie schon erwähnt, Bemalungshinweise gibt es keine. Hier muss im Bedarfsfall im Internet recherchiert werden.

Fazit: Ein sehr gut durchdachter Bausatz, der speziell in der Detaillierung durch Zugabe eines reichhaltigen Decal- und Stickerbogen sowie den beiden Radvarianten überzeugt. Der Modellbauanfänger kommt zügig ohne Kopfschmerzen zu einem respektablen Ergebnis. Der Profi wird hier und da noch einiges aus dem Modell herausholen und natürlich auch zur Farbe greifen.

Kurzum, beide Parteien erhalten Bastelspaß zu einem fairen Preis um die 30 Euro.

Zu beziehen ist dieser Bausatz im gut sortierten Fachhandel oder bei Revell direkt.

Alexander Hilbig, Berlin (Februar 2026)

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