Vorbild: Der BMP-3 ist ein russischer Schützenpanzer, der in den 1980er-Jahren entwickelt wurde. Er war eine komplette Neukonstruktion und ist losgelöst von seinen namentlichen Vorgängern BMP-1 und BMP-2. Die Besatzung besteht aus drei Mann und zusätzlich kann er bis zu sieben Soldaten aufnehmen.

Die Bewaffnung fällt für einen Schützenpanzer durchaus stark aus, er verfügt über eine 100-mm-Panzerkanone mit der Fähigkeit, Panzerabwehrraketen des Typs 9K116-3 Basnja (NATO-Codename: AT-10 Stabber) zu verschießen, sowie über eine 30-mm-Autokanone und ein 7,62-mm-PKT-Maschinengewehr im Turm. Dazu besitzt er noch zwei weitere Maschinengewehre links und rechts vorn an der Wanne.

Mit seinem 500 PS starken Motor erreicht er auf Straßen eine Geschwindigkeit von bis zu 70 km/h und im Gelände kommt er auf etwa 45 km/h. Darüber hinaus kann der BMP-3 auch amphibisch eingesetzt werden und verfügt über zwei Wasserstrahlantriebe.

Bausatz: Zvezda hat mit der Serie History on the Table eine neue Sparte für sich erschlossen und spricht damit gezielt die Tabletop-Community an. Die Modelle im Maßstab 1/100 sind als einfach zu bauende Snap-Fit-Bausätze ausgelegt und richten sich besonders an Spielerinnen und Spieler, die ihre Armeen schnell und unkompliziert aufbauen möchten. Mit diesen Sets lassen sich unter anderem bekannte Systeme wie Flames of War oder Team Yankee darstellen und bespielen.

Typisch für diese Serie kommt auch der BMP-3 in einer Aufhängeschachtel. Auf der Rückseite bekommt man einen Einblick in weitere mögliche Fahrzeuge für seine kleine Armee. In der Schachtel findet man zwei Gussrahmen und eine kleine Anleitung in Beipackzettel-Form.

Der Guss ist gut und frei von Fischhaut, einzig auf der Oberwanne befindet sich eine Macke, die jedoch nur stören würde, wenn man das Fahrzeug nicht bemalt. Die direkt angegossenen Details, typisch für ein einfaches Snap-on-Kit sind in Ordnung. Offenbar schwankt es bei dieser History on the Table-Serie, wie viel Arbeit in die Bausatzformen gesteckt wird, mal sind die Fahrzeuge detaillierte und mal weniger. Dieses hier reiht sich in der Mitte ein.

Alle benötigten Teile findet man auf insgesamt zwei Gussrahmen. Dazu bekommt man auch einen kleinen Decalbogen mit Nummern.

Wie schon erwähnt, schwankt der Detaillierungsgrad offenbar von Fahrzeug zu Fahrzeug. Der T-90MS war wirklich herausragend, hier ist der Turm ebenfalls sehr gelungen, doch die Ketten gehen gar nicht.

Anleitung: Wie eingangs erwähnt, liegt dem Bausatz die Anleitung in typischer Beipackzettelform bei. Auf der Vorderseite findet man einen kurzen Text mit Informationen zum Fahrzeug und auf der Rückseite gibt es eine Art Explosionszeichnung, die zeigt, an welche Position die jeweiligen Teile kommen.

Natürlich habe ich es mir nicht nehmen lassen und auch diesen Bausatz direkt gebaut. Alles passte sehr gut und in unter zehn Minuten stand der kleine BMP-3 vor mir.

Fazit: Nettes kleines Modell, die Passform ist gut und grade für Anfänger natürlich sehr geeignet. Was mich ein wenige wundert ist der Preis, so kostet er ca. 3€ mehr als der Churchill MK. lV.

Florian Schuster, Berlin (März 2026)

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