Das Vorbild: Der Mercedes-Benz W 136 (Verkaufsbezeichnung: 170 V für Vorne, Frontmotor) ist ein Pkw von Mercedes-Benz. Er wurde gemeinsam mit den Typen 260D und 170 H (Heckmotor) im Februar 1936 in Berlin auf der 26. Internationalen Auto- und Motorrad-Ausstellung(IAMA) vorgestellt. Als einziges Vorkriegs-Pkw-Modell baute Daimler-Benz den W 136 nach dem Zweiten Weltkrieg weiter. Bereits in Kriegszeiten entstanden unter dieser Typnummer verschiedene Varianten für militärische Zwecke und als Nutzfahrzeug.

in den Jahren 1938 bis 1942 wurden unter der Berzeichnung 170 VKca. 19000 Exemplare als Kübelwagen hergestellt. Und damit erreichte er nach dem Volkswagen Kübelwagen den zweiten Platz der meistgebauten Deutschen Kübelwagen des Zweiten Weltkriegs.
(Auszug aus Wikipedia)

Technische Daten

Produktion1938–1942, 19.075 Stück
MotorViertakt-Otto-Motor, vorn längs stehend, Hubraum 1697 cm³
FahrgestellX-förmiger Oval-Rohrrahmen
GetriebeViergang-Schaltgetriebe
Radstand28

Bei dem Kfz. 2 Typ 170 VKhandelt es sich um den leichten, geländegängigen Funkkraftwagen der deutschen Wehrmacht, der mit geringfügigen Umbauten und Zubehör als Werkstattwagen in der Ausführung Kfz.2/40 Verwendung fand.

Der Bausatz: Im Jahr 2012 erschien der erste Bausatz des Mercedes-Benz Pkws in der Ausführung 170 V. Seit dieser Zeit wurde das Fahrzeug in unterschiedlichsten Varianten von der Limousine, dem Cabrio bis zum Pick-Up inzwischen in 17 unterschiedlichen Bausätzen angeboten. Eine Erweiterung der Fahrzeugreihe erfolgte 2026 mit dem Kübelwagen, wobei hier als erstes der Funkkraftwagen Kfz.2 an den Start ging. Davon existieren bereits zwei Versionen und kurz danach folgten bereits Bausäätze vom Kfz.1, also dem reguläre Kübelwagen, mit und ohne Verdeck. Ein First Look dazu ist hier zu finden. Nun offeriert Miniart auch noch den Werkstattwagen, mit dessen Hilfe es möglich war, auch im Felde kleinere Reparaturen an Fahrzeugen durchzuführen.

Die Bauteile des Werkstattwagens befinden sich in einem sehr schön gestalteten Stülpkarton, auf dessen Deckel ein Fahrzeug in einer wüstenartigen Umgebung im Einsatz gekonnt und wirkungsvoll dargestellt ist.

In der Kiste findet man insgesamt zehn Spritzgussrahmen aus grauem Plastik, einen Teileträger für Klarsichtteile, einen Bogen mit Ätzteilen, Abziehbilder und natürlich den Bauplan.

Die Teilezuordnung sieht dabei wie folgt aus:

A: Rahmen, Chassis und FahrzeugteileAc (4x): Blattfederpakete
B: Motor und Kleinteile
Bc: Teile für Fahrzeugaufbau
Cb: Klarsichtteile
D (2x): Räder und Kleinteile
D1: Werkzeugkasten
Cf: Gasflaschen
Cd: Kastenaufbau für Gasflaschen
Fa (2x): Benzinkanister

PE Teile
Decalbogen

Im Unterschied zur regulären Version als Truppentransportfahrzeug bzw. Kübelwagen erhält man bei diesem Bausatz alternative Teile für den Aufbau (Gussast Bc), bei dem die rechte hintere Fahrzeugtür fehlt, weil sich an dieser Stelle entweder die Funkausrüstung oder Stauboxen für den Werkstattwagen befanden. Darüber hinaus erhält man bei diesem Bausatz noch Teileträger, die zwei Gasflaschen, einen Werkzeugkasten mit Werkzeug und Benzinkanister enthalten.

Auch der Ätzteilebogen ist speziell für dieses Fahrzeug konzeptioniert, denn auch darauf befinden sich weitere Werkzeuge, die mit Hilfe der Ätzteile auch maßstabsgetreu dargestellt werden können.

Alle Teile sind wieder perfekt und detailgetreu umgesetzt und der Bau startet mit einem sehr schönen 4-Zylinder Reihenmotor, der 38 PS lieferte. Dieser kann dann auf dem Rahmen inklusive Getriebe und Radaufhängungen aufgesetzt werden. Im Gegensatz zu ICM hat Miniart hier eine wirklich gute Balance in Bezug auf Detaillierung und Granularität des Bausatzes gefunden, denn die Anzahl der Teile ist absolut angemessen, um ein überzeugendes Ergebnis zu liefern, ohne den Modellbauer zu überfordern. Erwähnenswert sind die Spiralfederung an der Vorderachse und die Hinweise zur Gestaltung der Bremsleitungen.

Auch die Bauteile für den Innenraum und das Armaturenbrett können überzeugen. Fischhaut oder störende Auswerfermarken sind nicht vorhanden. Die Qualität bewegt sich damit auf höchstem Fertigungsniveau. Auch sehr schön gestaltet sind die Gewehr-Halterungen, die aus Ätzteilen anzufertigen sind.

Der Heckbereich kann alternativ mit geöffneter oder geschlossener Heckklappe dargestellt werden und diese ist mit kleinsten Details gespickt. Will man das Fahrzeug im Rahmen eines Dioramas einsetzen, ist der Werkzeugkasten mit diversen kleinen Schraubenschlüsseln und Zangen mit Sicherheit ein echtes Highlight. Ebenso beeindruckend ist die Gestaltung der beiden Halterungen für die Windschutzscheibe inklusive Winkelementen (Blinker).

Der Bauplan: Zur Unterstützung des Zusammenbaues findet man ein 16 seitiges Heft im Format DIN A4, das mittels übersichtlicher Abbildungen in 52 Baustufen durch das Bauprojekt führt. Für die Bemalung findet man eine Referenztabelle, die Verweise auf die Farben von Vallejo, Mr. Color, AK, Mission Models sowie Tamiya enthält.

Die Abziehbilder von Cartograf sind randscharf und sauber gedruckt und ermöglichen die Gestaltung von drei verschiedenen interessanten Fahrzeugen von unterschiedlichen Einsatzgebieten.



Bei den Fahrzeugen handelt es sich um:

– 97. Leichte Infanterie Division, Ostfront, Sommer 1941
– 10. Panzer Division , Nordafrika, 1943
– Unbekannte Einheit, Ostfront, 1943

Auch für die Bemalung und Gestaltung der Werkzeuge findet man als Unterstützung eine sehr schöne Illustration.

Fazit: Mit diesem Bausatz gelingt es Miniart erneut unter Verwendung bekannter Bauteile mit wenig Aufwand und neuen zusätzlichen Teilen ein völlig neues Modell anzubieten, das mit großem Potential für Dioramen aufwartet. Dieses Fahrzeug sollte in keiner Sammlung fehlen, da es neben dem VW Kübelwagen flächendeckend genutzt wurde.

Sehr empfehlenswert!

Erhältlich im gut sortierten Fachhandel oder über Glow2b.

Gert Brandl, Berlin (August 2026)

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