Das Vorbild: Der US-amerikanische M5A1 Stuart war der finale Entwicklungsschritt der Stuart Leichtpanzerserie im Zweiten Weltkrieg. Er wurde ab November 1942 produziert und zeichnete sich durch seine hohe Geschwindigkeit, Zuverlässigkeit und einfache Bedienung aus.
Wichtigste Merkmale:
Besatzung: Das Fahrzeug wurde von einer vierköpfigen Crew bedient: Kommandant, Richtschütze, Fahrer und Bugschütze.
Antrieb: Er verfügte über zwei Cadillac V8-Motoren mit Automatikgetriebe, was ihn leiser und einfacher zu fahren machte als den Vorgänger M3.
Bewaffnung: Die Hauptwaffe war eine 37-mm-Kanone, ergänzt durch drei .30-Kaliber Maschinengewehre. Gegen schwere deutsche Panzer war die Kanone jedoch weitgehend wirkungslos.
Design: Der M5A1 besaß eine komplett verschweißte, geneigte Frontpanzerung und einen vergrößerten Turm mit Funkgerät-Bucht („Bustle“) am Heck.
(Erzeugt mit KI)
Der Bausatz: Tamiya veröffentlichte 2024 einen weiteren Bausatz aus der Reihe leichte amerikanische Panzer im Maßstab 1:48. Neben dem M8 Howitzer kann man nun endlich auch ein ansprechendes Modell des leichten Panzers M5A1 Stuart bauen.
Der Bausatz wird im soliden Stülpkarton angeboten, auf dem sich eine für Tamiya typische Grafik des Fahrzeuges wiederfindet. Der Karton beinhaltet drei Spritzgussäste aus dunkelgrünem Plastik, ein Tütchen mit Polycaps und einen Nylonfaden (für die Darstellung des Abschleppseiles), sowie zwei Metallgewichte. Desweiteren liegen natürlich noch der Bauplan und die Abziehbilder bei.
Die Gussäste A mit Teilen für das Laufwerk (Laufräder, Antriebs- und Leiträder sowie Kettenteile) und B für die Wanne kennt man bereits vom Bausatz des M8. Völlig neu ist jetzt der Gussast D mit allen Teilen vom Aufbau und dem Turm für den M5A1.
Wenn man sich die einzelnen darauf befindlichen Teile genauer ansieht, kann man schnell erkennen, dass beim Design Profis am Werk waren. Oder anders gesagt: Es sieht alles sehr nach Tamiya aus! Keine verwaschenen sondern absolut gestochen scharfe Details, die insbesondere auf der Wannenoberseite und dem Turmdach auffallen. Ebenso beeindruckend gestaltet, ist das in diesem Maßstab sehr kleine Browning MG. Und schließlich sind da noch das Rohr der Hauptwaffe und die Antennenhalterung die mit Hilfe des Slide Mold Verfahrens, sogar Öffnungen aufweisen.
Höhepunkt dieser Vorstellung für mich ist die Figur des Panzerkommandaten. Für Plastik und dem Maßstab 1:48 absolute Spitzenklasse!



Die Wanne wird aus flachen Platten und einem Mittelsegment zusammengebaut und wer will, kann dann die beiden Metallzylinder einbauen, die dem Modell „Gewicht verleihen“. Für die Darstellung der Abschleppseile liegt ein Nylonfaden in passender Stärke bei, der nach Bemalung sicherlich einen realistischen Eindruck machen kann.


Der Bauplan und Abziehbilder: Als Bauanleitung legt Tamiya das typische längliche Faltblatt bei, das ohne Fehl und Tadel (was bei anderen Herstellern leider nicht immer der Fall ist) sicher und klar in 21 Bauabschnitten durch den Bauprozess führt.
Für die Bemalung und Gestaltung von zwei unterschiedlichen Fahrzeugen liegt ein separates Blatt bei, unter dessen Verwendung, zusammen mit dem Bogen der Abziehbildern, die beiden Panzer dekoriert werden können.


Bei den Farben referenziert Tamiya verständlicherweise auf das hauseigene Sortiment.
– C-34 Carol, C-Company, 33rd Armored Regiment, 3rd Armored Division, France, July 1944
– C-12 Concrete, C-Company, 33rd Armored Regiment, 3rd Armored Division, France, July 1944

Fazit: Mit dem neuen M5A1 erhält man erneut einen perfekten Bausatz im Quarterscale von Tamiya. Inzwischen gibt es dazu passend auch einige Zurüstsätze von CMK, mit dessen Hilfe man das Modell noch weiter aufwerten oder dieses in eine späte Version umrüsten kann.
Absolut empfehlenswert!
Erhältlich im gut sortierten Fachhandel.
Gert Brandl, Berlin (Februar 2026)

