Einführung: Zu den bekanntesten Jagdflugzeugen des ersten Weltkriegs zählen die allgemein als ,,Bebe“ bezeichneten Modelle der Ni-11 bis Ni-23 des französischen Hersteller Nieuport. Nachfolgend der erfolgreichen Ni-11 wurde im Mai 1916 die Ni-17 eingeführt. Für diese, ebenfalls als Eineinhalb-Decker ausgelegten Variante, wurde der Vorgänger in der Konstruktion und Aerodynamik überarbeitet. Das Aussehen fällt deutlich runder aus, der serienmäßig verwendete Motor Le Rhône 9JA besitzt 110 PS, die stärkere Bewaffnung besteht aus dem synchronisierten Vickers MG auf dem Rumpf und einem Lewis MG auf der oberen Tragfläche. Die Spad-Jagdflugzeuge beenden die Vorrangstellung der Nieuport. Daher wird das verbesserte Modell Ni-23 überwiegend an Armeen der Entente geliefert oder dort in Lizenz gefertigt. Bei Kriegsende waren etliche Maschinen überzählig und wurden an andere Staaten abgegeben.

Modell: Nicht selbstverständlich, aber eine schöne Tradition ist das kleine Modell, welches den Besuchern der E-Day Veranstaltung mitgegeben wird: 2025 war es eine Nieuport 17/23 in 1/72. Seit 2006 ist der Bausatz regelmäßig im Programm und seitdem die beste Wahl, wenn man eine Nieuport 17, 21, 23 bauen möchte.

Der Karton mit dem Weekend Design enthält zwei Rahmen mit über 40 Teilen für alle Versionen, ein separat verpacktes Klarsichtteil, Decals und Bauanleitung. Die Qualität ist seit 20 Jahren unverändert gut. Nacharbeiten fallen gering aus und beschränken sich zumeist auf die kleineren Teile. Dort ist Vorsicht geboten, da diese leicht zerbrechen können.

Der Bau beginnt mit dem Cockpit. Für die Gurte sind Decals vorhanden. Danach folgen Motor, Rumpf, Trag- und Steuerflächen. Die Darstellung der Stoffbespannung ist für den Maßstab ausreichend. Zum Ende wird noch das Fahrwerk montiert.

Eine Verspannung ist nicht vorgesehen.

Anleitung/Bemalung: Nach bzw. beim Zusammenbau erfolgt schon die Bemalung, vorwiegend in Silber. Empfohlen werden Gunze Farben. Da man sich schon in der Bauphase für eine der beiden Version entscheiden muss, fehlen nur noch die Decals. Der Bogen ist versatzfrei gedruckt und auch hier kann der Trägerfilm nachträglich entfernt werden.

Nieuport Ni-17, Caporal Jan Hofman, Escadrille N. 80 Frankreich 1918

J. Hofman ist 1914 Mitbegründer einer tschechischen Freiwilligeneinheit in der französischen Armee. Nach Verwundung Ausbildung zum Piloten. Ab 1916 bei der Esq. N.80 eingesetzt. Er wird bei einer Aufklärungsmission am 18.03.17 in einen Luftkampf verwickelt und stürzt ab.

Nieuport Ni-23, 1923 für die Ausbildung von Piloten in den Tschechoslowakischen Luftstreitkräften in Cheb (Eger) verwendet.

Fazit: Eine willkommene Auflage des beliebten Bausatzes. Für interessierte Modellbauer ein Muss und mit etwas Unterstützung auch für Anfänger geeignet.

Daniel Fritsch, Berlin (Dezember 2025)

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