Original: Die Produktion des C4 in seinen verschiedenen Ausführungen begann 1928 und dauerte bis 1932, wobei 1933 noch einige wenige sogenannte „End-of-Series“-Fahrzeuge verkauft wurden. Er hatte in seinem ersten Jahr eine Steuerleistung von 9 PS, die 1930 ohne Modifikation auf 10 PS anstieg, bevor sie 1931 wieder auf 9 PS gesenkt wurde. 1933, zeitgleichmit dem C41X und immer noch mit einer steuerpflichtigen Leistung von 9 PS, kam der C4G auf den Markt, mit 10 PS, etwas größerem Hubraum und wahlweise mit Standard- oder dem schwimmend gelagerten Motor, der auch in der nachfolgenden Serie zu finden war. Mit einer damals neuen Technik konstruiert und von amerikanischen Fertigungsverfahren inspiriert, war der C4 sowohl in Bezug auf den Motor, als auch auf die Karosserie, ein außergewöhnlich robustes Fahrzeug. Citroën achtete auch darauf, verschieden Karosserien anzubieten, um allen Ansprüchen gerecht zu werden: 2-türige und 4-türige Limousinen, Limousinen 4- und 6-Sitzer, Hardtops, Cabriolets, Kombis, Kleintransporter, Kleinbusse, Taxi usw. Das von Heller angebotene Modell des Citroën C4 der Feuerwehr Argelès-Gazost wurde ab 1930 eingesetzt. Diese spezielle Version des C4, die als Pompier bekannt war, wurde von französischen Feuerwehren genutzt und war mit entsprechenden Aufbauten und Ausrüstungen ausgestattet. Er basierte auf dem regulären Citroën C4 Fahrgestell.  (Heller)

Bausatz: Der Citroën C4 trat 1982 erstmalig als Bausatz in den Versionen Fourgonnette und Hotel-Taxi in Erscheinung. 1983 folgte schon die Feuerwehr-Leiterwagenversion. In den folgenden Jahren verpasste man den Bausätzen neue Verpackungen. Während die beiden erstgenannten Versionen relativ durchgängig angeboten wurden, verschwand die Feuerwehr wenige Jahre später bis zum Ende des Jahres 2025. 

Der Bausatz besteht aus insgesamt 104 Bauteilen und misst montiert 20 cm. Der Bau beginnt mit einfachen Felgen in Scheibenbauweise und den bekannten Vinylreifen, gefolgt vom dem Bau des Motors. Der Modellbauer wird gleich mit einem recht ordentlich detaillierten Motor belohnt. Zu Lichtmaschine, Wasserpumpe, Lüfter kommen hier noch Zündverteiler, Zündspule, Öleinfüllstutzen und Kühlerschläuche dazu. Die Vorder- und Hinterachse sind in ihrer Bauweise wie beim Original einfach gehalten. Auch hier haben wir eine gute Detailierung durch separate Blattfedern, Quer- und Längslenkern. Diverse Lenkhebel werten die Lenkung optisch auf. Die Lenkung ist am Ende beweglich gehalten. Ist dieser Bereich abgearbeitet, werden noch der Motor mit der Abgasanlage und dem Kühler mit den Kühlwasserschläuchen auf dem Rahmen verpflanzt. Der dann halbwegs fertiggestellte Motorraum bietet jetzt die Möglichkeit durch zusätzliches Verkabeln, wie unter anderem die Zündanlage und den Starter, diesen Bereich noch weiter aufzuwerten. Durch späteres Abnehmen der Motorhaube hat man dort einen sehr guten Einblick. Parallel zu den Arbeiten erfolgt der Bau der Fahrerkabine.  Auch hier mangelt es nicht an guter Detailierung. Pedale, Schalthebel, Armaturenbrett – alles da und viel mehr war auch nicht. Der Frontscheibenrahmen und der Kühlergrill werden in Verchromung  geliefert. Die Chrombeschichtung ist von zufriedenstellender Qualität. Die Verglasung zum Scheibenrahmen ist ohne Schlieren und von der Stärke her akzeptabel.

Nachdem die Räder auf die Achszapfen geschoben und befestigt worden sind, folgt schon die Montage der Feuerwehraufbaues. Dieser ist streckenweise etwas rudimentär gehalten. So könnte es unter anderem Sinn machen, die Hartplastikschläuche durch Gummischläuche zu ersetzen. Andere Bauteile wie an Leiter und Sitzbänke lassen eine Holzmaserung vermissen.  Der Modellbauer wird sich hier oder da zu helfen wissen und seine eigenen Akzente setzen.

 Bauanleitung/Bemalung: 25 Bauabschnitte müssen für dieses schöne Modell abgearbeitet werden. Die Montage ist unkompliziert. Der Decalbogen ist relativ umfangreich. Neben den zeitgenössischen Kennzeichen und der Instrumentierung gibt es jede Menge schwarze Dekorlinien für den Außenbereich. Den Abschluss bildet hier das Citroën-Logo. Bei der Farbgebung des Modelles greift das firmeneigene Farbensortiment sowie das von Revell.

Fazit: Eine willkommene Wiederauflage eines Heller-Klassiker. Der Citroën C4 glänzt in seiner Einzigartigkeit. Obwohl in die Jahre gekommen, weist das Modell immer noch gute Detailqualitäten auf. In Verbindung mit dem Figurensatz Heller Pompiers Français – 82753 lässt sich das Fahrzeug wunderbar in einem Diorama in Szene setzen. Den Bausatz gibt es zum fairen Preis um die 28 Euro.

Erhältlich ist der Bausatz bei gut sortierten Modellbauhändlern oder im Versandhandel.

Alexander Hilbig, Berlin (Januar 2026)

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