Vorbild: Die North American P-51 Mustang ist ein einmotoriges Jagdflugzeug. Der einsitzige Ganzmetall-Tiefdecker wurde im Zweiten Weltkrieg in großer Stückzahl und unterschiedlichen Varianten produziert. Seine primäre Rolle war die des Langstrecken-Begleitjägers in den Bomberverbänden der USAAF.
Die Hauptversion und mit einer Stückzahl von knapp 8.000 die meistgebaute Ausführung war die P-51D. Sie unterschied sich von ihren Vorgängern durch eine neue Plexiglashaube – die die Rundumsicht bedeutend verbesserte – und zwei zusätzliche schwere Maschinengewehre. Mit zusätzlichen zwei Abwurftanks, die je 415 Liter Treibstoff fassten, war eine Maximalreichweite von 3.300 Kilometern möglich. (nach Wikipedia)


Bausatz: Die Mustang muss gut laufen, denn Eduard legt bereits den dritten ProfiPack innerhalb eines Jahres vor. Der Karton enthält die bekannten drei grauen Gussäste mit 145 sowie den Klarsichtast mit 25 Teilen, Ätzteile, Masken und Abziehbilder.


Alles ist auf die Baureihen oberhalb von Baulos 10 ausgerichtet. Sowohl „größere“ Unterschiede wie Seitenleitwerk, Propeller, Kabinenhaube, Instrumentenbrett, Sitz, Ruder (Stoff-Metall), sowie viele kleinere Details, vor allem im Inneren, wurden berücksichtigt. Einige Blechstöße müssen mit beiliegenden Schablonen graviert werden. Daher sollte man sich zu Baubeginn die Arbeitsschritte für sein Wunschmodell in der Anleitung kennzeichnen, um Verwechslungen zu vermeiden. Doppelt beiliegende Kleinteile erfreuen den Modelbauer, wenn das Teppichmonster wieder zugeschlagen hat.



Besonders der Rumpf und die Tragflächen bestechen durch feinste Gravuren und dezente, überzeugende Nietenreihen. Die Kabinenseitenwände und die Fahrwerkschächte glänzen mit erhabenen Strukturen. Für das Cockpit sind die meisten der farbigen Ätzteile gedacht, wozu auch die Sitzgurte gehören.

Für die klaren Teile gibt es zur Arbeitserleichterung noch die Eduardmasken.

Bauplan/Bemalung: Die 28-seitige Anleitung führt in nicht nummerierten Schritten durch den Bau. Die einzelnen Etappen erfordern daher eine große Aufmerksamkeit für die integrierten Variantenunterschiede.

Ein großer, bei Eduard gedruckter Abziehbilderbogen liefert die Kennungen für sechs verschiedene P-51D. Der zweite Bogen bietet über 100 Wartungs- und Sicherheitshinweise.



Farbangaben erfolgen ausschließlich für das Gunze-System.
Anmerkung: Deko 5 ist für eine P-51D-5. Diese verfügt lt. Zeichnung nicht über die spezifische Seiten-/ Höhenleitwerkkombination. Eine Erklärung gibt es nicht.
Fazit: Weiterhin bleibt Eduards P-51D konkurrenzlos. Mal sehen, wie Arma Hobby hier mit der angekündigten Mustang mithalten kann. Wegen der umfangreichen, unterschiedlichen, spezifischen Bauteile ist dieser Bausatz leider nur geübten Modellbauern zu empfehlen.
Jürgen Willisch, Potsdam (März 2025)